Dragovic-Sperre: Austria Wien legt Protest ein
Nach seiner verbalen Entgleisung nach dem Cup-Aus der Wiener Austria gegen den TSV Hartberg (0:1) ist Aleksandar Dragovic für drei Spiele (ein Spiel davon bedingt) gesperrt worden. Damit würde der Abwehrchef den Veilchen im Heimspiel gegen den WAC am Sonntag (ab 16:30 Uhr live auf Sky Sport Austria 1 – mit SkyX live streamen) und nächste Woche im Wiener Derby bei Rapid fehlen.
Das gab der Strafsenat 1 der österreichischen Bundesliga am Donnerstag bekannt (alle Infos). Außerdem wurde Dragovic eine weitere Partie bedingt gesperrt. Offizielle Begründung ist „Beleidigung eines Spieloffiziellen“.
Auf der Spieltags-Pressekonferenz am Freitag bestätigte nun Austria-Wien-Pressesprecher Ralph Schön, dass die Veilchen Protest gegen das Urteil des Strafsenats einlegen werden.
„… dann müssen wir es akzeptieren“
Das sagt Austria-Trainer Stephan Helm auf der PK über seinen Routinier: „Der Drago wirft alles rein. Er will und kann das auch und nimmt sehr viel Verantwortung auf seine Schultern. Wir haben natürlich Spieler, die das eh mit ihm mittragen, aber das zeigt natürlich auch, mit welcher Leidenschaft er in jedes Spiel geht. Und deswegen muss ich ihn auch, was das betrifft in Schutz nehmen. Er war in der Emotion direkt nach dem Abpfiff. Er weiß, dass er das natürlich besser lösen kann. Drago hat in seiner langjährigen Karriere erst zwei Rote Karten bekommen. Eine als 18-Jähriger für ein Foul und irgendwann dazwischen noch eine. Von daher hat er es mehr als unter Beweis gestellt, dass er alles andere als ein Serientäter ist. Und deswegen glaube ich, wenn man unbescholten ist: Der in seinem Leben noch nie in der Emotion was gemacht hat, was er nachher bereut hat, werfe den ersten Stein.“
„Wenn es möglich ist, habe ich Hoffnung, dass es auf Verständnis trifft. Wenn es laut den Regularien nicht möglich ist, dann müssen wir es akzeptieren“, so Helm über die Erfolgschancen des Protests.
Helm über Dragovic direkt nach dem 0:1 gegen Hartberg: „Natürlich darf ihm das nicht passieren“
(Red.) / Bild: GEPA
