Drittes Viertelfinale in Folge: Thiem wieder nah an Top-150
Achtelfinale beim Challenger in Salzburg, Viertelfinale in Baastad, Halbfinale in Gstaad. Mit seinem dritten Viertelfinale auf der ATP Tour en suite in Kitzbühel hat Dominic Thiem weiter seinen Aufwärtstrend bestätigt. Sollte sich der frühere Weltranglisten-Dritte auch am Freitag (nicht vor 15.00 Uhr) gegen Yannick Hanfmann (ATP-140.) durchsetzen, pirscht er sich schon wieder an die ersten 150 heran. Gelingt ihm der nicht unmögliche Titel, kratzt er an der Top-100-Rückkehr.
Ein Schlüssel dazu in den vergangenen Wochen waren auch viele knapp gewonnene Matches, teils mit Abwehr von Matchbällen oder Satzbällen. „Man muss ehrlich sagen, dass viele Matches auch in meine Richtung gegangen sind, die genauso gut in die falsche gehen hätten können“, weiß Thiem, dass er teilweise da auch Glück hatte.
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Viel wichtiger für ihn ist sein körperlicher Zustand trotz der Anstrengungen der vergangenen Wochen. „Das Gute ist, dass körperlich alles passt, auch das Handgelenk. Das erste Mal so viele Matches hintereinander und es wird statt schlechter immer besser. Das ist ein sehr gutes Zeichen“, meinte er erfreut.
Unterstützt von seiner Bank mit Coach Nicolas Massu, Manager Galo Blanco, Bruder Moritz, seiner Mutter und auch seiner Freundin Lili Paul-Roncalli hofft Thiem, dass die Kitzbühel-Reise auch am Donnerstag weitergeht. Dass seit kurzem testweise erlaubte Coaching, das übrigens nur einseitig sein darf – also keine Konversation -, wertet Thiem übrigens nicht so hoch.
„Es hat sich nicht viel geändert. Wenn wir ehrlich sind, es hat jeder schon immer reingecoacht, halt versteckt“, sagte er schmunzelnd. „Jetzt kann man es offen machen.“ Früher wurde dies von der ATP auch bestraft.
Für andere ist aufgrund der tollen Stimmung auf dem Center Court eine Verständigung auch weiterhin nur mit Gesten möglich. „Gebrauch davon habe ich nicht gemacht, weil es im Stadion so laut ist“, meinte etwa der ausgeschiedene Jurij Rodionov dazu.
Mit Filip Misolic, der erst am Abend seinen Viertelfinal-Gegner erfuhr, konnte sich Thiem richtig mitfreuen. „Ich habe ihn das erste Mal in Salzburg gesehen, da hat er schon echt gut gespielt. Es ist ein sensationelles Zeichen, wenn er da im Viertelfinale steht von einem ATP-Turnier. Wir brauchen das wirklich, ich hoffe, dass für ihn die Reise noch nicht zu Ende ist.“
(APA) / Bild: GEPA
