„Da war ich kurz brennheiß“: Windpech beendet Krafts Tourneehoffnungen
Der Wind ist in diesen Tagen nicht der Freund von Stefan Kraft. Als Weltcuptführender und Topfavorit in die Tournee gestartet, ist der Gesamtsieg bei der 72. Vierschanzentournee nach dem dritten Springen in Innsbruck in weite Ferne gerückt.
Trotz eines technisch sauberen Sprungs reichte es am Bergisel im ersten Durchgang aufgrund der schwierigen Windverhältnisse nur zu Rang neun. „Da war ich kurz brennheiß, der Sprung hat sich nämlich gut angefühlt. Im Moment ist alles ein bisschen verhext, aber da darf ich nicht verzweifeln“, schilderte Kraft seine Gefühle nach dem ersten Sprung.
Im zweiten Durchgang hatte der Olympiasieger erneut kein Glück bei der alljährlichen Windlotterie am Bergisel – es wurde sorgar noch schwieriger als in Durchgang eins. Genau vor seinem zweiten Sprung legte die Jury eine rund 20-minütige Windpause ein, in der Krafts Geduld am Sprungturm mehr als einmal auf die Probe gestellt wurde.
„Das Glück ist nicht ganz da“
„Die Füße haben natürlich schon sehr wehgetan, es war eine sehr lange Zeit. Das Quäntchen Glück ist leider noch nicht ganz da. Es will nicht sein, dass ich belohnt werde, aber die Zuschauer haben es mir heute ein bisschen versüßt. Die Stimmung war brutal, da musste ich schon ein paar Mal schmunzeln“, sagte Kraft nach dem Bergisel-Springen im Sky-Interview.
Angesichts von fast 34 Punkten Rückstand auf Tournee-Leader Ryoyu Kobayashi hat Kraft den Gesamtsieg schon vor dem letzten Springen in Bischofshofen abgehakt.
„Jetzt ist es vorbei, vielleicht geht sich das Podium noch aus. Ich werde für ein schönes Tagesergebnis alles probieren“, sagte Kraft, dem als aktuell Vierter in der Gesamtwertung 10,2 Punkte auf seinen drittplatzierten Landsmann und Bergisel-Sieger Jan Hörl fehlen.
„Das ist sensationell!“: Hörl springt am Bergisel ins Rampenlicht
Bild: GEPA