Monaco Grand Prix Practice Action at La Rascasse at Formula One World Championship, WM, Weltmeisterschaft Rd6, Monaco Grand Prix Practice, Monte-Carlo, Monaco, Thursday 21 May 2015. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY dcd1521my230

Der Circuit de Monaco im Porträt

via Sky Sport Austria

Sainte-Devote, Mirabeau, Casino, Rascasse – allein die Kurvennamen in Monaco sind legendär und erzählen Geschichten von Triumphen und Tragödien. Kein Rennen im Formel-1-Kalender sticht so heraus wie die Jagd durch die Häuserschluchten des Fürstentums. Auf der kürzesten Strecke (3,337 km) werden die niedrigsten Durchschnittsgeschwindigkeiten des Grand-Prix-Jahres (rund 150 km/h) erzielt, und doch will jeder Fahrer dieses Rennen unbedingt gewinnen. 

Die Größten der Größten stehen in der Siegerliste und haben sich beim Fürst den Pokal abgeholt, drumherum werden Partys in den exklusiven Clubs und auf den Luxusyachten gefeiert. Sehen und gesehen werden. Der Aufbau der Strecke dauert sechs Wochen, 33 Kilometer Leitschienen werden angebracht, 20.000 Quadratmeter Fangzäune, die Tribünen-Konstruktionen wiegen zusammen mehr als 1000 Tonnen.

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Die einen schimpfen auf die Prozessionen von PS-Monstern durch viel zu enge Straßen, in denen Überholen eigentlich unmöglich ist. Die meisten aber lieben genau diese Faszination, die man nirgendwo sonst findet. Auslaufzonen sind schließlich Mangelware, jeder Fehler kann das Aus bedeuten. Die schmerzhafte Erfahrung mussten selbst Rekordsieger Ayrton Senna (sechs Monaco-Triumphe) und auch Michael Schumacher (fünf) machen.

Auch Tragödien sind Teil des Mythos Monaco. Beim Rennen 1955 landete Alberto Ascari mit seinem Rennwagen im Hafenbecken, er überlebte diesen Unfall wie auch zehn Jahre später Paul Hawkins. Längst sind Taucher im Einsatz – in der Hoffnung, nicht eingreifen zu müssen. 1967 starb Lorenzo Bandini an den Folgen eines Feuercrashs.

(SID) / Bild: Imago