Feurstein feiert Stockerl-Premiere: „Unglaublich, dass ich jetzt da stehe“

Nur Marco Odermatt hat im Riesentorlauf von Val d’Isere einen österreichischen Doppelsieg verhindert. Der Schweizer Überflieger rettete am Samstag bei schlechter werdender Sicht einen Mini-Vorsprung auf Patrick Feurstein (+0,08 Sek.) und Stefan Brennsteiner (+0,12) ins Ziel. In den ersten vier Technik-Rennen hatte es für die ÖSV-Männer zu keinem Stockerlplatz gereicht. Nun gelang dies sogar in Form des ersten Doppel-Podiums seit fast sieben Jahren im Riesentorlauf.

„Es ist unglaublich, dass ich jetzt da stehe. Val d’Isere ist immer ein bisschen verrückt, aber heute für mich persönlich noch um einiges verrückter“, sagte Feurstein. Eine Woche nach seinem Cousin Lukas Feurstein (Super-G-Dritter in Beaver Creek) gelang auch dem 28-Jährigen ein Weltcup-Coup. „Ich wollte immer aufs Podest. Er hat es vorgemacht und cool, wenn ich als großer Cousin gleich nachlegen kann.“

Brennsteiner blieb als Halbzeit-Vierter hinter Odermatt, Henrik Kristoffersen (letztlich 5.) und Loic Meillard (9.) enorm stabil. „Bei dem Schneesturm war es richtig herausfordernd, aber die Piste war doch besser als ich erwartet habe“, sagte der Salzburger nach seinem vierten Weltcup-Podestplatz. „Ich bin sehr froh, wir sind schon wieder nach der Krise gefragt worden, was los ist mit uns. Jetzt stehen wir da.“

Vom restlichen ÖSV-Team punktete sonst niemand. Feller bezahlte eine zu gerade Linienführung am Vormittag mit 1,70 Sek. Rückstand und verpasste in der Entscheidung im oberen Teil ein Tor. Während der Tiroler laut fluchte, musste auch der Skistock daran glauben. Raphael Haaser schied nach einem Fahrfehler im ersten Lauf aus. Lukas Feurstein, der Super-G-Dritte von Beaver Creek, kam wegen Setup-Problemen nicht über Platz 39 (+4,05) hinaus.

(APA)

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Beitragsbild: GEPA