Causa Kojzek: So reagiert der slowenische Verband
WAC-Stürmer Erik Kojzek steht erstmals im Kader der österreichischen U21-Nationalmannschaft – sehr zur Enttäuschung des slowenischen Verbands.
Der Stürmer der Lavanttaler wurde zuletzt auch von Slowenien umworben: Kojzek wurde sowohl für die slowenische U20- als auch U21-Auswahl einberufen. Der 19-Jährige soll dem slowenischen Verband jedoch nicht über seine Abwesenheit informiert haben, weshalb Milenko Acimovic – slowenischer Nationalmannschafts-Direktor – nicht mehr mit ihm rechne.
Acimovic: „Schwer zu verstehen“
Acimovic, ehemaliger Austria Wien-Spieler, äußerte sich nun zu der Causa Kojzek: „Erik wurde dieses Mal in zwei Nationalmannschaften eingeladen, was ein klares Zeichen dafür ist, dass Razdrh (Anm. Trainer U21 Slowenien) auf ihn zählt – auch im Hinblick auf die Euro, wo wir auf der Stürmerposition einige Absagen hatten. Ich werde immer den Standpunkt vertreten, dass jemand zuerst aufrichtig für Slowenien spielen wollen muss. Nicht um Karriere zu machen, nicht um sich zu präsentieren, sondern weil man das Gefühl hat, Teil von etwas Größerem zu sein – einer Nation, einer Mannschaft, einem Heimatland. Dass die Hymne einem den Atem raubt und die Haut kribbeln lässt. Um zu wissen, warum man hier ist und für wen man spielt. In einem Trikot mit dem Nationalwappen ist kein Platz für Zweifel, Berechnung oder Lauheit. Für mich war ich am stolzesten, als ich das Trikot trug – und vielleicht fällt es mir deshalb schwer, diejenigen zu verstehen, die heute anders denken.“
Rangnick bestätigt: WAC-Juwel Kojzek will für Österreich spielen
(Red.) / Bild: Imago
