Der Sky ABL-Talk in voller Länge

via Sky Sport Austria

Die Stimmen zur ersten Ausgabe des Admiral Basketball Bundesliga Talks exklusiv von Sky Sport Austria.

 (ABL-Präsident):

…über seine Zwischenbilanz zur Saison: “Wenn wir nach dieser Runde fünf Teams punktgleich an der Spitze haben, dann ist das die spannendste Meisterschaft seit sehr langer Zeit. Unser Claim ‘Achtung Hochspannung‘ wird Runde für Runde in die Realität umgesetzt.”

…zur Tatsache, dass es in den letzten sieben Jahren sieben verschiedene Meister gab: “Bei allen Klubs wird bei der Planung für die nächste Saison das Ziel Meister zu werden ausgegeben. Bei diesen Überlegungen spielt die Ausbildung der österreichischen Spieler eine zentrale Rolle. Diese Entwicklung gefällt mir. Die sukzessive Reduktion der Legionäre hat die Nachwuchsarbeit in den Klubs gefördert und dafür gesorgt, dass wir österreichische Leistungsträger haben deren Namen man mit Spitzenbasketball identifiziert.”

…über den österreichischen Basketball: “Wir haben im Basketball viele Mieselsüchtige, die den Erfolg kleinreden wollen. Die Liga befindet sich in einem sehr guten Entwicklungsprozess, es tut sich was im österreichischen Basketball.”

…über die Lizenzerteilung für die Fürstenfeld Panthers: “Es bleibt bei dem, was ursprünglich entschieden wurde. Fürstenfeld kann für diese Saison maximal vier Legionäre zum Einsatz bringen. Zusätzlich ist es notwendig, dass sie uns alle zwei Monate einen Statusbericht über die finanzielle Situation abliefern und das veranschlagte Budget muss zur Gänze in die laufende Meisterschaft investiert werden.”

…über eine mögliche weitere Legionärsreduktion: “In naher Zukunft kann ich mir keine weitere Reduktion vorstellen. Damit meine ich die nächsten zwei Jahre, was dann ist, darüber wird zu reden sein. Das Nachwuchsprojekt muss intensiver durchgesetzt werden, damit wir über eine weitere Reduktion reden können.”

…über die Knights im europäischen Wettbewerb: “Ich will, dass der österreichische Basketball weiterkommt. Es war eine richtige und wichtige Entscheidung, dass wir gesagt haben: der österreichische Meister muss international spielen und wir von der Liga unterstützen das auch finanziell, damit diese Hürden leichter zu nehmen sind. Es hat sich gelohnt und darauf bin ich stolz.”

 (Headcoach Güssing Knights):

…über die Qualität der Liga: “Auch der taktische Ansatz ist ein bisschen höher geworden und ich finde die Liga dieses Jahr besser als letztes Jahr.”

…über das Fehlen eines Serienmeisters: “Eine Rolle spielt die relativ geringe Anzahl an österreichischen Spitzenspielern. Eine Ansammlung von einheimischen Spitzenspielern in einem Verein ist kaum möglich und gibt es in Österreich schon länger nicht mehr. Für einen Serienmeister ist das Voraussetzung, auch in Europa wie man an Bamberg oder Barcelona sieht. Das ist ein Grund für die Ausgeglichenheit in Österreich.”

…über die Möglichkeit dauerhaft bei den Knights zu bleiben: “Es spricht nichts dagegen. Wie immer ist es eine Frage der Entwicklung, nicht nur die Mannschaft, auch der Verein muss sich entwickeln. Wir sind noch weit davon entfernt ein richtiger Profiverein zu sein. Wir haben uns viel von Kapfenberg abgeschaut und versuchen auch dahin zu kommen.”

…über eine mögliche weitere Legionärsreduktion: “Ich halte davon überhaupt nichts. Aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen wird es auch in den nächsten fünf Jahren nicht möglich sein, absolute Weltspitzenspieler nach Österreich zu holen. Es muss die Aufgabe eines jungen Österreichers sein, sich mit den Legionären zu messen und versuchen, diese zu übertrumpfen. Wir brauchen junge Spieler, die bereit sind für ihre Position zu kämpfen.”

…über die Doppelbelastung durch den europäischen Wettbewerb: “Wir sind eine semiprofessionelle Mannschaft mit dem Anspruch eine Profimannschaft zu werden und da dürfen zwei Spiele in der Woche keine Belastung sein. Das ist eine sehr gute Erfahrung.”

 (Headcoach bulls Kapfenberg):

…über die Knights als möglichen Serienmeister: “Bei Güssing haben sich junge Spieler völlig ohne Druck entwickeln und agieren können. Einmal Meister zu werden ist einfach, das zweite, dritte, vierte Mal wird schwerer. Eine Meisterschaft zu wiederholen ist ein wahres Meisterstück.”

…über den Vergleich zur Basketballlandschaft in Deutschland: “Wir machen in Österreich den Fehler, uns vor allen auf die Knie zu werfen. Bei uns machen die Coaches in den Spitzenteams eine ausgezeichnete Arbeit und produzieren gut ausgebildete Basketballer. Die Show ist vielleicht schöner, aber basketballspezifisch sind wir nicht so weit weg.”

…über eine mögliche weitere Legionärsreduktion: “Es ist ein Trugschluss: Ausländerreduktion und Förderung der einheimischen Spieler hat nichts miteinander zu tun. Ich frage mich, warum wir Ausländer reduzieren sollten. Von den zehn Mannschaften in der ABL nutzen nur zwei das Kontingent aus. Den jungen Leuten wird es zu leicht gemacht, sie müssen sich den Weg erkämpfen.”

…über die Chancen für Jakob Pöltl in der NBA zu spielen: “Für das, was er anstrebt ist das Wichtigste herausragendes genetisches Potential. Die NBA ist Menschenhandel und sucht genetisches Potential. Er hat eine super Chance, das Wichtigste ist jetzt das Netzwerk, über das er verfügt. Wenn er in die NBA kommt, kann das der Durchbruch für den österreichischen Basketball sein. Wenn wir einen NBA-Spieler haben und eine funktionierende Nationalmannschaft sind wir nicht mehr aufzuhalten.”

 (Sky Experte):

…über die Knights als möglichen Serienmeister: “Vom Setting her haben sie das Potential das neue Gmunden zu werden. Wenn man sich die Mannschaft und den Werdegang anschaut, sieht man gewisse Ähnlichkeiten.”

…über die Doppelbelastung für die Knights durch den europäischen Wettbewerb: “Eine Mannschaft kann das wegstecken, die Herausforderungen sind eher für den Trainerstab, weil man weniger trainieren kann.”

…über Jakob Pöltl: “Sich durch die Defensivarbeit einen Namen zu machen ist vielleicht die beste Strategie. Er hat es geschafft so auf den Radar zu kommen. Jetzt muss er offensiv noch ein bisschen zulegen.”