„Eines der grausamsten Spiele“: ÖFB-Spieler hadern mit EM-Aus
Für das österreichische Nationalteam ist die EM 2020 nach einer 1:2-Niederlage gegen Italien beendet. Bei den ÖFB-Profis war der Ärger unmittelbar nach Schlusspfiff groß.
„Es ist nicht nur eines der grausamsten Spiele meiner Karriere, sondern für Fußball-Österreich ein absolut bitteres und unverdient“, sagt Torschütze Sasa Kalajdzic im anschließenden Interview. Auch Kapitän David Alaba reagierte auf das Achtelfinal-Aus frustriert: „Letzten Endes wurden wir für diese Leistung, diese komplette Endrunde nicht belohnt. Das ist sehr bitter. Wenn man sich das Spiel heute anschaut, dass tut sehr weh.“
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Reaktionen zum EM-Achtelfinale:
Sasa Kalajdzic (Österreich/Angriff): „Es ist nicht nur eines der grausamsten Spiele meiner Karriere, sondern für Fußball-Österreich ein absolut bitteres und unverdient. Eigentlich hätten wir gewonnen, wenn nicht Marko mit dem Zeh im Abseits gestanden wäre. Wir haben versucht, ein Tor zu schießen, sie haben uns ausgekontert. Es war kein verdienter Sieg Italiens, wir waren mindestens ebenbürtig. Es war toller Fußball. Jeder einzelne Österreicher kann stolz sein auf die Leistung. Kleinigkeiten haben das Spiel entschieden. Nach dem 0:1 waren wir komplett offen, sie haben es ausgenutzt. Wir hätten uns ein Elfmeterschießen verdient. Kleinigkeiten haben es entschieden.“
David Alaba (Österreich/Abwehr): „Das in Worte zu fassen, ist im Moment gerade wirklich nicht einfach. Wir können stolz auf uns sein, auch Österreich kann stolz auf uns sein. Letzten Endes wurden wir für diese Leistung, diese komplette Endrunde nicht belohnt. Das ist sehr bitter. Wenn man sich das Spiel heute anschaut, dass tut sehr weh.
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Ich habe das 1:0 von uns noch gar nicht gesehen, ich weiß nicht, wie viel der im Abseits war. Das passt alles zusammen, wenn wir mit 1:0 in Führung gehen, bringen wir das nach Hause. Italien bringt eine Qualität mit, aber man hat auch gesehen, dass sie mit der Zeit immer mehr Respekt vor uns hatten. Wir haben Mut und Willen bewiesen, die Einstellung hat zu 100 Prozent gepasst. Da geht es um Kleinigkeiten, die ein, zwei Prozent haben gefehlt.
Wir hatten gute Lösungen, zwei, drei Spielsysteme, die wir angewendet haben. Wir haben gemerkt, dass die Italiener nervöser wurden, sie bis zu einer gewissen Zone kommen haben lassen, dann nicht vorbeigekommen sind. Man hat gesehen, dass wir auch unsere Chancen haben.“
Florian Grillitsch (Österreich/Mittelfeld): „Momentan sind wir sehr enttäuscht, weil wir die Italiener am Rande einer Niederlage hatten. Kleine Prozentpunkte haben gefehlt. Bitter, dass das Tor von Marko ganz knapp Abseits war. Es überwiegt die Enttäuschung, aber wir können auch richtig stolz sein, wir haben gegen sehr gute Italiener sehr gut mitgehalten. Jetzt stehen wir mit leeren Händen da, das ist natürlich bitter. Aber jetzt wissen die Italiener, dass wir Österreicher auch Fußball spielen können. Das Spiel war enorm kräftezehrend.“
(APA).
Beitragsbild: Imago.
