Dauergast im Abstiegskampf: Gelingt Altach wieder die Rettung?
Für den SCR Altach ist der Auftakt in die Qualifikationsgruppe keine neue Erfahrung. Seit Einführung der Bundesliga-Reform in der Saison 2018/19 waren die Altacher dauerhaft im „unteren Playoff“ vertreten und mussten gegen den Abstieg spielen. Immer wieder gelang den Vorarlbergern aber die Rettung – Doch gelingt auch in diesem Jahr der Klassenerhalt?
Heute startet die Qualifikationsgruppe der ADMIRAL Bundesliga mit dem Duell Altach gegen LASK (ab 19 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport Austria 1 – streame das Spiel mit dem Sky X-Traumpass). Für Altach geht es in den kommenden zehn Runden wieder um das nackte Überleben. Punktgleich mit Aufsteiger GAK geht man dennoch mit der Roten Laterne in den Abstiegskampf.
Klar ist: Der Trainerwechsel von Joachim Standfest auf Fabio Ingolitsch hat noch keine Früchte getragen. Lediglich ein Sieg gelang unter dem Neo-Coach, die zwei weiteren in dieser Saison holten die Vorarlberger noch unter Standfest – allerdings in den Runden 2 und 3 im vergangenen August.
VIDEO: Der bisher einzige Sieg von Altach unter Ingolitsch
Gleichauf mit dem GAK
Seit der Ligareform gingen die Altacher bereits zwei Mal vom letzten Platz nach dem Grunddurchgang in die Qualifikationsgruppe – beide Male konnte das Horrorszenario Abstieg noch verhindert werden.
Was im Ländle Hoffnung macht: Mit dem GAK hat wohl der direkte Konkurrent um den Abstieg im Grunddurchgang ähnlich schwach performt. Beide Teams halten bei nur drei Siegen und sieben Remis – dem gegenüber stehen bereits zwölf Niederlagen. Die Grazer weisen sogar das leicht schlechtere Torverhältnis auf, liegen nur aufgrund der direkten Duelle vor den Vorarlbergern.

Altach war nur einmal schwächer
Nur einmal stand der Verein seit der Ligareform nach dem Grunddurchgang schlechter da als aktuell – in der Saison 2021/22. Damals ging man mit 13 Punkten aus den ersten 22 Runden in die Qualifikationsgruppe – 15 Niederlagen kassierten die Vorarlberger vor den letzten zehn Runden.
Der Abstiegskampf entwickelte sich in dieser Spielzeit auch zum Drama: Die Altacher fixierten erst am letzen Spieltag den Klassenerhalt – und blieben dank einem Punkt Vorsprung auf den Absteiger Admira in der ADMIRAL Bundesliga.
| Saison | Platz Runde 22 | Punkte Runde 22 | Endplatzierung | Punkte Runde 32 |
| 2018/19 | 11. (5. QG) | 9 P | 9. (3. QG) | 28 P |
| 2019/20 | 8. (2. QG) | 12 P | 8. (2. QG) | 26 P |
| 2020/21 | 10. (4. QG) | 10* P | 10. (4. QG) | 23* P |
| 2021/22 | 12. (6. QG) | 6* P | 9. (3. QG) | 22* P |
| 2022/23 | 12. (6. QG) | 8* P | 11. (5. QG) | 19* P |
| 2023/24 | 9. (3. QG) | 9* P | 10. (4. QG) | 21* P |
| 2024/25 | 12. (6. QG) | 8 P | ? | ? |
*= Vorteil bei Punktegleichstand, weil im Grunddurchgang bei der Punkteteilung abgerundet wurde
Auch Klagenfurt und WSG Tirol wohl noch dabei
Aber nicht nur Altach und der GAK werden den Abstieg unter sich ausmachen. Aufgrund der Punkteteilung müssen auch die WSG Tirol und Austria Klagenfurt noch um den Klassenerhalt zittern.
Punktetechnisch liegen die Klagenfurter und die Tiroler nicht weit vom Schlusslicht entfernt. Ein Sieg könnte Altach bereits reichen, um sofort auf den 3. Platz in der Qualifikationsgruppe zu springen. Jedoch haben sowohl das Team von Peter Pacult, als auch die Mannschaft von Philipp Semlic das berüchtigte Sternchen. Beide würden bei Punktegleichheit mit den Altachern und dem GAK also vorgereiht werden.
Im Ländle geht es also wieder einmal in den Abstiegskampf. In diesem Jahr werden vor allem die direkten Duelle mit dem GAK entscheidend sein, ob die Mission Klassenerhalt ein weiteres Mal gelingen wird.
Trainerwechsel im Saisonfinish: Keine Garantie auf den Klassenerhalt
Bild: GEPA
