Elversberg überrollt Paderborn – Hannover patzt im Aufstiegsrennen
Die SV Elversberg hat ihre Aufstiegsträume am Leben gehalten und Schalke 04 vorzeitig zum Zweitliga-Meister gekrönt.
Die SVE gewann den Aufstiegskracher gegen den SC Paderborn dank einer furiosen ersten Halbzeit mit 5:1 (4:0) und zog mit 59 Punkten am SCP (58) vorbei auf Platz zwei.
Schalke, das mit dem 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf am Samstagabend vorzeitig den Aufstieg klargemacht hatte, liegt dank der Pleite von Verfolger Paderborn zwei Spiele vor Saisonende mit 67 Punkten uneinholbar vorne und kehrt damit wie 2022 als Meister in die Bundesliga zurück. Die Schale für S04 wird es am letzten Spieltag (17. Mai) gegen Eintracht Braunschweig geben.
Maximilian Rohr (4.), David Mokwa (18.), Lukas Petkov mit einem Doppelpack (28./42.) und Raif Adam (90.+3) brachten Elversberg auf die Siegerstraße – und sorgten auf Schalke nach einer langen Partynacht schon zur Pause für weitere Jubelstürme. Calvin Brackelmann traf für Paderborn (65.). SC-Stürmer Steffen Tigges sah spät die Gelb-Rote Karte (90.+5).
Hannover patzt
Hannover 96 hat im Aufstiegsrennen unerwartet gepatzt. Die zuletzt so formstarken Niedersachsen kamen am 32. Spieltag gegen Schlusslicht Preußen Münster nicht über ein 3:3 (2:2) hinaus und verpassten den Sprung auf den direkten Aufstiegsplatz zwei. 96 ist zumindest weiter Dritter und würde damit die Relegation erreichen. Münster hat trotz des Achtungserfolgs nur noch theoretische Chancen auf die Rettung.
Die zunächst sehr effektiven Preußen waren durch Imad Rondic (25.) und Shin Yamada (39.) in Führung gegangen, 96 konterte aber noch vor der Pause durch Mustapha Bundu (45.+1, 45.+4). Nach dem Seitenwechsel sorgte dann Stefan Thordarson mit einem traumhaften Weitschuss (85.) für die Führung der Roten – doch Jorrit Hendrix (90.+3) crashte die Party.
Wieder kein Sieg: Darmstadt kann Aufstieg abhaken
Darmstadt 98 hat seine letzte Minimalchance auf den Aufstieg verspielt und kann für ein weiteres Jahr in der zweiten Liga planen. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt verlor am Sonntag mit 1:2 (0:0) beim Karlsruher SC und musste die Spitzengruppe zwei Spieltage vor Saisonende endgültig ziehen lassen.
Marvin Wanitzek (58.) mit einem direkt verwandelten Freistoß und Shio Fukuda (86.) sorgten für die siebte sieglose Liga-Partie der Darmstädter in Serie, Isac Lidberg (70.) hatte zwischenzeitlich ausgeglichen. Weil sich der KSC dadurch endgültig den Klassenerhalt sicherte, haben die verbleibenden beiden Spieltage für beide Teams keine größere Bedeutung mehr.
Kein Gewinner im 276. Franken-Derby
Die SpVgg Greuther Fürth hat im 276. Frankenderby gegen den 1. FC Nürnberg einen weiteren Dämpfer im engen Abstiegskampf hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Heiko Vogel kam im prestigeträchtigen Duell gegen den Erzrivalen nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und bleibt zwei Spieltage vor Schluss auf einem Abstiegsplatz. Allerdings ist das Kleeblatt vor den abschließenden Saisonspielen bei Hertha BSC und gegen Fortuna Düsseldorf punktgleich mit der Konkurrenz.
Torjäger Noel Futkeu brachte die SpVgg, die zuletzt 1997 drittklassig gewesen war, im ausverkauften Ronhof in Führung (14.). Für den Torjäger, der im Sommer zu Bundesligist Eintracht Frankfurt wechselt, war es bereits der 17. Saisontreffer. Fabio Gruber (45.+3) glich für das bereits gerettete Team von Miroslav Klose aus. Fürth holte somit aus den vergangenen sechs Spielen nur fünf Punkte.
Magdeburg holt Big Points im Abstiegskampf
Der 1. FC Magdeburg hat im Abstiegskampf wichtige Punkte eingefahren. Die Mannschaft von Trainer Petrik Sander setzte sich gegen Hertha BSC mit 1:0 (0:0) durch. Die Magdeburger klettern damit vorerst auf Tabellenplatz 14 und haben nun zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. Das einzige Tor des Tages erzielte Laurin Ulrich in der 61. Minute.
Hertha hingegen bleibt nach der Niederlage im vierten Spiel in Folge ohne Sieg. Nachdem die Aufstiegsambitionen bereits zuletzt mit dem 0:1 gegen Holstein Kiel endgültig ad acta gelegt worden waren, droht Hertha nun auch den Anschluss an Platz fünf zu verpassen, der für die Verteilung der TV-Gelder von Bedeutung ist.
(SID/Red.)
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