Die Sky-Saisonvorschau: Rapid Wien

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Ab Freitag rollt der Ball wieder in der ADMIRAL Bundesliga (alle Spiele der ADMIRAL Bundesliga live auf Sky – mit dem Sky X-Traumpass unkompliziert den besten Livesport streamen)! Vor dem Saisonauftakt haben unsere Vereinsredakteure eine umfassende Vorschau zu ihrem jeweiligen Verein auf die Beine gestellt. Hier findet ihr die wichtigsten Infos über den SK Rapid, zusammengestellt von Vereinsredakteur Eric Niederseer.

Saisonziel

Auch wenn es der leidenschaftlichen Anhängerschaft wohl nicht zu schnell gehen kann, zu ruhm- und vor allem titelreichen Jahren zurückzukehren, so plant man in Wien-Hütteldorf sukzessive, kleine Schritte nach vorne. Das wichtigste Zwischenziel laut Zoran Barisic sei, das Meisterplayoff zu erreichen und bei einem erfolgreichen Abschneiden die Zielsetzung nochmals nachzubessern.

Im ÖFB-Cup soll die Reise ähnlich weit gehen wie vergangenes Jahr. Abgesehen vom sportlichen Erfolg ist es in den kommenden Spielzeiten wichtig, Transfererlöse und Gruppenphasen zu realisieren, um wirtschaftlich erfolgreicher zu werden.

Vorbereitung

Hört man sich im näheren Umfeld des SK Rapid um und schenkt man einigen Stimmen aus dem Mannschaftskreise Glauben, so dürfte dies eine der „härtesten und intensivsten Vorbereitungen aller Zeiten“ gewesen sein. Durch die Ergänzung des Trainerstabes mit Athletik-Coach Martin Mayer wurde intensiv an den physischen Grundvoraussetzungen gearbeitet. Ein weiterer Hauptaspekt lag vor allem darauf, die Intensität des Spiels, mit sowie ohne Ball zu maximieren.

Abgesehen von den teilweise durchwachsenen Testspielergebnissen, die genau dieser harten Arbeit geschuldet waren, gab es auch positive Nachrichten zu vermelden: U-21-Nationalspieler Leopold Querfeld ist nach seinem Seitenbandriss im Knie wieder voll belastungsfähig und feierte im Testspiel gegen Sigma Olmütz sein Comeback.

Der Bundesliga-Auftakt mit LASK vs. Rapid am Freitag ab 19:30 Uhr live auf Sky Sport Austria 1 – mit dem SkyX-Traumpass live dabei sein!

Transfers – Zu- & Abgänge:

NENAD CVETKOVIC (Innenverteidiger / FC Ashdod / Ablöse: € 900.000 / Vertrag bis 2026)

Durch die Verpflichtung des 1,95 cm großen Innenverteidigers konnte man eine der größten Planstellen schließen. Cvetkovic soll abgesehen von seiner kompromisslosen Spielweise eine Führungsrolle in der Mannschaft übernehmen, zählt u.a. durch sein optisches Erscheinungsbild, seine Kommunikation und Physis als Leitwolf. Seine Stärken sind solider Grundspeed, Führungsqualität, Luft- sowie Bodenzweikampf und spielerische Lösungen im Aufbau.

DENNIS KAYGIN (Rechtsaußen / FSV Mainz 05 / ablösefrei / Vertrag bis 2026 inkl. Option)
Der Offensivmann ist definitiv als Aktie für die Zukunft gedacht. Der Deutsch-Schwede hat hervorragende Anlagen, wird behutsam aufgebaut und sukzessive an das Profi-Niveau herangeführt werden. Die Stärken des Standardspezialisten ruhen im Torabschluss, der Zielstrebigkeit, präzisen Spielverlagerung und im Gegenpressing.

FALLY MAYULU (Sturm / FC Blau Weiß Linz / ablösefrei / Vertrag bis 2027)

Die Stärken des 1,95 cm großen Angreifers sind seine Athletik, Abschlussstärke und die Wucht, die er mitbringt. Mayulu gilt als interessante Investition in die Zukunft, erweitert die Offensive von Rapid um einen athletischen, dynamischen Zentrumsspieler und alternativ auch Außenbahnspieler, der den Ball aufgrund seiner Größe behaupten und verteilen kann.

MATTHIAS SEIDL (Zentrales Mittelfeld / FC Blau Weiß Linz / Ablöse: € 400.000 / Vertrag bis 2027)

Der „Spieler der Saison“ der abgelaufenen ADMIRAL 2.Liga-Saison (26 Spiele / 12 Tore / 3 Assists) kann insgeheim als Königstransfer von Markus Katzer bezeichnet werden. Seidl hat in der Vorbereitung gezeigt, dass er die erhoffte Verstärkung für Rapid sein kann. Er harmoniert optimal mit der Offensive und ist der Spieler für die kreativen Momente, den Rapid benötigt. Der Salzburger findet auf engstem Raum immer wieder Lösungen, setzt Mitspieler gekonnt in Szene und sucht selbst immer wieder den Abschluss.

MISTER X

„Das fehlende Puzzlestück“, das Rapid sucht und welches es so im aktuellen Kader noch nicht gibt, ist ganz klar die Position des zentralen, defensiven Mittelfeldspielers. Wünschenswert wäre ein Spieler, der Erfahrung und Routine ausstrahlt, weiß wann das Tempo angezogen werden oder beruhigt werden muss und der dem Spiel der Hütteldorfer eine gewisse Balance, Kontrolle und Spielstärke verleiht. Optimalerweise gar ein Akteur, der als Box-to-Box-Spieler fungiert, vor der Abwehrreihe abräumt, Gegenangriffe einleitet und selbst immer wieder den Abschluss sucht.

Abgänge:

  • Kevin Wimmer (Innenverteidiger / Slovan Bratislava / ablösefrei)
  • Rene Kriwak (Stürmer / FC Dordrecht / ablösefrei)
  • Dejan Petrovic (ZM / HNK Rijeka / ablösefrei)
  • Dragoljub Savic (LA/Slovan Bratislava / ablösefrei)
  • Bernhard Zimmermann (ST / Wolfsberger AC / Leihe mit Kaufoption)
  • Ferdy Druijf ( ST / PEC Zwolle / Leihe mit Kaufoption)
  • Pascal Fallmann (RV / SC Freiburg II / Leihe)
  • Christoph Knasmüllner (ZM / vereinslos / ablösefrei)
  • Lion Schuster (ZDM / vereinslos / ablösefrei)
  • Christopher Dibon (IV / SK Rapid II)

Kader

28 Akteure umfasst der derzeitige Kader von Barisic, der sechs Legionäre beinhaltet. Das Team ist mit einem Durchschnittsalter von 24,0 Jahren derzeit das fünftjüngste der Liga. Der Kaderwert beträgt derzeit € 22,78 Mio. und reiht sich im ligainternen Vergleich auf Rang vier ein. Der aktuell wertvollste Spieler ist Marco Grüll mit einem Marktwert von € 3,50 Mio.

Rising Star

Nicolas Bajilicz gehört seit dem Winter dem Profikader von Zoran Barisic an, wartet jedoch noch auf sein Pflichtspieldebüt. Der 19-Jährige fühlt sich auf der Position im Zentrum (8er/10er-Position) am wohlsten. Der 1,64 cm große, dribbelstarke Kreativgeist besticht durch einen herausragenden ersten Kontakt und findet auf engstem Raum immer wieder spielerische Lösungen. Er wird im internen Kreis gerne auch als typischer „Käfigkicker“ bezeichnet und gilt als Instinktfußballer/Zocker. Speziell gegen tiefstehende Mannschaften kann dies gold wert sein.

Sollte er sich schnell an das physische Niveau der Bundesliga anpassen, könnte er im weiteren Verlauf der Saison eine vielversprechende Option im Mittelfeld darstellen. Spätestens in den kommenden Saisonen traue ich ihm auf alle Fälle den Durchbruch zu.

„Ankick“-Tipp

Matthias Seidl sollte auf der zentral-offensiven Position im Mittelfeld gesetzt sein und deutete in der Vorbereitung bereits an, dass er die erhoffte Verstärkung sein kann. Aufgrund seines Auges für den Mitspieler und Stärken im Abschluss ist er eine vielversprechende Aktie für euer Ankick-Team.

Auch wenn Nicolas Kühn in seiner ersten Saison im Trikot der Hütteldorfer sein Potenzial nur phasenweise zeigen konnte, durch Verletzungen zehn Ligaspiele verpasste, traue ich ihm in der kommenden Spielzeit zu, ein elementarer Baustein im Offensivspiel zu werden. Die neue Nummer 10 des SK Rapid besticht durch Dynamik mit dem Ball am Fuß, Wendigkeit, Spielintelligenz und Dribbelstärke.

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Mögliche Aufstellung

Spielphilosophie

Dass sich die Spielphilosophie unter Cheftrainer Barisic in der kommenden Saison grundlegend ändern wird, ist kaum zu erwarten. Vor allem da man mit Burgstaller weiterhin den gewünschten, wuchtigen Zielspieler für Flanken im Strafraum-Zentrum hat und auf den Außenbahnen dieselben Spieler, die ihn füttern sollen.

Auch wenn in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit immer wieder an einer Dreier- bzw. Fünferkette getüftelt wurde, um flexibler zu sein, erscheint das altbewährte 4-2-3-1 wohl als primäre Grundformation. Durch die Verpflichtung von Seidl kommt nun ein Spieler hinzu, der ein Dreh- und Angelpunkt im Angriffsspiel werden kann und die Offensive mit Kreativität belebt.

Prognose

Ziel von Rapid muss es sein, in den kommenden Jahren Stück für Stück wieder an die „Big Player“ der Liga heranrücken, um sukzessive die Lücke zu Red Bull Salzburg und SK Sturm Graz wieder zu schließen. Tabellarisch eine Endprognose abzugeben, ist derzeit schwierig, hängt auch von den 2-3 Zugängen ab, die noch kommen werden.

Wichtig wird es sein, in den ersten fünf Runden eine Identität zu finden und einen guten Start hinzulegen. Bei optimalem Saisonverlauf ist ein 3. Rang nicht unrealistisch und wäre sicherlich als großer Erfolg einzustufen.