Dreifachsieg der Herren: Österreichische Rodler zum Weltcup-Auftakt unschlagbar

Österreichs neu aufgestelltes Team im Kunstbahn-Rodeln hat am Samstag in Innsbruck-Igls eine fast unglaubliche Demonstration seiner Stärke abgeliefert. Nachdem Selina Egle/Lara Kipp im neuen Olympia-Bewerb Frauen-Doppelsitzer die erste Weltcuppremiere gewonnen hatten, legte Madeleine Egle im Einsitzer mit ihrem sechsten Weltcupsieg nach. Den Vogel schossen aber die Männer-Doppelsitzer mit einem von Juri Gatt/Riccardo Schöpf angeführten Triple-Sieg ab.

Die beiden feierten von Halbzeitrang zwei aus ihren Weltcup-Premierensieg, indem sie die Halbzeit-Leader Thomas Steu/Lorenz Koller um 0,079 Sek. auf Rang zwei verwiesen. Yannick Müller/Armin Frauscher wurden nur vier tausendstel Sekunden dahinter Dritte. Die erfolgsverwöhnten Deutschen Tobias Wendl/Tobias Arlt (+0,106) und Toni Eggert/Sascha Benecken (+0,133) mussten sich als Vierte und Fünfte hinten anstellen.

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„Man kennt sich gar nicht aus, was jetzt los ist. Es ist pure Freude“, jubelte Gatt im ORF-Interview über den Coup. „Wir haben probiert, so cool wie möglich zu sein. Dass es jetzt ein Dreifachsieg ist, ist einfach richtig cool.“ Schöpf merkte an, dass viele Freunde und Verwandte den Triumph an den Bahn miterlebten: „So etwas ist brutal schön.“

Steu/Koller trauerten dem verpassten Sieg überhaupt nicht nach, nach einem Fehler am Start des zweiten Laufs hatten sie nicht mehr mit einem Podestplatz gerechnet. „Ein Dreifachsieg ist richtig geil“, war Steus Reaktion. Koller hob die „sensationelle Arbeit“ im ÖRV-Team hervor, indem seit dem Frühjahr auch der deutsche Dreifach-Olympiasieger Georg Hackl werkt. „Der Speed ist da.“ Müller wiederum gab an, dass er und Frauscher vom siebenten Halbzeitrang aus den Triplesieg für möglich gehalten hatten. „Uns haben da als Siebenten nur vier Hundertstel auf die Dritten gefehlt.“

Weltcup-Auftakt gelungen: Madeleine Egle feiert Sieg in Innsbruck

(APA) / Bild: GEPA