Die Schock-Momente beim GP von Österreich

via Sky Sport Austria

Der Grand Prix von Österreich am Red Bull Ring gehört von der Rundenzeit her eher zu den kürzeren Strecken im Rennkalender. Das ist jedoch nicht gleichbedeutend mit weniger Spannung – ganz im Gegenteil.

In der jüngeren Vergangenheit ist das Duell zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg in bester Erinnerung: 2016 liefern sich die beiden Silberpfeile einen packenden Fight bis in die letzte Runde – dort kracht es. Der Brite will seinen Teamkollegen in der Remus-Kurve außen überholen, Rosberg fährt sich beim Versuch zu blocken seinen Frontflügel am anderen Mercedes ab. Hamilton gewinnt das Rennen, Rosberg rettet mit beschädigtem Auto noch Platz vier ins Ziel.

Zwei Silberpfeile crashen in Spielberg? Das gab es schon einmal: 1999 gehen die beiden McLaren von Mika Häkkinen und David Coulthard aus Reihe eins ins Rennen. An derselben Stelle wie 2016 kommt es zur Kollision: Coulthard will innen am Finnen vorbei und dreht diesen um. Der WM-Leader fällt an die letzte Stelle zurück, kann sich aber noch auf Rang drei vorkämpfen. Eddie Irvine siegt in Abwesenheit des verletzten Michael Schumacher (Anm.: Beinbruch), Coulthard wird zweiter.

Foto/Getty Images

Die Remus-Kurve ist berüchtigt für viele Kollisionen, 2002 ereignet sich dort eine der schwersten. Nick Heidfeld verliert nach einem Fahrfehler bei 300 km/h sein Auto, das praktisch ungebremst in den Jordan von Takum Sato einschlägt. Wie durch ein Wunder bleiben beide Piloten aber beinahe unverletzt.

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In demselben Rennen feiert Ferrari den Skandalsieg in Spielberg. Rennleader Rubens Barrichello muss Michael Schumacher auf der Zielgerade passieren lassen. Der Brasilianer erzählt Jahre später in der brasilianischen TV-Sendung “Conversa com Bial” auf ‘TV Globo’: “An jenem Tag bin ich nach der Siegerehrung nicht zur Pressekonferenz gegangen, denn mir war schlecht. Ich habe an diesem Tag viel gekotzt – vor Wut.” Bereits ein Jahr zuvor hat Barrichello seinen Teamkollegen auf der Zielgerade vorbeiziehen lassen müssen – damals rutscht der Brasilianer von Rang zwei auf den dritten Platz ab.

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Nach der Rückversetzung von Lewis Hamilton (Anm.: Blockte Räikkönen) startet heute kein Mercedes aus der ersten Startreihe. Neben Pole-Setter Charles Leclerc geht Max Verstappen von Platz zwei ins Rennen, erst in Reihe zwei kommen die Silberpfeile, die sich bisher die Rennsiege in dieser Saison aufgeteilt haben. Sebastian Vettel nimmt das Rennen von Startplatz neun in Angriff. Für Spannung dürfte jedenfalls gesorgt sein.

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