EM-Quali: Deutschland und Portugal siegen

via Sky Sport Austria

(SID) – Dank Phänomen Thomas Müller können die deutschen Fußball-Weltmeister die Reise zum Triumphbogen buchen. Mit zwei Toren und einer Vorlage führte der unnachahmliche Stürmerstar von Bayern München die deutsche Mannschaft in Schottland am Montag zu einem 3:2 (2:2) – die Qualifikation für die EM 2016 in Frankreich ist nur noch Formsache.

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Ein Punkt gegen Irland am 8. Oktober fehlt noch, um das Ticket zu lösen. Selbst im Fall einer Niederlage würde ein Heimsieg gegen die Georgier drei Tage später auch noch reichen. “Jetzt müssen wir so weitermachen, den Schwung aus den guten Spielen mitnehmen und gegen die anderen auch gewinnen”, sagte Torhüter Manuel Neuer.

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Müller erwies sich in einer hochklassigen, sehr kampfbetonten Begegnung wieder einmal als unverzichtbar. Im Glasgower Hampden Park erzielte er sein siebtes Tor in der laufenden Qualifikation mit einem abgefälschten Schuss (18.), zum 2:1 wurschtelte der 25-Jährige den Ball über die Linie, wie nur er es kann (34.). Den Siegtreffer des in die Startelf gerückten Ilkay Gündogan (54.) legte er auf.

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Der Sieg war gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Schotten und ein fanatisches Publikum ein hartes Stück Arbeit. Zwei schwere Fehler bei Standardsituationen hatten den Gegner jeweils zurück ins Spiel gebracht: Mats Hummels (28.) unterlief ein Eigentor zum zwischenzeitlichen 1:1, James McArthur (43.) traf nach einem Eckball zum 2:2.

Polen auf Kurs, Irland bleibt dran

Im Windschatten von Weltmeister Deutschland kommt auch die polnische Fußball-Nationalmannschaft der Teilnahme an der Europameisterschaft 2016 in Frankreich immer näher. Nach dem 8:1 (4:0) gegen Fußballzwerg Gibraltar beträgt das Polster der Adler auf den dritten Platz in der deutschen Gruppe D bei zwei ausstehenden Spielen allerdings weiterhin nur zwei Punkte, weil Verfolger Irland in Dublin Georgien mit 1:0 (0:0) niederrang.

In Warschau erhöhten Kamil Grosicki (8., 15.), Bayern-Torjäger Robert Lewandowski (19., 29.), Arkadiusz Milik (54., 72.), der frühere Dortmunder Jakub Blaszczykowski (58., Foulelfmeter) und Bartosz Kapustka (74.) das Punktekonto der Polen auf 17 Zähler, für den punktlosen Außenseiter erzielte Jake Gosling (87.) das Ehrentor.

Jonathan Walters hielt die Hoffnungen der Iren (15 Punkte) von der direkten Qualifikation mit seinem Tor in der 69. Minute am Leben. Deutschland führt die Staffel mit 19 Punkten nach dem 3:2 (2:2) in Schottland weiterhin an.

Polen kann im nächsten Spiel am 8. Oktober in Schottland seine dritte Endrundenteilnahme in Folge perfekt machen – ein eigener Sieg und eine gleichzeitige Niederlage der Iren gegen die deutsche Mannschaft in Dublin vorausgesetzt.

Nordirland verteidigt Tabellenführung

Die Fußball-Nationalmannschaft Nordirlands darf weiter von der ersten Teilnahme an einer Europameisterschaft träumen. Kyle Lafferty (90.+4) rettete dem Überraschungsteam in der Gruppe F das 1:1 (0:0) gegen Ungarn und damit mit 17 Punkten die Tabellenführung vor Rumänien (16), das nicht über ein 0:0 gegen den bereits ausgeschiedenen Ex-Europameister Griechenland hinauskam.

Ungarn (13) vergab dabei die Chance, das Rennen um die zwei Direkttickets nach Frankreich völlig offen zu gestalten. Das Team des deutschen Trainers Bernd Storck führte in Belfast bereits durch das Tor Richard Guzmics (74.) und spielte nach der Gelb-Roten Karte gegen Chris Baird (83.) sogar in Überzahl.

Derweil wahrte Finnland (10 Punkte) in Helsinki durch ein mühsames 1:0 (1:0) gegen die Faröer zumindest seine Minimalchance auf Platz drei. Joel Pohjanpalo von Zweitligist Fortuna Düsseldorf (23.) erzielte den Treffer des Tages.

Portugal mit Last-Minute-Sieg

Die Fußball-Nationalmannschaft Portugals hat dank eines Last-Minute-Treffers einen großen Schritt Richtung EURO 2016 gemacht. Das Team um Superstar Christiano Ronaldo siegte am Montag in Albanien mit 1:0 (0:0) und baute seine Tabellenführung in der Fünfergruppe I auf nun drei Zähler aus. Miguel Veloso (90.+2) erzielte das Tor des Tages.

Zuvor war Verfolger Dänemark bei Außenseiter Armenien gestrauchelt. Mit den Bundesliga-Profis Pierre-Emile Höjbjerg (Schalke 04) und Nicklas Bendtner (VfL Wolfsburg) in der Startelf kam der Europameister von 1992 in Jerewan nicht über ein 0:0 hinaus, bleibt aber mit nun zwölf Zählern vorerst Tabellenzweiter.

Allerdings hat die Mannschaft von Trainer Morten Olsen eine Partie mehr ausgetragen als ihre direkten Konkurrenten. Albanien (11) hat somit die Chance, an den letzten beiden Spieltagen aus eigener Kraft das EM-Ticket zu lösen. In ihrem letzten Qualifikationspiel (8.10.) müssen die Dänen zudem noch in Portugal antreten.

Bild: Getty Images