Erst rechneten die Meister-Bayern mit ihren Kritikern ab, dann feierten sie am Samstag im engsten Kreis eine rauschende

Erfolgreicher Saisonabschluss: Bayern rechnen mit Kritikern ab

Erst rechneten die Meister-Bayern mit ihren Kritikern ab, dann feierten sie am Samstag im engsten Kreis eine rauschende Saisonabschlussparty. Spätestens da war der Ärger über die öffentliche Empörung nach dem Ibiza-Trip und etwa die Worte von Uli Hoeneß („Es geht um jeden Furz links und rechts“) verraucht. Auch am anderen Ende der Tabelle glätteten sich die Wogen. Hoffenheim-Coach Christian Ilzer erhielt nach dem knapp geschafften Klassenerhalt eine vorläufige Job-Garantie.

„Wir werden definitiv mit Christian Ilzer in die kommende Saison gehen. Man muss ihm die Zeit geben, auch mal eine längere Vorbereitung zu haben, um etwas zu verändern. Das war in der Saison brutal schwierig“, sagte Hoffenheims Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker nach dem 0:4 gegen die Bayern. „Wir wissen, dass es eine total verkorkste Saison war. Jetzt sind wir erleichtert, dass wir auch nächste Saison wieder Bundesliga spielen können. Uns ist aber bewusst, dass es so nicht weitergehen kann und wir etwas ändern müssen“, sagte Ilzers steirischer Landsmann.

Am Montag wollen sich Schicker und Ilzer wie einst schon bei Sturm Graz zusammensetzen, um eine Strategie für die nächste Saison zu entwickeln. „Es gilt, die richtigen Impulse zu setzen. Wir haben einen klaren Plan, und den wollen wir in der Vorbereitung umsetzen“, kündigte Ilzer an. Die abgelaufene Saison bezeichnete der 47-Jährige als „brutal lehrreich“. Für die Zukunft wünschte er sich, „dass wir etwas erfolgreicher sind“.

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Genugtuung für Bayern nach „völlig berechtigter Party“

Die Bayern-Profis um Konrad Laimer empfanden den souveränen Auftritt in Sinsheim auch als Genugtuung nach der Aufregung über den Ibiza-Abstecher zu Wochenbeginn. Laut Müller sei es dem Meister darum gegangen, „den Menschen da draußen zu zeigen, dass man mit zwei Tagen Ibiza und der völlig berechtigten Party, die man auch nach einer Meisterschaft machen muss, trotzdem ein Spiel 4:0 gewinnen kann.“ Der 35-Jährige hielt sich mit Sarkasmus nicht zurück. „Es geht immer viel über Moral und wenn man mit dem Finger auf den anderen zeigen kann, da sind wir in Deutschland ja sowieso ganz vorn dabei.“

Ehrenpräsident Hoeneß schimpfte wie ein Rohrspatz. „Das sind so Dinge, die typisch sind für den Zustand unserer Medien – dass sie so einen Schwachsinn wie so eine kleine Reise so wichtig nehmen. Es geht nicht mehr um Fußball, es geht um jeden Furz links und rechts daneben“, polterte der 73-Jährige. Für Joshua Kimmich war die teilweise Empörung über den Abstecher vor dem letzten Saisonspiel zwar kein Problem. „Aber ich habe sie nicht verstanden. Wir hatten drei Tage frei und sind erwachsene Menschen. Wenn man zwei Tage auf Ibiza war, ist das nicht unprofessioneller, als drei Tage in München zu sein und viel Alkohol zu trinken und spät ins Bett zu gehen“, sagte Kimmich.

Wirtz, Sane, Ibiza – Hoeneß im Attacke-Modus!

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(APA) / Bild: Imago