Dietmar Kühbauer: „Diese Spiele will ich nicht allzu oft sehen“

via Sky Sport Austria
  • Christian Ilzer: „Es hat richtig Spaß gemacht, meine Mannschaft hat mir Spaß gemacht und die tolle Atmosphäre“
  • Thomas Tebbich: „Für den Sommer kommenden Jahres wird die Luft sicher dünn werden“
  • Christoph Peschek: „Mehr als die Hälfte unseres Budgets ergibt der Spieltag, dort generieren wir unsere Erlöse, die wir benötigen, um unseren Geschäftsbetrieb entsprechend finanzieren zu können“
  • Andreas Schicker: „Sturm Graz braucht auch Spieler mit Verkaufspotenzial“
  • Ivan Ljubic: „Über 90 Minuten war es heute eine gute Leistung“
  • Hans Krankl: „Man sieht, dass Yusuf Demir schon sehr gut ist“
  • Alfred Tatar: „Es waren beide Mannschaften gleich nah dran am Sieg“

 

Der SK Puntigamer Sturm Graz und der SK Rapid Wien trennen sich mit 1:1. Die Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

 

SK Puntigamer Sturm Graz – SK Rapid Wien, 1:1 (0:0)

Schiedsrichter: Walter Altmann

 

Christian Ilzer (Trainer SK Puntigamer Sturm Graz):

…nach dem Spiel: „Es hat richtig Spaß gemacht, meine Mannschaft hat mir Spaß gemacht und die tolle Atmosphäre hier. Wir haben v. a. in der zweiten Halbzeit mit dem Führungstor nachgesetzt, aus dem Nichts hat Rapid das Tor gemacht, wir hatten ein leichtes Plus an Chancen, am Schluss hat uns Siebenhandl den Punkt festgehalten. Diese 3.000 Fans haben uns unglaublich unterstützt. Vom Gefühl her ist es ein Unterschied zum Sonntag, da waren wir sehr unzufrieden mit unserer Leistung, insgesamt war es heute ein richtig guter Auftritt. Wir müssen hart weiterarbeiten. Gegen einen guten Gegner war es heute eine sehr gute Leistung.“

 

Ivan Ljubic (SK Puntigamer Sturm Graz):

…nach dem Spiel: „Über 90 Minuten war es heute eine gute Leistung, am Ende nur ein Punkt. Am Ende gab es für beide Teams noch die Chance. Wir sind gut gestartet und haben über 90 Minuten nicht nachgelassen, sind ein gutes Tempo und 100 Prozent in die Zweikämpfe gegangen. So müssen wir weitermachen.“

 

Thomas Tebbich (Geschäftsführer Wirtschaft SK Puntigamer Sturm Graz):

…über die Zuschauerbeschränkung von 3.000 Zusehern und die finanziellen Folgen: „Es ist wirtschaftlich natürlich eine Katastrophe für uns. Ich kann keine Tageskarten mehr verkaufen und auch nicht alle Abonnenten ins Stadion bringen. Die letzten Tage waren sehr intensiv das gesamte Prozedere abzuwickeln, wer kommen darf und wer nicht. Das Worst-Case-Szenario war 5.000 Zuseher und jetzt sind es 3.000. Für den Sommer kommenden Jahres wird die Luft sicher dünn werden. Wir haben einen Liquiditätspolster, der ist aber endend wollend. Dann muss man schauen, wie sich das im Frühjahr hinaus entwickelt. Im Moment haben wir die Bestätigung der Sponsoren, dass sie zahlungskräftig und zahlungswillig sind. Diese Planungsunsicherheit ist natürlich extrem schwierig, es geht ja auch um den Fördertopf der Regierung. Ich hoffe, dass die Frist dafür zumindest bis 31.12. verlängert wird, damit wir mehr Planungssicherheit reinbekommen. Unser Konzept sieht 8.000 Zuseher für unser Stadion vor, die Abstände sind bei uns bis zu 8.000 die gleichen wie bei 3.000 Fans. Für mich ist nicht nachvollziehbar, dass es keine relative Zahl gibt. Für uns 8.000.“

 

Andreas Schicker (Geschäftsführer Sport SK Puntigamer Sturm Graz):

…in einem Sky-Videobeitrag: „Die Entwicklung von Spielern steht an oberster Stelle, da braucht man Zeit und Geduld, ich spüre von oberster Stelle, dass wir die kriegen. Fakt ist, dass ich von dem Weg überzeugt bin, ganz bewusst auf Verjüngung bei den Neuzugängen gesetzt habe. Sturm Graz braucht auch Spieler mit Verkaufspotenzial, von dem hat der Verein die letzten Jahre auch immer wieder gelebt, das ist einfach ganz wichtig.“

 

Dietmar Kühbauer (Trainer SK Rapid Wien):

…nach dem Spiel: „In der ersten Halbzeit habe ich wenig Positives gesehen, das war lethargisch. Sturm hat mit hohen Bällen versucht uns Probleme zu bereiten. Wir haben gewusst, dass Sturm heute aggressiv auftreten wird. Wir haben die hohen Bälle nicht gut verteidigt und so ist das Tor passiert, wir sind zurückgekommen und hätten noch gewinnen können. Grundsätzlich ist das Unentschieden gerecht. Diese Spiele will ich nicht allzu oft sehen. Wir brauchen kein Tor zu kriegen, um aufzuwachen.“

 

Christoph Peschek (Geschäftsführer Wirtschaft SK Rapid Wien):

…über die Zuschauerbeschränkung von 3.000 Zusehern und die finanziellen Folgen: „Gerade wir als der Publikumsmagnet schlechthin sind natürlich ganz massiv davon betroffen, wenn man normalerweise 20.000 Zuseherinnen und Zuseher begrüßen darf und dann sind es nur mehr 3.000, dann ist das schon gewaltig. Mehr als die Hälfte unseres Budgets ergibt der Spieltag, dort generieren wir unsere Erlöse, die wir benötigen, um unseren Geschäftsbetrieb entsprechend finanzieren zu können.“

 

Hans Krankl (Sky Experte):

…über Rapid: „Beide machen es hervorragend, Kara geht vom Tor weg, macht den Fersler und der Junge (Yusuf Demir, Anm.) macht das Tor. Man sieht, dass Yusuf Demir schon sehr gut ist. Er ist sehr jung, ich denke, der Didi (Kühbauer) wird ihn gut aufbauen. Nur mit Spielen kann so ein junger Spieler besser werden.“

 

Alfred Tatar (Sky Experte):

…über das Spiel: „Rapid ist unzufrieden, wenn man auswärts ein X holt, die Leistung war auch schlecht. Rapid orientiert sich mehr nach oben, man verfällt nicht in eine Selbstzufriedenheit, wenn man in Graz Unentschieden spielt. Es waren beide Mannschaften gleich nah dran am Sieg. Das heutige Spiel von Sturm im defensiven Bereich war sehr aktiv, was das Attackieren betrifft. In der zweiten Hälfte waren bei Sturm nach Ballgewinn vier, fünf Spieler im Angriffsverbund dabei. Das zeigt mir, dass da schon ein gewisser neuer Wind da ist. Der Start ist für Sturm psychologisch geglückt, auch wenn es nur zwei Unentschieden waren. Man hat das Publikum wieder ins Boot geholt. Es hat ein Team gesehen, dass Gas geben will und kann.“