Erkältung bremst Stadlober: Weltcupauftakt in Ruka ohne Erwartungen

Eine hartnäckige Verkühlung hatte Langlauf-Aushängeschild Teresa Stadlober in der Vorbereitung geplagt, der Weltcup-Auftakt in Ruka findet in den kommenden Tagen aber mit der Olympia-Dritten im Skiathlon von Peking statt. Die 30-jährige Salzburgerin wird in Finnland ab Freitag zwar voraussichtlich an allen drei Bewerben teilnehmen, nach der erst kürzlich überstandenen Erkrankung allerdings ohne konkrete Erwartungen.

„Ich bin mittlerweile körperlich wieder fit und habe die Verkühlung gut auskuriert“, sagte Stadlober, die im Vorfeld nur lockere Einheiten und keine schnellen Trainings absolvieren konnte. Sie fühle sich definitiv bereit für die Rennen am Polarkreis, habe aber „klarerweise keine großen Erwartungen, weil die Vorbereitung einfach nicht ganz optimal verlaufen ist“, wie die Distanzspezialistin betonte. Auch im Herbst war Stadlober, die in dieser Saison nicht mehr von Papa Alois Stadlober trainiert wird und sich dadurch neue Impulse erhofft, zweimal innerhalb kürzester Zeit krank geworden.

Der neue Cheftrainer Falk Göpfert traut Stadlober in den ersten Bewerben der Zwischensaison ohne Langlauf-Großereignisse trotzdem gute Ergebnisse zu. „Wenn sie fit ist, kann sie unter die Top-Ten laufen“, sagte der Deutsche. Allerdings sei aufgrund der gesundheitlichen Probleme eine gewisse Unsicherheit vorhanden. Ein Start beim Sprint am Freitag wird sich kurzfristig entscheiden, dann stehen am Samstag bei Frauen und Männern jeweils das 10 km Einzelrennen (klassisch) sowie am Sonntag der 20 km Massenstart in der freien Technik auf dem Programm.

Vermeulen startet auch mit schulischem Erfolg in die Saison

Anders als bei Stadlober ist die Lage bei Mika Vermeulen, der sich auch mit einem schulischen Erfolg Kraft für die anstehenden Aufgaben geholt hat. „Ich fühle mich im Moment sehr gut und habe vor etwa zwei Wochen sogar noch einen ersten Teil meiner Matura absolviert“, sagte der 24-jährige Steirer. Bei der Weltcup-Generalprobe in Beitostoelen in Norwegen lief er bei den FIS-Rennen auf die Plätze sieben (Freistil) und 14 (Klassisch). „Dort hat alles super funktioniert. Ich habe jedenfalls Vertrauen in mein Leistungsvermögen und bin ziemlich gelassen“, sagte Vermeulen.

Auch Göpfert sieht bei Vermeulen eine stetige Entwicklung. „Ich traue ihm ein Top-Ten- bzw. Top-15-Ergebnis zu, er hat auf jeden Fall einen großen Schritt nach vorne gemacht“, sagte der Coach. Im Sprint liegen die Hoffnungen auf Benjamin Moser. Die Zielsetzung ist beim Trio Moser, Michael Föttinger und Lukas Mrkonjic mit einem Top-30-Platz festgelegt.

Hundebiss bremst Hösflot Kläbo aus

Langlauf-Star Johannes Hösflot Kläbo erlebte indes eine Vorbereitung mit Hürden. Im Sommer wurde der Olympiasieger und Weltmeister beim Skiroller-Training in den USA von zwei Hunden in die Finger gebissen, wie er der norwegischen Tageszeitung „Dagbladet“ erzählte. Der 27-Jährige kam allerdings mit dem Schrecken davon.

Im Weltcup-Winter wird Kläbo weiter unter norwegischer Flagge starten, nachdem er die Nationalmannschaft im April unter anderem wegen finanzieller Probleme des Teams verlassen hatte. Der Gesamtweltcupsieger einigte sich im Streit mit dem Verband auf einen für ihn günstigen Vertrag, wodurch Kläbo zwischen den Weltcups kommerziell nicht an den Verband gebunden ist.

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(APA) / Bild: GEPA