Felbermayr im Mittelpunkt: Saisonstart für F1 Academy in Shanghai
Die F1 Academy startet an diesem Wochenende in Shanghai in ihre vierte Saison. Die Österreicherin Emma Felbermayr nimmt zum zweiten Mal teil und ist heuer Teil des Audi Driver Development Programmes. Sie vertritt die Marke in der Nachwuchsrennserie für junge Fahrerinnen.
Felbermayr gilt als eine der möglichen Überraschungen dieser Saison. Für sie selbst ist Shanghai der erste reale Gradmesser – ein Wochenende, das zeigen kann, wohin sich ihre Saison entwickeln könnte.
Stark besetztes Feld zum Auftakt
Insgesamt gehen 18 Fahrerinnen für sechs Teams an den Start. Die Plätze sind vergeben, und die Mischung aus Rückkehrerinnen, Wildcard-Aufsteigerinnen und elf Rookies verspricht eine spannende Dynamik.
Besonders die sechs Fahrerinnen im zweiten Jahr gehören zu den frühen Favoritinnen: Rennsiegerinnen wie Alba Larsen, Nina Gademan, Rafaela Ferreira oder eben Emma Felbermayr wollen direkt um Spitzenplätze kämpfen.
Bei den Neulingen sind vier im Fokus, die erstmals ein komplettes F1‑Academy‑Wochenende erleben: Natalia Granada, Ella Stevens, Kaylee Countryman und Jade Jacquet.
Teams im Vergleich
Der amtierende Meister PREMA Racing geht mit einem reinen Rookie-Aufgebot an den Start und steht damit vor einer echten Bewährungsprobe. Die Teams Campos Racing, MP Motorsport und Rodin Motorsport wirken dagegen stabiler und haben jeweils zwei Fahrerinnen aus dem Vorjahr behalten – ein klarer Vorteil in der frühen Saisonphase.
ART Grand Prix und Hitech treten mit insgesamt fünf Rookies an, was ihnen vor allem im Reverse-Grid-Rennen Chancen geben könnte.
Auf Instagram schreibt F1 Academy, dass die Fahrerinnen schon in den Startlöchern stehen:
Anspruchsvoller Auftakt für alle Fahrerinnen
Der Shanghai International Circuit zählt zu den anspruchsvollsten Kursen im Kalender. Besonders der lange Rechtsbogen zu Beginn – die Kombination aus Kurve 1 bis 4 – verlangt höchste Präzision und Mut. Fehler in dieser Passage haben oft direkte Konsequenzen, vor allem im engen Feld der F1 Academy.
Im Vorjahr lösten vier Zwischenfälle Safety Cars aus, weshalb es in den beiden 13‑Runden‑Rennen erneut entscheidend sein könnte, Risiken zu minimieren. Ebenfalls wichtig wird das Reifenmanagement, insbesondere vor der 1,2 Kilometer langen Geraden zwischen Kurve 13 und 14, die beste Überholmöglichkeiten bietet.
Format und Punktevergabe
Eine Fahrerin kann an einem Wochenende maximal 39 Punkte erzielen. Für die Pole Position gibt es zwei Punkte, und in beiden Rennen wird jeweils ein zusätzlicher Punkt für die schnellste Runde vergeben – allerdings nur, wenn man im ersten Rennen unter den ersten acht oder im Hauptrennen unter den ersten zehn ins Ziel kommt.
Das Samstagsrennen bringt aufgrund des Reverse‑Grid‑Formats weniger Punkte und belohnt die ersten acht Plätze. Das Sonntagsrennen orientiert sich am Punktesystem der Formel 1, wodurch die ersten zehn Fahrerinnen Zähler erhalten. Gerade für Teams und Fahrerinnen mit Rückschlägen im Qualifying bietet das zweite Rennen die größte Chance, wertvolle Punkte mitzunehmen.
Zeitplan des Wochenendes
Der Rennbetrieb beginnt am Freitag mit Training und Qualifying, in dem auch gleich zwei zusätzliche Punkte für die Pole Position vergeben werden. Das erste Rennen findet am Samstag um 13:45 Uhr (UTC+8) statt und wird – wie in der F1 Academy üblich – im Reverse-Grid-Format ausgetragen, bei dem die Top‑8 der Qualifikation in umgekehrter Reihenfolge starten. Am Sonntag folgt um 10:40 Uhr (UTC+8) das Hauptrennen, das klassisch nach Qualifying-Ergebnissen gestartet wird.
Bildquelle: audif1 (Instagram)