Der Dorfverein aus Elversberg hat Geschichte geschrieben und sich den Traum von der deutschen Bundesliga erfüllt.

Elversberg gelingt Premieren-Aufstieg – Düsseldorf stürzt in die dritte Liga ab

Der Dorfverein aus Elversberg hat Geschichte geschrieben und sich den Traum von der deutschen Bundesliga erfüllt.

Die Saarländer bezwangen Absteiger Preußen Münster am letzten Spieltag mit 3:0 (2:0) und erreichten den vorläufigen Höhepunkt ihres Fußballmärchens. Das Team von Trainer Vincent Wagner ließ im Dreikampf mit den zuvor punktgleichen Hannover 96 und Darmstadt 98 nichts mehr anbrennen und machte den größten Erfolg der Vereinsgeschichte perfekt.

Bambasé Conté (10.) und David Mokwa (14./66.) sorgten mit ihren Treffern für den dritten Aufstieg innerhalb von nur fünf Jahren. Die 12.800-Seelen-Gemeinde Spiesen-Elversberg wird damit zum kleinsten Standort der Bundesliga-Geschichte und löst Unterhaching mit seinen 22.000 Einwohnern ab. In der kommenden Spielzeit müssen die Stars von Bayern München oder Borussia Dortmund an die Kaiserlinde.

Paderborn kämpft in Relegation um Aufstieg

Der SC Paderborn hat die Hoffnung auf den dritten Aufstieg gewahrt – und fordert nun den VfL Wolfsburg in der Relegation. Durch ein 2:0 (1:0) bei Darmstadt 98 sprang das Team von Trainer Ralf Kettemann am 34. Zweitliga-Spieltag noch von Tabellenplatz vier auf Relegationsrang drei.

Stefano Marino (6.) und Sven Michel (89.) trafen in Darmstadt für die Paderborner, Filip Bilbija (62.) schoss einen Foulelfmeter an die Latte. Am Donnerstag treten die Ostwestfalen nun im Relegations-Hinspiel beim Tabellen-16. der Bundesliga in Wolfsburg an, am Pfingstmontag folgt das Rückspiel in Paderborn (beide 20.30 Uhr).

Düsseldorf steigt ab – Fürth in der Relegation

Absturz statt Aufstieg: Fortuna Düsseldorf muss am Ende einer desaströsen Saison nach 17 Jahren zurück in die Drittklassigkeit. Die Rheinländer, die mit dem klaren Ziel Aufstieg in die Zweiligasaison gestartet waren, verloren am 34. Spieltag beim Verfolger Greuther Fürth 0:3 (0:3) und wurden vom rettenden Platz 15 noch auf Rang 17 durchgereicht.

Fürth hingegen erreichte zumindest noch den Relegationsplatz und spielt kommenden Freitag (20.30 Uhr) auswärts sowie am 26. Mai gegen den Drittliga-Dritten Rot-Weiss Essen um den letzten freien Platz in der Bundesliga-Saison 2026/27. Preußen Münster stand zuvor schon als Absteiger fest.

Hannover verpasst Aufstieg

Kein Sieg, kein Aufstieg: Hannover 96 hat im finalen Showdown folgenschwer gepatzt und muss weiter auf die Rückkehr in die Bundesliga warten. Durch das 3:3 (2:1) gegen den 1. FC Nürnberg rutschten die Niedersachsen vom Relegationsrang noch auf den undankbaren vierten Tabellenplatz ab.

Bis zuletzt hatte die ganze Stadt sogar auf den direkten Aufstieg gehofft, doch Hannover scheiterte am letzten Spieltag an sich selbst. Der unnötige Patzer gegen die Franken reichte letztlich nicht mal für Rang drei – weil die Konkurrenz ihre Spiele gewann. Kolja Oudenne (30.), Waniss Taibi (45.) und Stefan Teitur Thordarson (51.) sorgten in Hannover für die Treffer des Heimteams, Mohamed Alì Zoma (25./47.) und Luka Lotschoschwili (84.) trafen für den FCN, der die Saison im Tabellenmittelfeld beendet.

Schalke krönt Aufstieg

Meister Schalke 04 hat seine überragende Saison mit einem Sieg gekrönt – und Eintracht Braunschweig damit beinahe in die Abstiegs-Relegation geschickt. Vor der Übergabe der Schale besiegte das Team von Trainer Miron Muslic dank des Treffers von Adil Aouchiche (35.) die Eintracht mit 1:0 (1:0), Braunschweig blieb nur aufgrund des besseren Torverhältnisses über dem Strich.

Magdeburg gerettet

Der 1. FC Magdeburg hat seinen starken Schlussspurt veredelt und die Klasse gehalten – trotz einer Niederlage zum Abschluss. Das Team von Trainer Petrik Sander unterlag am letzten Spieltag gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 0:1 (0:0), profitierte aber von seinem Polster und Niederlagen einiger Rivalen. Marlon Ritter (63., Handelfmeter) erzielte den Treffer für den FCK.“Alle wissen, dass noch ein Schritt zu gehen ist. Das merkt man der Mannschaft auch an“, hatte FCM-Coach Petrik Sander gesagt. Die Grundlage für den Ligaverbleib legte der schwach in die Saison gestartete einstige Europapokalsieger in den vergangenen Wochen mit fünf Siegen aus sieben Spielen. So geriet der Klub aus der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts gegen den FCK, der seine Aufstiegshoffnungen in den vergangenen Wochen begraben musste, letztlich nicht mehr in Gefahr.

(SID)

Bild: Imago