Dortmund will Platz zwei – Frankfurt im EC-Rennen unter Druck

Borussia Dortmund will in der deutschen Fußball-Bundesliga als Vizemeister durchs Ziel gehen. Bereits am Freitag (20.30 Uhr – live auf Sky Sport) bietet sich im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt die Chance, Rang zwei einzuzementieren. Das wäre auch ein nettes Abschiedsgeschenk für Niklas Süle. Der 30-Jährige beendet nach dieser Saison seine Karriere, wie er im Podcast „Spielmacher“ von „360Media“ bekanntgab. Die Frankfurter liegen als Achter außerhalb der Europacupränge, sind daher unter Druck.

Dortmund hat zwei Runden vor Schluss einen Vorsprung von fünf Punkten auf RB Leipzig, die Ausgangssituation für ein Saisonende als bestes Team nach dem unantastbaren Meister Bayern München ist daher sehr rosig. Nach Wunsch lief es zuletzt allerdings nicht mehr. Drei der jüngsten vier Partien endeten mit einer Niederlage, darunter zuletzt das 0:1 bei Borussia Mönchengladbach. ÖFB-Ass Marcel Sabitzer war da immer in der Startelf, woran sich auch nichts ändern sollte. Nur als Zuschauer wird Abwehrspieler Süle agieren. In einer verletzungsgeplagten Saison spielte er nur in zwölf Pflichtspielen. Eine am 18. April erlittene Knieverletzung sorgte nun für seinen Entschluss, komplett aufzuhören.

Süle spielte 299 Mal in der Bundesliga, für das DFB-Nationalteam war er 49 Mal im Einsatz. Nach seiner Zeit bei 1899 Hoffenheim wechselte der Innenverteidiger im Sommer 2017 zum FC Bayern und wurde mit den Münchnern fünfmal Meister, zweimal Cupsieger und triumphierte 2020 auch in der Champions League. Seit Sommer 2022 trägt er das BVB-Dress. Sein Vertrag bei den Dortmundern wäre mit Saisonende ohnehin ausgelaufen.

Riera konnte nicht überzeugen

Bei Frankfurt könnte das Engagement des spanischen Coaches Albert Riera im Falle einer Niederlage eventuell noch vor der letzten Runde zu Ende gehen. Zuletzt hatten die Vereinsverantwortlichen nach dem 1:2 gegen den Hamburger SV ein klares Bekenntnis vermieden. Unter dem erst Anfang Februar verpflichteten Riera gab es in zwölf Partien vier Siege, vier Remis und vier Niederlagen. Das entspricht im Durchschnitt 1,33 Punkten pro Begegnung. Zum Vergleich: Vorgänger Dino Toppmöller holte in dieser Saison durchschnittlich 1,5 Zähler.

Ein Punkt fehlt der Eintracht auf den Siebenten SC Freiburg, der auf dem Platz liegt, der zur Teilnahme an der Conference League berechtigt. Sollten die Frankfurter diese nicht erreichen, würden sie erstmals seit 2020/21 nicht in einem europäischen Wettbewerb vertreten sein.

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(APA)/Beitragsbild: Imago