Daniel Schütz: „Die Leistung ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten, es ist einfach ein Skandal”

via Sky Sport Austria
  • Peter Pacult: „Ein Gesamtlob, was die Mannschaft heute abgeliefert hat, dass es so ausgeht, damit hat keiner rechnen können“
  • Fabian Miesenböck: „Besser hätte ich es mir nicht erträumen können, wir haben noch gar nichts geschafft“
  • Gerald Baumgartner: „Wir haben noch eine Minimalchance“
  • Patrick Greil: „Ich habe gesehen, dass ich in der Bundesliga spielen kann, der ganze Verein in der Bundesliga spielen kann“
  • Manuel Ortlechner über Austria Klagenfurt: „Die Spieler haben am Punkt abgeliefert, eine Meisterleistung“

 

Im Hinspiel der Relegation besiegt der SK Austria Klagenfurt den spusu SKN St. Pölten mit 4:0. Die Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

 

SK Austria Klagenfurt – spusu SKN St. Pölten, 4:0 (2:0)

Schiedsrichter: Sebastian Gishamer

 

Peter Pacult (Trainer SK Austria Klagenfurt):

…nach dem Spiel: „St. Pölten hat in der letzten Zeit diesen negativen Lauf nicht stoppen können, den sie leider seit Oktober haben, das sieht man am Spielfeld. Für uns ist wichtig gewesen, wie wir auftreten. Da kann man nur den Hut davor ziehen, wie meine Mannschaft dieses Spiel gesteuert hat. Wir haben in der Besprechung gesagt: Wir müssen mutig sein, müssen versuchen unser Spiel aufzuziehen, dagegenhalten. Das ist alles eingetroffen. Wir haben am Anfang gemerkt, wir kommen nicht so richtig zum Ball gegen einen Bundesligisten, dann haben wir reingefunden. Es war kein Stress da, wir haben uns dann langsam gelöst und sind gut ins Spiel reingekommen. Ein Gesamtlob, was die Mannschaft heute abgeliefert hat. Dass es so ausgeht, damit hat keiner rechnen können. Wir haben erst die erste Halbzeit gespielt, aber wir haben einen großen Vorsprung, wir können sehr zuversichtlich nach St. Pölten fahren, ohne locker zu werden.“

…vor dem Spiel: „In der Winterpause habe ich auch Auslandsangebote gehabt, gleichzeitig die Anfrage von Austria Klagenfurt, es ist sehr schnell gegangen und umso schöner, dass wir heute hier stehen können. In der Frühjahrssaison haben wir gesehen, dass wir erfolgreich Fußball spielen wollen und Rückschlage wegstecken müssen und immer wieder aufstehen. Wir sind immer drangeblieben und das hat die Mannschaft verinnerlicht in dem halben Jahr. Wir können heute mit einer gewissen Lockerheit ins Spiel gehen, wir haben die Zugabe bekommen, dass wir diese zwei Spiele bestreiten können. Die Mannschaft ist wunderbar drauf, Lockerheit und Spannung sind da. Wie das im Spiel ausschauen wird, werden wir sehen. Kein Gegentor wäre schön und das eine oder andere Tor erzielen. Ich glaube, dass es erst in St. Pölten entschieden wird. Der Aufstieg wäre ein Riesending.“

 

Patrick Greil (SK Austria Klagenfurt):

…nach dem Spiel: „Es ist eine gute Ausgangslage, aber so richtig freuen kann ich mich noch nicht. Am Samstag ist noch ein Spiel, es ist noch nicht aus. Eingeplant war, dass wir alles geben, dem Publikum ein gutes Spiel bieten. Wir haben am Sonntag alles rausgehaut, heute sind wir super defensiv gestanden und nach vorne haben wir gut gespielt. Ich habe gesehen, dass ich in der Bundesliga spielen kann, der ganze Verein in der Bundesliga spielen kann. Hoffentlich schaffen wir das am Samstag.“

 

Fabian Miesenböck (SK Austria Klagenfurt):

…nach dem Spiel: „Wir haben heute eine überragende Leistung auf den Platz gebracht. Besser hätte ich es mir nicht erträumen können. Wir haben noch gar nichts geschafft, es wird eine ganz schwierige Partie auswärts. Es war hochverdient, wir haben gewusst, was wir für eine Qualität haben, wir haben das ganze zweite halbe Jahr gut gespielt und so sind wir auch aufgetreten. Eine super Flanke, ein wichtiges Tor, wenn du 1:0 in Führung gehst. Ich war vier Monate vereinslos, der Bänderriss, Zehenbruch und jetzt bin ich wieder da, so kann es weitergehen. Ich habe einen leichten Stich in der Leiste gespürt, aber bis Samstag geht sich das alles aus.“

 

Markus Pink (SK Austria Klagenfurt):

…nach dem Spiel: „Eine richtig gute Ausgangslage, jetzt heißt es zwei Tage regenerieren und am Samstag nochmal alles raushauen. Wir waren sehr diszipliniert, die ersten zwei Chancen haben wir gleich reingehaut. Nach der Halbzeit sind wir gut rausgekommen, haben die Druckphase der St. Pöltner gut bewältigt und dann zur richtigen Zeit die Tore gemacht. Es freut mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Am Samstag müssen wir es bestätigen und dann sehen wir, wo wir stehen.“

 

Gerald Baumgartner (Trainer spusu SKN St. Pölten):

…nach dem Spiel: „Vor allem in der ersten Halbzeit sind wir nicht ins Spiel gekommen, waren durch einen Doppelschlag 0:2 hinten. In der Halbzeit haben wir umgestellt, sind gut rausgekommen und haben die eine oder andere Chance vorgefunden. Ein sehr enttäuschendes Ergebnis. Unerklärlicherweise. Wir haben noch eine Minimalchance, dazu muss am Anfang das eine oder andre Tor fallen, aufgeben tun wir noch nicht.  Eine sehr bittere Niederlage. Der Anschlusstreffer bei 0:2 wäre Gold wert gewesen. Es war heute in allen Belangen schwierig. Wir haben uns sehr viel vorgenommen, sind anfangs zu tief gestanden, haben den Gegner stark gemacht durch viele Fehlpässe in die Tiefe. Das erste Tor muss man besser verteidigen, ein bitterer Tag heute für uns. Wir haben uns das selber eingebrockt, jetzt haben wir noch eine Minimalchance.“

…vor dem Spiel: „Wir wollten uns sehr gut vorbereiten, das haben wir glaube ich gemacht und jetzt werden wir alles versuchen, dass wir das Spiel heute gewinnen können. Sind sehr fokussiert. die Jungs brauchen nur mehr ihre beste Tagesleistung abrufen und ich denke, dass wir das draufhaben. Riegler ist leider an der Schulter verletzt, sehr schade, leider kann er nicht mehr spielen, ein sehr wichtiger Spieler für den SKN und die Mannschaft, wir müssen das Beste daraus machen, Armin Gremsl hat das vollste Vertrauen von uns. Ich denke, er wird seine Sache heute gut machen. Der Gegner wird heute nicht gleich vorne losstürmen, sie haben ihre spezielle Art und Weise zu spielen, robust, sie können gut kicken und bekommen wenig Tore. Wir sind auf den Gegner sehr fokussiert, ich glaube nicht, dass sie uns heute überraschen können.“

 

Daniel Schütz (spusu SKN St. Pölten):

…nach dem Spiel: „Ich kann es nicht einmal erklären. Die Leistung ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Ich kann es mir selber nicht erklären. Es ist wie, wenn wir gegen eine Bundesliga-Mannschaft spielen würden und wir sind Mitläufer in der zweiten Liga. Es ist einfach ein Skandal, es muss sich jeder hinterfragen nach der Leistung. Am Samstag werden wir uns so gut wie möglich verkaufen, aber im Endeffekt ist es eh schon entschieden, wenn wir uns ehrlich sind.“

 

Manuel Ortlechner (Sky Experte):

…über seine Zukunft als möglicher Sportdirektor von Austria Wien: „Mir wäre lieber, dass wir über Austria Klagenfurt reden, lassen wir Austria Wien heute außen vor. Monate wird es nicht mehr dauern, Wochen auch nicht, die nächsten Tage. Ich möchte das gerne abschließen, die Austria klammern wir heute aus.“

…über den Wechsel von Oliver Glasner zu Eintracht Frankfurt: „Ein typischer Glasner. Ich kenne ihn aus gemeinsamen Jahren in Ried, er greift Projekte an, die spannend sind. Ich denke es hat atmosphärische Gründe, warum er sich vielleicht verändert.“

…über Austria Klagenfurt vor dem Spiel: „Eine spannende Mannschaft, sie ist unverhofft dazu gekommen, ich glaube nicht, dass sie damit spekuliert haben, sie haben eine unfassbare Serie hingelegt. Sie sind die routiniertere Mannschaft als die Innsbrucker. Ich glaube auch die unangenehmere Aufgabe für die St. Pöltner.“

…über den SKN St. Pölten vor dem Spiel: „St. Pölten ist die größere Unbekannte heute. Bei St. Pölten würde das (der Abstieg, Anm.) einen Erdrutsch auslösen. Heute entscheidet maßgeblich auch der Kopf, der Druck ist enorm, mehr auf St. Pöltner Seite.“

…in der Halbzeit: „Ein hochinteressantes Spiel. Ab Minute zehn bis 15 hat sich das Spiel komplett gedreht und Klagenfurt war die gefährlichere Mannschaft. Wenn es so weitergeht, kann es heute so ausgehen, dass das Samstag-Spiel für die Fisch‘ ist.“

…über das Spiel: „Ich war generell beeindruckt von der Leistung von Austria Klagenfurt, auch defensiv, St. Pölten war ideenlos. Die defensive Leistung war grandios und offensiv waren sie auch die kreativere Mannschaft. Die Spieler haben am Punkt abgeliefert, eine Meisterleistung. Eigentlich sollte die Messe gelesen sein. Gezos hat seine ganze Leistung mit dem Tor gekrönt, ein großes Spiel mit seinem Innenverteidiger-Kollegen Mahrer. Die St. Pöltner haben es nicht hingebracht, sie sind ganz gut reingestartet, die ersten zehn Minuten waren in Ordnung, dann hat sich das Spiel komplett gedreht. Die Chance geht wahrscheinlich de facto gegen Null. Keiner hat am Punkt abgeliefert, auf der anderen Seite unisono alle.“