Erster CL-Heimsieg! LASK lässt Slovan keine Chance
Der LASK hat in der Champions League erneut angeschrieben. Mit dem klaren 4:0-Heimsieg gegen Slovan Bratislava fuhren die Oberösterreicher am Dienstag den zweiten Erfolg im vierten Spiel der Ligaphase ein. Kasper Jörgensen legte mit einem Doppelpack den Grundstein (19., 37.), Robert Ljubicic (44.) und Samuel Adeniran (48.) schossen einen Kantersieg heraus, der höher hätte ausfallen können. Nach dem Überraschungserfolg in Lissabon gelang dem LASK nun ein Favoritensieg.
Zur Halbzeit der Ligaphase hat Österreichs Fußball-Meister die Aufstiegsränge der Top 24 fest im Blick. Mit den drei Punkten wanderten erneut auch 2,1 Mio. Euro aufs Linzer Konto. Die nächste Runde führt die Mannschaft von Dietmar Kühbauer am 24. November nach Norwegen zu Bodö/Glimt, danach warten noch Partien gegen Fenerbahce (h), Real Madrid (a) und den FC Porto (h). Slovan fuhr erneut traurig aus Österreich heim. Schon Rapid (4:0/2018) und Sturm (4:1/2024) hatten in jüngerer Vergangenheit in Heimspielen ihre Freude mit dem slowakischen Serienmeister gehabt.
Kalajdzic und Lang auf der Bank
Slovan war bereits als Schlusslicht (36.) nach Linz gereist. Kevin Wimmer, einst auch für die LASK-Jugend tätig, stand erstmals in dieser CL-Saison in der Startformation der Slowaken. Trainer Yaya Toure setzte – wohl mit Blick auf den LASK – erstmals auf drei Innenverteidiger. Kühbauer ließ in der Offensive zunächst Sasa Kalajdzic und Christoph Lang auf der Bank. Ljubicic begann hinter Moses Usor und Adeniran.
Die Linzer fanden vor 17.246 Zuschauern schleppend in die Partie. Andraz Sporar feuerte nach zwei Minuten einen ersten Warnschuss über das LASK-Tor und ein Fehler von Joao Tornich blieb ohne Folgen (8.). Die Gäste verteidigten im tiefen Block, die Oberösterreicher suchten die Lücke. Adeniran verfehlte das anvisierte Kreuzeck mit dem ersten gefährlichen Abschluss klar (14.).
Jörgensen per Kopf und Freistoß
Kurz darauf wurden erstmals Slovans Defizite nach Standards sichtbar: Andres Andrade ließ mit einem zentral gesetzten Kopfball noch die Führung aus (17.). Nach einer Usor-Ecke aber überwand Jörgensen mit einem Kopfballaufsitzer Aleksandar Popovic (19.). Es war der bereits sechste Gegentreffer der Slowaken nach einem ruhenden Ball im vierten Auftritt.
Ljubicic nach CL-Heimsieg: „Wir machen die Standards sehr gut“
Der LASK schnupperte mit Halbchancen von Ljubicic (28.) und Usor (34.) am 2:0, ehe Wimmer Ljubicic zentral vor der Strafraumgrenze legte. Jörgensen versenkte den Freistoß mit Wucht im Tormanneck (37.). Mit Fortdauer spielten die Athletiker ihre Tempovorteile auch immer mehr aus. Am verwundbarsten aber blieb Slovan bei Standards. Ljubicic agierte nach einem Abpraller gedankenschnell und schob zum 3:0 noch vor der Pause ein (44.). In dieser endete Wimmers Auftritt.
Chancenwucher nach dem schnellen 4:0
Nach Wiederbeginn wollte die Kühbauer-Elf noch etwas für das Torverhältnis tun. Adeniran traf nach Horvath-Vorlage wuchtig aus spitzem Winkel zum 4:0 (48.). Slovan-Goalie Popovic sah bei seinem CL-Debüt erneut nicht gut aus. Danach betrieben die Linzer Chancenwucher. Ljubicic (56) und Usor (62.) ließen „Sitzer“ zum 5:0 aus.
Nach einer Stunde durfte auch Kalajdzic mitwirken. Der ÖFB-Teamstürmer kratzte gleich viermal – zuletzt per Flugkopfball an die Stange eines verwaisten Tors (91.) – am 5:0, blieb an diesem clubhistorischen Abend für den LASK aber ohne Tor. Vier Treffer oder mehr im Hauptbewerb der modernen Champions League hatten von österreichischen Mannschaften davor nur Salzburg (6:2 Genk, 4:1 Genk/jeweils 2019) und Austria Wien (4:1/Zenit St. Petersburg/2013) erzielt.
Alle Tore:
1:0 – Kasper Jørgensen (19.)
2:0 – Kasper Jørgensen (37.)
3:0 – Robert Ljubičić (44.)
4:0 – Samuel Adeniran (48.)
