Christian Ilzer: „In der Winterpause konsolidieren und auf ein Wunder hoffen“

via Sky Sport Austria
  • Mohamed Sahli: „Die Saison 2019 war einfach geil“
  • Peter Stöger: „Wir wären nicht der erste Verein, der in Österreich überwintert“
  • Lukas Schmitz: „Zehn Punkte aufzuholen in vier Spielen wird der Austria nicht gelingen“
  • Christoph Monschein: „Zurzeit stehen die Chancen, dass ich bei der Austria bleibe, bei 100 Prozent“
  • Toni Pfeffer: „Ich glaube kaum, dass es für die Austria noch ein realisierbares Ziel ist“
  • Alfred Tatar: „Die Austria hat konditionell Defizite“

 

Die Austria und der WAC trennen sich mit 1:1. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria HD.

 

FK Austria Wien – RZ Pellets WAC, 1:1 (1:0)

Schiedsrichter: Walter Altmann

 

Christian Ilzer (Trainer Austria Wien):

…nach dem Spiel: „Das Ergebnis ist natürlich nicht zufriedenstellend, wir wollten heute unbedingt gewinnen und uns mit einem Sieg in die Winterpause von unseren Fans verabschieden. Es ist uns leider nicht geglückt. Geführt, dann müssen wir das 2:0 aus richtig guten Kontermöglichkeiten machen, dann ist der WAC stärker geworden. Die Leistung in den letzten vier, fünf Wochen ist klar besser geworden, das stimmt mich zuversichtlich. Wenn man sich die ganze Herbstsaison anschaut, haben wir mit Schiedsrichtersituationen kein Glück gehabt. Ich habe heute kein Foul gesehen, ich denke, das kann man durchgehen lassen und dann steht es 2:0 für uns. Das viele Dinge nicht gestimmt haben (im Herbst, Anm.) ist uns klar. Die Leistung war heute okay, in der Winterpause konsolidieren und auf ein Wunder hoffen.“

 

Mohamed Sahli (Trainer WAC):

…vor dem Spiel: „Ich bin ständig mit dem Präsidenten in Kontakt, er hört viel auf meine Meinung. Es ist wichtig für uns, dass ein Trainer kommt, der den von Ilzer begonnenen Weg fortsetzt. Mit unserer Philosophie. Favorit habe ich keinen, ich wünsche mir einen, der zu uns passt. Es schaut momentan so aus, dass es kein konkretes Angebot für Shon Weissman gibt, aber viele Anfragen. Es waren viele Scouts in Rom, um ihn zu beobachten. Ein Top-Junge, guter Typ, guter Riecher, im Sechzehner einen super Zug zum Tor. Er hat sich extrem weiterentwickelt, es freut mich riesig.“

…nach dem Spiel: „Die Saison 2019 war einfach geil. Ich bin sehr urlaubsreif, die letzten Wochen waren sehr intensiv. Mit den zehn Punkten Abstand (zur Austria) können wir gut leben. Der Tank ist halbvoll, ich bin ein positiv denkender Mensch.“

 

Peter Stöger (Vorstand Sport Austria Wien):

…in der Halbzeit bei Sky: „Ich bin zufrieden, man kann sagen, dass Wolfsberg nach den guten Wochen Richtung Urlaub unterwegs ist oder wir das ordentlich machen, es ist eine Mischung aus beidem. Die kleine Steigerung in letzten Wochen zeigt sich auch heute. Wir konsolidieren uns. Vor zwei Monaten haben wir gesagt, dass wir unsere Leistung bringen, egal was rundherum passiert, den Weg beschreiten wir momentan. Man sieht eine Entwicklung. Wir haben mehr Ordnung im Spiel, ein bisschen mehr Kompaktheit.“

…über das Trainingslager: „Aufgrund der Wirtschaftlichkeit haben wir gewisse Dinge aus dem Budget rausgestrichen.  Wir haben Weihnachtsfeiern gemacht, v. a. für unsere Kinder, die sind uns sehr wichtig. Wir haben nie gesagt, es (das Trainingslager) ist gecanceld, ich wurde gefragt, dass es aus dem Budget raus ist und dann kann es sein, dass wir es nicht zustande bringen. Wir wären nicht der erste Verein, der in Österreich überwintert und trotzdem im Frühjahr Fußball-Bundesliga spielt. Wir arbeiten dran und es ist ohne weiteres trotzdem möglich, dass wir fahren. Wir sind in der Arbeit und Richtung Weihnachten werden wir entscheiden müssen, ob und wann wir fahren. Ob nur die erste Mannschaft fährt oder auch die Young Violets, oder gar nicht.“

…über einen möglichen Abgang von Christoph Monschein: „Das ist eine Frage, die am Ende er entscheiden muss. Wenn er nicht zu mir ins Büro kommt, und sagt: Lieber Peter, ich habe hier eine Möglichkeit, die bekomme ich nie wieder in meinem Leben und die möchte ich gerne nutzen, dann wird er hier weiter bei uns Fußball spielen und wir sind froh, dass wir einen guten Stürmer haben. Wenn ich ein Angebot hätte, das interessant ist und für ihn interessant sein könnte, dann muss ich ihm das mitteilen, das werde ich auch machen. Wir bewegen uns von unserer Seite nicht aktiv am Markt, dass wir ihn anbieten. Wir sind froh, wenn er hier ist.“

 

Florian Klein (Austria Wien):

…nach dem Spiel: „Wir müssen so eine Mentalität reinkriegen, dass man mit so einem Spiel nicht zufrieden sein kann. Das Auftreten ist besser. Es sind kleine Details, die unser Spiel zerstören.“

 

Dominik Fitz (Austria Wien):

…nach dem Spiel: „Ziemlich enttäuschend, wir haben gewusst, dass der WAC eine super Mannschaft ist. Wir hätten uns schon erwartet, dass wir gewinnen. Ich würde nicht sagen, dass wir keine Konstanz haben, wir haben vier oder fünf Spiele hintereinander nicht verloren. Das Unentschieden geht in Ordnung.“

 

Christoph Monschein (Austria Wien):

…nach dem Spiel: „Zurzeit stehen die Chancen, dass ich bei der Austria bleibe, bei 100 Prozent.“

 

Erik Palmer-Brown (Austria Wien):

…in einem Sky-Videobeitrag vor dem Spiel: „Der Sport wächst in den USA, er ist immer wichtiger und bei den Jugendlichen sehr populär. Die Kids spielen mehr und mehr Fußball. Ich habe Respekt vor dem Gegner und vor mir selbst, Fairness bedeutet für mich auch nicht zu simulieren, das Spiel für die Schiedsrichter einfach zu halten.“

 

Lukas Schmitz (WAC):

…nach dem Spiel: „Wir haben verdient den Punkt geholt, ich bin zufrieden, wir sind Profis, spielen immer auf Sieg. In den Situationen müssen wir clever sein. Zehn Punkte aufzuholen in vier Spielen wird der Austria nicht gelingen. Deswegen bin ich sehr zufrieden mit dem Punkt. Wir haben das so abgespult, wie man das als vernünftige Mannschaft machen muss.“

 

Toni Pfeffer (Sky Experte):

…nach dem Spiel: „Ein leistungsgerechtes Unentschieden. Solange es möglich ist, muss es das Ziel sein (unter die Top-6 zu kommen). Ich glaube kaum, dass es noch ein realisierbares Ziel ist.“

 

Alfred Tatar (Sky Experte):

…nach dem Spiel: „Die Austria hat mehrere Hauptprobleme, kann keinem Gegner das Spiel aufzwingen und ich wüsste auch nicht welches das sein sollte. Eine Mannschaft muss auch irgendwann eine Selbstorganisation haben, das bedeutet nicht vom Trainer implementiert, auch phasenweise auf dem Spielfeld sich selbst organisieren, ich kann es nicht erkennen. Ich denke auch, dass das Team konditionell Defizite hat. Heute gegen eine Mannschaft mit Doppelbelastung, in der zweiten Hälfte ist die Austria abgeschmiert konditionell, auch im Derby gegen Rapid. Ein Verlust von Monschein wäre ein herber Rückschlag.“