AMSTERDAM,NETHERLANDS,13.OCT.15 - SOCCER - UEFA European Championship 2016, European Qualifiers, Netherlands vs Czech Republic. Image shows the disappointment of Memphis Depay (NED). Photo: GEPA pictures/ Pro Shots/ Stanley Gontha - ATTENTION - COPYRIGHT FOR AUSTRIAN CLIENTS ONLY

Die Tops und Flops der EM-Quali

via Sky Sport Austria

Top: San Marino

Der Zwergstaat holte exakt einen Punkt in der laufenden EM-Qualifikation, die somit die erfolgreichste in seiner Geschichte ist. Das entsprechende Unentschieden gelang im Heimspiel gegen Estland im vergangenen Herbst.

 

Top: Mario Frick

Gegen Österreich bestritt der Kapitän der Liechtensteiner Nationalmannschaft sein 125. und somit letztes Länderspiel. Mit sagenhaften 41 Jahren beendete Frick unter dem Applaus im Ernst-Happel-Stadion seine Länderspielkarriere.

 

Flop: Manchester United Twitter

Seinen Spielern zu Erfolgen im Nationalteam zu gratulieren, ist ja schön und gut. Extra zu erwähnen, dass einer jener Spieler ungebraucht auf der Bank saß, schmälert den Glückwunsch dann schon ein wenig.

 

Flop: Igoris Pankratjevas

Trainerrücktritte gehören zum Fußball nun mal dazu. Igors Pankratjevas, Ex-Trainer der litauischen Nationalmannschaft, machte kurzen Prozess und sorgte wohl für eine der kürzesten Pressekonferenzen aller Zeiten. Ein paar Sekunden länger hätte sein Land aber doch verdient.

 

Top: Nordirland

Wer hätte das gedacht? Nordirland marschiert durch die EM-Qualifikation und schafft somit zum ersten Mal seit der WM 1986 den Sprung zu einem Großevent. Aus zehn Spielen holte das Team von Trainer Michael O’Neill rund um den verrückten Stürmer Kyle Lafferty starke 21 Punkte.

 

Top: England

Zehn Spiele, zehn Siege – die “Three Lions” schafften das Maximum auf ihrem Punktekonto. Ob es bei der EM auch so läuft wie geschmiert ist fraglich, zu oft waren die Leistungen der Engländer bei Großturnieren bereits enttäuschend. Der Spannung wegen hätten wir nichts gegen eine starke Elf unter Roy Hodgson.

 

Top: ÖSTERREICH

Natürlich ist unsere Nationalmannschaft das höchste der Gefühle bei den Highlights in dieser EM-Qualifikation. Durch diese Gruppe ungeschlagen zu marschieren, war eine großartige Leistung und hat das gesamte Land in Euphorie versetzt. Wir freuen uns auf Frankreich 2016!

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Top: Wales

Die Waliser qualifizierten sich souverän für die Endrunde in Frankreich. Angeführt von Real Madrid-Star Gareth Bale fixierte Wales bereits zwei Runden vor Schluss die Qualifikation für Frankreich 2016. Auch beim Feiern zeigten sich Bale, Ramsey und Co. EM-tauglich.

 

Flop: Serbien gegen Albanien

Das Quali-Spiel Serbien – Albanien im Herbst 2014 in Belgrad endete mit einem Skandal. Eine über dem Stadion schwebende Drohne mit einer nationalistischen albanischen Flagge von Groß-Albanien ließ die serbischen Fans ausrasten. Sie stürmten auf den Rasen, bewarfen die Gäste mit Feuerzeugen und Flaschen und griffen Spieler tätlich an. Das Match wurde abgebrochen. Mitte Juli sprach der Internationale Sportgerichtshof Albanien einen 3:0-Sieg zu.

 

Flop: Ausschreitungen in Glasgow

Erst vergangenen Freitag hat die UEFA ein Disziplinarverfahren gegen die Verbände Schottlands und Polen eingeleitet. Ursache sind Zwischenfälle beim Aufeinandertreffen der beiden Teams, aufgrund deren 21 Fans verhaftet wurden. Der Fall wird am 22. Oktober von der Kontroll-, Ethik- und Disziplinar-Kommission der UEFA verhandelt. Den Schotten wird zur Last gelegt, dass Anhänger nach dem 2:2 den Rasen des Hampden Parks gestürmt haben. Die Polen hätten sich mit Offiziellen geprügelt, Gegenstände geworfen und Feuerwerkskörper abgeschossen.

 

Flop: Hakenkreuz in Split

Im Qualifikationsspiel in Split zwischen Kroatien und Italien kam es zu einem kuriosen Zwischenfall. Während des Spiels wurde mitten auf dem Spielfeld ein Hakenkreuz sichtbar. In der Nacht vor dem Match, streuten zwei Männer eine Chemikalie auf das Spielfeld, die während dem Spiel sichtbar werden sollte. Ihr Motiv war es, dem kroatischen Verband rund um Davor Suker und Zoran Mamic zu schaden. Kroatien wurde aufgrund des Zwischenfalls mit einem Punkt Abzug und einer Geldstrafe bestraft.

 

Flop: Niederlande

Die Elftal verpasste die EM in Frankreich hinter der Tschechischen Republik, Island und der Türkei. Die auf Rang vier platzierten Stars um Wesley Sneijder und Robin van Persie ließen nur Kasachstan und Lettland hinter sich. Die 2:3-Pleite gegen die Tschechen am Dienstag in Amsterdam war symptomatisch für die ganze Qualifikation. Oranje fand einfach keinen Weg zurück ins Spiel, nachdem sie in Rückstand geraten war.

 

Top: Polens Offensivpower

Robert Lewandowski war mit 13 Treffern der erfolgreichste Torjäger der Qualifikation und stellte damit einen Rekord ein. So viele hatte zuvor nur der Nordire David Healy in den Ausscheidungsspielen für die EURO 2008, die in Österreich stattfand, erzielt. Lewandowskis Offensivpartner Arek Milik von Ajax war mit sechs Torvorlagen gemeinsam mit dem Slowaken Vladimír Weiss und dem Bosnier Senad Lulić bester Assistent. Tore und Assists zusammenaddiert, führt Lewandowski die Tabelle mit 17 Punkten (13 Tore + vier Assists) an, gefolgt von Milik mit 12 (sechs + sechs). Auf Platz drei findet sich Thomas Müller mit elf Punkten (neun + zwei). Bayerns Starstürmer “Lewy” hat mit 1,3 auch den besten Tordurchschnitt – Polen erzielte mit 33 Toren auch die meisten aller Länder.

 

Top: Gibraltar

Die Gibraltar Football Association war, obwohl kein Mitglied der FIFA, von Dezember 2006 bis Januar 2007 provisorisches Mitglied der UEFA und hatte diesen Status seit Oktober 2012 wieder inne, bis sie am 24. Mai 2013 als 54. vollwertiges Mitglied von der UEFA aufgenommen wurde. Gibraltar nahm erstmals an Qualifikationsspielen zur Fußball-Europameisterschaft teil, schaffte es zwei Tore (bei 56 kassierten) zu erzielen. Für den ersten Treffer zeichnete sich Lee Cascario bei der 1:6-Niederlage gegen Schottland am 29. März 2015 verantwortlich. Der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich war gleichzeitig das erste Pflichtspieltor für den Zwergenstaat. Gegen Polen gelang Gibraltar am 7. September 2015 beim 1:8 durch Jake Gosling der zweite Streich.