Christian Ilzer zum Sieg: „Heute ist viel zurückgekommen“

via Sky Sport Austria
  • Alfred Tatar über die Leistung von SK Sturm Graz: „Man hat sich belohnt für die Arbeit, die sie in den letzten Wochen investiert haben“
  • Alexander Pastoor zur Leistung seiner Mannschaft: „Das war einfach unglaublich schlecht“
  • Philipp Netzer: „Es muss sich jeder an der eigenen Nase packen“
  • Johannes Tartarotti: „Es fühlt sich so an, als ob sich am Platz nicht jeder zu hundert Prozent hinter den anderen stellt“

SK Puntigamer Sturm Graz schlägt CASHPOINT SCR Altach mit 4:0. Die Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

SK Puntigamer Sturm Graz – CASHPOINT SCR Altach 4:0 (3:0)
Schiedsrichter: Christopher Jäger

Christian Ilzer (Trainer SK Puntigamer Sturm Graz):
…über das Spiel: „Wir haben jetzt schon über drei Runden gewartet auf dieses Erfolgserlebnis und es war dann natürlich umso schöner, dass es heute in dieser eindrucksvollen Art und Weise funktioniert hat. Vor allem gegen diese Altacher Mannschaft, die breit positioniert ist mit vielen Spielern, haben wir gesagt, wir lassen nichts in die Tiefe zu und nützen eiskalt Räume aus, die sich dann für uns bieten. Das haben die Jungs überragend umgesetzt. Wir haben sehr schnell 2:0 geführt, haben nicht nachgelassen und gleich nachgesetzt. Es war eine top erste Halbzeit und erst dann ist Altach zu Chancen gekommen. Wir haben, wenn man auf die ersten drei Runden zurückschaut, zu wenig Punkte gemacht für unsere Leistungen, haben aber heute sehr effizient gespielt und heute ist viel zurückgekommen.“

…über Jakob Jantscher: „Er ist so einer, der im Alter anscheinend überhaupt keine Geschwindigkeit und keinen Spielwitz verliert und deswegen tut er unserem Spiel richtig gut.“

Jakob Jantscher (SK Puntigamer Sturm Graz):
…über das Spiel: „Wir haben in den letzten Wochen ganz gute Leistungen gezeigt und haben uns heute das erste Mal vor eigenem Publikum mit drei Punkten belohnt. Der Trainer hat mich in der Vorbereitung schon einige Spiele vorspielen lassen. Ich bin froh, dass ich der Mannschaft mit meinen Qualitäten weiterhelfen kann. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich am Platz 100 Prozent gebe. Ich kann das Kompliment nur der Mannschaft geben. Wir sind heute am Platz über 90 Minuten sehr geschlossen aufgetreten und haben deswegen verdient gewonnen.“

Alexander Pastoor (Trainer CASHPOINT SCR Altach):
…über das Spiel: „Wir sind ganz klar selber schuld. Wir haben den Gegner eingeladen, Tore zu schießen. Defensiv war es schlecht bis katastrophal und mit dem Ball haben wir mit viel zu wenig Vertrauen während des Spiels noch etwas versucht. Kämpferisch mit dem Ball und gegen den Ball war das einfach unglaublich schlecht. Ich habe in der Halbzeit zur Mannschaft gesagt, sie sollen ab und zu selber ihre eigenen Probleme lösen. Vor allem ist der Spieltag wichtig und das hat uns zu hundert Prozent gefehlt. Die Mannschaft hat im ersten Spiel gezeigt, wie wir Fußball spielen können. Wir vergessen dabei aber oft, dass man dafür unglaublich viel tun muss. Das kommt nicht von Sonne und Wind.“

…über die mögliche fehlende Qualität in der Mannschaft: „Wenn man nur dieses Spiel ansieht, sieht man, die letzten 30 Minuten in der Luft und über dem Boden waren die Spieler in den Zweikämpfen bissig und hart, wenn sie es sein müssen. Dann haben wir Anstoß und ich sehe, das ist kein Aufbau, sondern einfach das Problem verschieben zu deinem Kumpel. Das hat mit eigenem Können nichts zu tun.“

Philipp Netzer (CASHPOINT SCR Altach):
…über das Spiel: „Ich denke, man kann mit einem 0:1 oder 0:2 trotzdem am Plan festhalten und das umsetzen, was wir trainiert haben, nur das haben wir über 90 Minuten nicht gemacht und dann kommt so ein Ergebnis hinaus. Natürlich glauben wir an den Plan, wir trainieren das die ganze Woche. Es ist aber jeder Spieler selbst gefragt. Wenn man die Zweikämpfe nicht annimmt und leichte Abspielfehler hat, dann kann man den besten Plan der Welt haben und es funktioniert nicht. Es muss sich jeder an der eigenen Nase packen, weil das war heute eindeutig zu wenig.“

Johannes Tartarotti (CASHPOINT SCR Altach) im Zuspieler vor dem Spiel:
…über die momentane Situation in der Mannschaft: „Es ist nicht so, dass wir uns alle hassen, aber es fühlt sich so an, als ob sich am Platz nicht jeder zu hundert Prozent hinter den anderen stellt.“

Christian Möckel (Sportdirektor CASHPOINT SCR Altach) vor dem Spiel:
…über die Vereinskritik von Tartarotti: „Auf der einen Seite hat er irgendwo recht, auf der anderen Seite gebe ich Herrn Tatar recht, dass er das öffentlich nicht sagen sollte. Faule Äpfel haben wir auf jeden Fall keine drinnen. Wie wir aufgetreten sind, hat uns allen nicht gefallen. Wer uns aus der letzten Saison kennt, das ist ein großer Unterschied. Wenn du nicht als Mannschaft hundertprozentig zusammen auf dem Platz stehst, wirst du, egal gegen welchen Gegner, immer verlieren. Das sind grundlegende Dinge, die zum Profisport dazugehören und wenn wir die nicht abrufen, dann haben wir keine Chance.“

…über das Verhältnis Trainer-Mannschaft: „Ich kann nur von außen draufgucken und die Abläufe beurteilen. Ich erkenne nichts, was in die falsche Richtung läuft. Ich bin nicht bei jedem Training mit auf dem Platz und bei jeder Besprechung mit dabei. Im Endeffekt muss es eine Einheit sein: Der Trainer, das Team, der Staff. Das gehört genauso dazu, wie 90 Minuten auf dem Platz.“

…über den neuen Innenverteidiger: „Die kompletten Transfermodalitäten sind noch nicht abgeschlossen. Wir werden es morgen Vormittag bekanntgeben.“

Alfred Tatar (Sky Experte):
…über die Leistung von SK Sturm Graz: „Man hat sich belohnt für die Arbeit, die sie in den letzten Wochen investiert haben.“

…über die Leistung von SCR Altach: „Die Gegenwehr war phasenweise recht gering. Sturm hat das eiskalt ausgenützt.“

Marc Janko (Sky Experte):
…über die Leistung von SK Sturm Graz: „Man erkennt eine Tendenz nach oben. Man kann jetzt ruhiger arbeiten und mit einer besseren Laune ans Werk gehen. Es wird jetzt eine schönere Stimmung herrschen in den nächsten Tagen in Graz. Christian Ilzer scheint zu den Grazern besser zu passen als zu den Austrianern. Es ist noch kein ganz steiler Anstieg, aber ein Weg nach oben.“