Ferrari? Antonelli vielleicht „gesamte Karriere“ bei Mercedes
Die Lockrufe seiner Landsleute nimmt Kimi Antonelli durchaus wahr, und es macht ja auch Sinn: Ein Italiener führt die WM an, das kommt nicht häufig vor in der Formel 1 – sollte der dann nicht bald einen Ferrari fahren? Den Wunsch vieler Tifosi könne er verstehen, sagte Antonelli vor seinem Heimspiel in Monza, und nahm ihnen dann doch schnell die Hoffnung.
„Als Italiener weiß ich, wie emotional wir sind und wie leicht wir uns für Dinge begeistern können“, sagte er, „manchmal etwas zu sehr. Also ja, natürlich wird es diese Art von Gerede immer geben.“ Ferrari sei eine große, „unglaubliche Marke. Aber ich bin sehr glücklich bei Mercedes, sie haben mir seit Kindertagen diese Möglichkeiten gegeben, und ich will ihnen noch viel zurückgeben.“
Sogar ein Formel-1-Leben nach dem Vorbild Max Verstappens sei möglich, der Niederländer hatte gerade seinen Vertrag bei Red Bull bis 2030 verlängert. „Wenn ich mit Mercedes durchweg glücklich bin, werde ich wahrscheinlich auch meine gesamte Karriere bei ihnen bleiben“, sagte Antonelli: „Natürlich weiß man nie, was passieren kann.“
Plätze bei Ferrari besetzt
Noch sind die Plätze bei Ferrari ohnehin besetzt, Charles Leclerc ist wohl bis mindestens 2028 gebunden, auch Lewis Hamiltons Vertrag gilt mindestens noch für das kommende Jahr. Der Rekordmeister, bei Mercedes Antonellis Vorgänger, sieht bei den Silberpfeilen und Teamchef Toto Wolff ohnehin keine Bereitschaft, den 20-Jährigen abzugeben. „Toto wird ihn nicht so schnell gehen lassen“, sagte Hamilton.
Vor dem Grand Prix von Italien am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) führt Antonelli die WM mit einigen Vorsprung an. Jeweils 59 Punkte trennen ihn von seinem Teamkollegen George Russell und Hamilton.
