OBERWART,AUSTRIA,05.MAY.16 - BASKETBALL - ABL, Admiral Basketball League, play off, quarterfinal, Oberwart Gunners vs Swans Gmunden. Image shows head coach Chris Chougaz (Oberwart).  Photo: GEPA pictures/ David Rodriguez Anchuelo

Chris Chougaz: „Mir gefällt die Teamchemie im Spiel nicht“

via Sky Sport Austria
  • Thomas Linzer: „Die Bundesliga ist keine Kindergeburtstagsparty“
  • Davor Lamesic: „Wir haben nie aufgegeben“
  • Mike Coffin: „Wir haben gezeigt, was in unserer Mannschaft drin ist“
  • Lucas Hajda: „Oberwart war in der zweiten Halbzeit völlig kopflos“

Die Oberwart Gunners verlieren mit 71:76 gegen den WBC Wels. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

 

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…über das Spiel: „Es ist einfach noch ein Lernprozess bei uns, wir müssen uns von Tag zu Tag und Spiel zu Spiel weiterentwickeln. Im dritten Viertel haben sie uns auf dem falschen Fuß erwischt, wir waren nicht mehr so fokussiert, haben den Korb nicht mehr so attackiert und waren auch mit der Energie nicht mehr so da. Aber das ist einfach ein Lernprozess.“

 

(Trainer ):

…über das Spiel: „Zurzeit gefällt mir das Auftreten meiner Mannschaft über weite Phasen nicht, wir müssen 40 Minuten Basketball spielen, nach den Regeln, die wir ausmachen für die Defensive und die Offensive. Es kann nicht passieren, dass wir nur 20 Minuten spielen, im Supercup war es die zweite Hälfte, heute die erste. Mir gefällt die Einstellung nicht, aber auch die Teamchemie im Spiel nicht, da müssen wir härter arbeiten im Training. Ich verwende es nicht als Entschuldigung, dass die Mannschaft recht jung ist. Es ist ein Prozess, es dauert ein wenig, aber wir müssen uns einfach an die Regeln halten, die wir uns ausgemacht haben.“

(Präsident ):

…über die Ligareform: „Das Ziel der Bundesliga war ganz klar, dass wir mit nur neun Startern, nachdem von der zweiten Liga noch kein Team bereit war in der Bundesliga mitzuspielen, den Wettbewerb attraktiver machen. Es ist selbstredend, dass man mit neun Teams keine 36 Runden spielen kann und dann wird ein Team eliminiert und acht spielen weiter. Das interessiert keinen Menschen, darunter leidet die Attraktivität. Es war ein ganz wichtiger Schritt die Playoffs nur mit sechs Teams zu spielen, das hat nur mit Spannung und Dramatik zu tun und nicht damit, dass dann ein Team vielleicht schwerer in die Playoffs kommt.“

…über Kritik an der Ligareform: „Ich verstehe die Kritik überhaupt nicht, weil im Frühsommer alle Vereine zugestimmt haben, dass das Präsidium mit Unterstützung des Sportausschusses, in dem Michael Schrittwieser und ich waren, das zu Ende bringen. Es lag auf der Hand, dass wir etwas ändern müssen und die Chancen sind für alle Teams gleich, es hat keiner etwas später oder früher erfahren. Eine Bundesliga ist keine Kindergeburtstagsparty, da geht es um Leistung, Spannung und Dramatik und da kann halt nicht jeder im Playoff sein.“

…über mögliche Kollektivverträge für Basketballer: „Das ist absolut ein Muss, damit wir jungen österreichischen Spielern Perspektiven bieten, damit wir Mindestgehälter bieten, standardisiert über alle Vereine hinweg. Damit es aus monetärer Sicht auch zumindest ein bisschen Anreiz schafft in Österreich Basketball zu spielen, weil momentan verdienen junge österreichische Spieler in der Liga weniger als Reinigungskräfte, wobei ich das jetzt nicht minder schätzen möchte. Aber es gibt eben den monetären Aspekt nicht und dazu kommt, dass es sowohl für die Österreicher und die Legionäre auf allen Ebenen korrekte Abrechnungen geben muss, das macht uns transparenter und professioneller. Dann sind wir sicher neben der Fußballbundesliga ein Vorreiter in Österreich und das ist unser Ziel.“

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…über das Spiel: „Wir haben uns vor allem im dritten Viertel zurückgekämpft, das hat den Unterschied ausgemacht. Wir haben die Oberwarter auf dem falschen Fuß erwischt und somit in das Spiel zurückgefunden.“

 

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…über das Spiel: „Wir haben heute als Mannschaft irrsinnig gut zusammengehalten, wir haben nie aufgegeben. Es war ein gewisses Feuer da und deswegen bin ich wirklich glücklich über den Sieg heute.“

 

(Trainer ):

…über das Spiel: „Nach der letzten Saison hierherzukommen und ein paar Mal zu gewinnen ist sehr schön. Es ist keine Revanche, aber es ist eine neue Saison und das Spiel heute ist für uns sehr erfreulich. Wir haben in der Halbzeit darüber gesprochen, dass wir den Ball bewegen müssen in der Offensive, wir haben versucht länger Ballbesitz zu haben und den Ball nach innen zu bringen, wo es jeder Mannschaft weh tut.“

…über die Leistung von Cigoja: „Wir haben ihn nach Wels gebracht, weil er gut werfen kann, er kann als Stretch 4 spielen oder heute auch viel als Dreier. Bisher war er nicht so aggressiv, aber heute hat er seine Qualität gezeigt und was wir von ihm erwarten.“

…über die dünne Personaldecke: „Wir spielen mit den Jungs, die spielen können, und sie haben heute mit großem Herz gezeigt, was in unserer Mannschaft drin ist. Wir sind eine erfahrene Mannschaft, wir spielen schon lange zusammen und das zählt viel. Wir haben gut gekämpft, wir sind zusammengeblieben und wir haben bis zum Ende gezeigt, was wir mit Herz machen können.“

 

(Sky Experte):

…über den Sinn von Kollektivverträgen: „Ich gönne es jedem Spieler, aber man muss auch die Situation mancher Vereine sehen. Es bringt nichts, wenn ich Kollektivverträge einführe und damit Teams sozusagen aus der Liga kicke, weil sie das nicht finanzieren können. Für die Spieler ist es auf jeden Fall eine gute Sache, aber es muss halt leistbar sein und das muss man abschätzen können, ob das möglich ist.“

…über das Spiel: „Die Welser haben heute gezeigt, dass im Basketball sehr viel möglich ist. Sie sind mit einer ganz anderen Art in der zweiten Halbzeit aufgetreten und die Heimmannschaft ist völlig kopflos geworden. Das ist, bei aller Jugend, schon auch bedenklich, weil ja wichtige Figuren aus der Meistermannschaft aus dem Vorjahr noch dabei sind. Da hätte ich schon gedacht, dass nach kurzen Durchhängern auch Phasen kommen, in denen es wieder bergauf geht, aber die waren in der zweiten Halbzeit gar nicht mehr zu sehen. So ist es eigentlich ein verdienter Sieg für Wels geworden.“

…über Oberwart: „Der Go-To-Guy ist nicht zu sehen und die neuen Spieler zeigen Nerven, das hat man ganz deutlich gesehen. Andererseits muss man auch sagen, dass das Team so jung zusammengestellt wurde, dann muss man damit rechnen, dass es einige Wochen dauern kann das Team auf ein Level zu bringen, auf das man will. Es ist jetzt sicher nicht angebracht in Panik zu verfallen, das nehme ich auch nicht an in Oberwart, aber es ist natürlich eine große Enttäuschung zu spüren.“

…über Player of the Game Lamesic: „Das war eine Wahnsinnsleistung von ihm. Er ist ein Urgestein in der Liga, ein ganz toller Basketballer und er hat die Mannschaft auch mitgerissen in den ersten Minuten des dritten Viertels. Er ist wirklich ein Vollblutbasketballer und ein Kämpfer, er hat vor allem im dritten Viertel das Heft in die Hand genommen. Das war eine ganz tolle Leistung und ein ganz großer Teil des Erfolgs heute ist ihm zuzuschreiben. Man kann ihm nur gratulieren.“