Fischer träumt groß: "Will mit der Austria unbedingt einen Titel holen"

Fischer träumt groß: „Will unbedingt einen Titel mit der Austria holen“

Seit mittlerweile fast fünf Jahren trägt Manfred Fischer das Trikot von Austria Wien. Damit ist der Austria-Kapitän hinter Mirko Kos und Johannes Handl der Spieler, der am längsten bei den Veilchen unter Vertrag steht.

Ein Titelgewinn mit der Wiener Austria blieb Fischer bislang allerdings verwehrt. Seit seinem Wechsel nach Wien-Favoriten lauteten die Endplatzierungen in der ADMIRAL Bundesliga: Dritter, Fünfter, Zweiter, Dritter, Fünfter. Und auch die sechste Saison in violett wird für ihn titellos enden, da der Rückstand auf Leader LASk zwei Runden vor Schluss uneinholbare sieben Punkte beträgt.

Im ÖFB-Cup sollte es für Fischer im Austria-Dress noch nie weiter als bis ins Halbfinale gehen, als man 2025 gegen Hartberg ausschied. In dieser Saison ereilte die Veilchen sogar schon in der 1. Cup-Runde gegen Voitsberg das überraschende Aus.

Für Fischer steht fest, dass er seine Zeit bei der Austria mit einem Titelgewinn krönen will. „Solange ich bei der Austria bin, möchte ich unbedingt noch einen Titel holen. Das war immer mein großer Traum, deswegen habe ich damals um vier Jahre verlängert“, sagte Fischer bei „Talk und Tore“.

Die angesprochene Vertragsverlängerung bei den Veilchen liegt inzwischen drei Jahre zurück und Fischers Arbeitspapier läuft im Sommer 2027 aus – nach aktuellem Stand der Dinge bleibt also nicht mehr viel Zeit, um sich den Titeltraum zu erfüllen.

2:3-Niederlage gegen Voitsberg: Für Fischer und die Wiener Austria war im ÖFB-Cup bereits in Runde eins Schluss. © GEPA

Austria-Offensive von Ausfällen gebeutelt

In dieser Saison hatte die Austria fast durchgehend mit personellen Rückschlägen zu kämpfen. Insbesondere in der Offensive fielen immer wieder Leistungsträger aus.

Die Angreifer Manprit Sarkaria (Kreuzbandriss) und Noah Botic (Knöchelbruch) fehlen seit November. Auch Fitz-Nachfolger Sanel Saljic fiel im Herbst mit einem Syndesmosebandriss aus, als er gerade ansteigende Form bewies und sich in die Stammelf spielte. Zudem wurde der Edeltechniker im Frühjahr von einer Oberschenkelverletzung erneut für mehrere Wochen ausgebremst.

Zuletzt war Topscorer Johannes Eggestein in der entscheidenden Phase der Meistergruppe mit einem Muskelfaserriss zum Zusehen gezwungen. Die Folge der zahlreichen Offensiv-Ausfälle: Trainer Stephan Helm musste in der heißen Phase der Saison notgedrungen auf Youngster wie Vasilije Markovic oder den wenig bundesligaerprobten Kelvin Boateng zurückgreifen.

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Fischer: „Sind alle voll okay mit dem Austria-Weg“

Einerseits begrüßt Fischer den eingeschlagenen Austria-Weg mit Talenten aus der eigenen Akademie. Andererseits sieht er den damit einhergehenden Qualitätsverlust als möglicherweise problematisch im Kampf um Titel.

„Die Verfügbarkeit ist bei uns ein Riesenthema. Wir haben immer wieder Ausfälle in wichtigen Spielen gehabt. Trotzdem ist der Weg, den wir mit den jungen Spielern gegangen sind, absolut richtig. Ich finde, dass die Austria den gehen muss, aufgrund der wirtschaftlichen Situation. Wir haben eine Mannschaft, wo die jungen Spieler sich sehr gut entwickeln können. Grundsätzlich lassen wir sie in Ruhe arbeiten, sie sollen sich entwickeln, sie sollen in erster Linie immer Gas geben am Trainingsplatz und in den Spielen versuchen wir sie so gut wie möglich zu unterstützen. Wir sind alle voll okay mit dem Weg, den die Austria eingeschlagen hat und stehen voll dahinter“, sagte Fischer.

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„Ist nicht mein Job“: Fischer fordert mehr Qualität im Kader

Auf dem Weg zum angestrebten Titelgewinn sieht der 30-Jährige deswegen noch Handlungsbedarf in Sachen Kaderbreite und schickte eine versteckte Botschaft an den neuen Austria-Sportdirektor Thomas Zorn: „Um diesen Titel zu holen, brauchst du einen Kader, der ausgewogen ist, wo man rotieren kann und wo Qualität vorhanden ist. Aber das ist nicht mein Job.“

Der aktuelle Tabellenplatz fünf darf für den Routinier in Zukunft nicht mehr der Anspruch von Austria Wien sein. „Langfristig führt für unseren Verein kein Weg vorbei, dass man sich etabliert und unter den Top vier Mannschaften in Österreich dabei ist. Und da gehört auch dazu, dass man sich international qualifiziert“, gab Fischer die Richtung für die kommenden Jahre vor.

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„Talk & Tore“ mit Markus Katzer und Manfred Fischer

Bild: GEPA