„Es tut weh“: Die Stimmen zum Italien-Aus gegen die Schweiz
Jubel in der Schweiz, für Titelverteidiger Italien war bei der Fußball-EM 2024 bereits im Achtelfinale Endstation. Die schon in der Gruppenphase wenig überzeugenden Kicker der „Squadra Azzurra“ unterlagen am Samstag in Berlin nach ganz schwacher Leistung der „Nati“ mit 0:2 (0:1). Die Stimmen zum Spiel.
Murat Yakin (Teamchef Schweiz): „Ich rechnete seitens der Italiener mit allem, aber nicht mit einer Viererkette. Als wir sahen, dass sie mit einer Viererkette kommen, wussten wir: Die machen wir platt. Kommen sie mit einer Viererkette, lassen wir sie laufen. So hatten wir auf den Seiten mehr Platz, und diese Räume konnten wir anspielen. Dass die Italiener ihre Mannschaft laufend auf mehreren Positionen umgestellt und auch heute wieder auf drei, vier Positionen neue Spieler gebracht haben, kommt nicht von ungefähr. Sie sind auf der Suche nach ihrer eigenen Identität. Es passt alles momentan.“
Fabian Rieder (Spieler Schweiz): „Wir haben als Team eine unglaubliche Leistung erbracht. Jeder ist für jeden gegangen. Die Mechanismen waren super, wir haben gut harmoniert, defensiv wie offensiv. Wir wollen es jetzt genießen. Aber klar ist, dass wir nicht zu fest in Euphorie verfallen wollen, sondern weiter hart arbeiten wollen für das nächste Spiel.“
Italien hadert: „Uns haben Rythmus und Frische gefehlt“
Luciano Spalletti (Teamchef Italien): „Uns haben der Rhythmus und die Frische gefehlt, die den Unterschied machen. Wir sind im Moment nicht in der Lage, mehr als das zu zeigen. Das Tor zu Beginn der zweiten Halbzeit hat uns die Beine weggezogen.“
Gianluigi Donnarumma (Kapitän und Torhüter Italien): „Es tut weh, so auszuscheiden, wir entschuldigen uns bei allen. Das Aus ist verdient und die Art und Weise schwer zu verarbeiten. Das Spiel ist sehr schwer zu verdauen. In diesem Spiel hat alles gefehlt, die Qualität, der Mut. Wir hatten das ganze Spiel über Probleme, in der ersten Halbzeit haben wir zu viele Bälle verloren und ihnen zu viel Raum gelassen. In der zweiten Halbzeit hätten wir gut starten sollen, aber wir haben gleich ein Gegentor kassiert. Man muss akzeptieren, wir haben enttäuscht.“
(APA) / Bild: Imago
