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Eine Gams zum Behalten – Mayer erlebt in Kitz “riesiges Gefühl”

via Sky Sport Austria

Matthias Mayer ist nicht nur der Mann für große Rennen, sondern ein großzügiger noch dazu. Die Gams, die er als Super-G-Zweiter am Freitag in Kitzbühel gewann, schenkte er seinem Abfahrtstrainer Sepp Brunner. Und hatte dem ungläubig Staunenden angekündigt, er werde sich schon nochmals eine holen. Dies setzte er am Samstag mit dem Abfahrtstriumph gleich in die Tat um.

Ein Erfolg, der sich in eine Reihe großer Siege einreihte. 2014 in Sotschi wurde Mayer Olympiasieger in der Abfahrt, 2018 in Pyeongchang gelang ihm dies im Zeichen der Fünf Ringe im Super-G. Von seinen acht Weltcupsiegen feierte er zwei in Kitzbühel (Super-G 2017 und nun Abfahrt 2020), sowie zwei beim Speed-Double 2015 in Saalbach-Hinterglemm, womit ihm eine künftige WM dort auch ganz gut liegen könnte.

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“Das fällt schon auf, dass ich mir die guten Rennen ein bisschen aussuche zum Gewinnen. Fällt mir mittlerweile auch schon auf. Ich wüsste nicht, was ich anders mache. Ich probiere eigentlich überall, in jedem Rennen, an jedem Wochenende, meine beste Leistung abzurufen. Vielleicht ist es etwas, was ich halt habe. Und was ich sehr gern tue. Natürlich müssen die Hundertstel mitspielen und auf der richtigen Seite liegen”, sagte der 29-Jährige.

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Während seiner Fahrt am Samstag habe er nie an die Zeit gedacht, er habe für jede Kurve, für jeden Meter einen Plan gehabt, den er durchziehen wollte. “Aber als ich über den Zielsprung gehüpft bin und links und rechts die Bengalos aufgehen gesehen habe, habe ich mir gedacht, uh, das könnte schnell sein, sonst würden die nicht brennen.”

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Es sei eine gewaltige Fahrt gewesen, er sei voll zufrieden. “Es ist das Rennen der Rennen für Abfahrer, dass es so ausgegangen ist mit dem gewaltigen Podium, ist unglaublich schön. Ein riesiges Gefühl.” Auf Platz zwei folgten ex aequo Vincent Kriechmayr und der Schweizer Beat Feuz.

Platz zwei im Super-G hatte Mayer am Vortag voll genossen, aber nach der Siegerehrung damit abschließen können. “Ich habe mich sehr gut auf die Abfahrt vorbereiten können, ich war anscheinend genug fokussiert.” Beim Kräfteeinteilen habe er eine gute Routine bekommen, es sei nicht selbstverständlich, aber es gelinge ihm sehr gut.

Um den Stand im Gesamtweltcup weiß er, mit den Slaloms am Sonntag und Dienstag werde das nicht lange halten, mutmaßte der Kärntner. Mayer liegt als Zweiter acht Zähler hinter dem Norweger Aleksander Aamodt Kilde, einen vor dessen Landsmann Henrik Kristoffersen und 50 vor dem Franzosen Alexis Pinturault.

Mayer als Großzügiger Gämse-Verschenker

Zurück zur Gams. Alle zuvor gewonnenen (vier bis zu den Rennen heuer/Anm.) habe er an “jemanden Speziellen” weitergeschenkt, erzählte Mayer. “Als mich Sepp nach dem Super-G beim Abendessen gefragt hat, was ich mit der Gams mache, habe ich gesagt, gut dass du mich fragst, jetzt schenke ich sie dir. Er hat gemeint, die kannst du mir nicht geben, aber ich habe gesagt, es geht sich aus, dass ich mir noch einmal eine hole. Die behalte ich mir dann.”

Auch die Olympiamedaillen sind bei ihm Zuhause. “Trophäenschrank habe ich aber keinen. Die Olympiamedaillen sind in einer Schublade. Ich will nichts im Wohnzimmer rumstehen haben. Ich fahre einfach gerne Ski. Aber vielleicht mache ich in der Garage mal ein Kastl.”

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(APA)

Bild: GEPA