Wieder in fünf Sätzen: Zverev quält sich in die dritte Runde
Alexander Zverev riss sich erleichtert das verschwitzte Shirt vom Leib, dann holte er sich den spärlichen Applaus der verbliebenen New Yorker Nachtschwärmer ab.
Der French-Open-Sieger hat zwei Tage nach seinem Erstrunden-Schreck auch die nächste Pflichtaufgabe bei den US Open nur mit großer Mühe gelöst. Beim 6:4, 4:6, 7:6 (7:3), 6:7 (3:7), 6:3 gegen den Franzosen Quentin Halys wirkte Zverev zwischenzeitlich arg verunsichert.
Weil der Hamburger bei schwülen Bedingungen aber am Ende kühlen Kopf bewahrte, gelang ihm dennoch der achte Einzug in die dritte Runde von New York. Nach 4:33 Stunden verwandelte Zverev um 2.15 Uhr Ortszeit seinen erlösenden Matchball gegen die Nummer 52 der Welt. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich nur noch wenige Fans im Stadion.
„Performance war ziemlich scheiße“
„Die Performance war ziemlich scheiße, um ehrlich zu sein, aber ich habe gewonnen, das ist das Wichtigste“, sagte Zverev: „Dafür gehe ich ins Gym, dafür trainiere ich, um in diesen schwierigen Momenten trotzdem zu gewinnen – dann, wenn du nicht dein bestes Tennis spielst.“ Er hoffe „aber schon, dass irgendwann anfange, besser zu spielen“.
