Der FC Bayern München ist dem Achtelfinale der Fußball-Champions-League ein großes Stück nähergerückt.

Formstarke Bayern beenden Celtic-Heimserie

Der FC Bayern München ist dem Achtelfinale der UEFA Champions League ein großes Stück nähergerückt. Der deutsche Rekordmeister fügte Celtic Glasgow am Mittwoch mit einem 2:1 im Play-off-Hinspiel die erste Pflichtspiel-Heimniederlage seit 16. Dezember 2023 (0:2 gegen Heart of Midlothian) zu. „Celtic verliert zu Hause sehr, sehr wenig. Es ist daher ein schöner Sieg“, sagte Bayern-Trainer Vincent Kompany. Froh war auch Konrad Laimer, der sein Team auf einem guten Weg sieht.

Zwei Tore kurz vor und nach der Pause durch Michael Olise (45.) und Harry Kane (49.) brachten die Entscheidung. Kane ist nun der erste englische Spieler, der 60 Tore in UEFA-Club-Bewerben erzielt hat. Siebenmal war er in dieser Saison in der „Königsklasse“ erfolgreich. „Wenn du in diesem Stadion gewinnst, musst du zufrieden sein, weil es hier nie leicht ist“, meinte der Stürmerstar. Laimer sprach von einem „speziellen“ Ort. „Im Endeffekt machen solche Spiele einfach Spaß“, betonte der neuerlich als Rechtsverteidiger aufgebotene ÖFB-Teamspieler.

Fünfter Bayern-Sieg en suite

Da Daizen Maeda in der 79. Minute der Anschlusstreffer gelang, war fünfter Pflichtspielsieg der Bayern in Folge noch in Gefahr, hielt aber Bestand. „Man kann auch einmal ein Tor kriegen, das ist nicht das Ende der Welt, aber man darf einfach das Momentum im Spiel nicht verlieren. Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Laimer. Luft nach oben sei noch vorhanden. „Ich habe großes Vertrauen, so wie wir Fußball spielen, so wie wir im Kader besetzt sind, dass es eine sehr, sehr gute Rückrunde werden kann.“ Die Weichen dafür müssen in den nächsten Tagen gestellt werden.

Am Samstag gilt es in der Liga mit Bayer Leverkusen den ersten Verfolger und Titelverteidiger im direkten Auswärtsduell zumindest weiter acht Punkte auf Distanz zu halten. „Das war ein hartes Stück Arbeit, das hat viel Laufbereitschaft gekostet. Aber jetzt kann unser Leistungspegel nicht lange runtergehen. Am Freitag muss er wieder langsam hochgehen, weil am Samstag dann das nächste Spitzenspiel ansteht“, sagte Sportvorstand Max Eberl.

Am Dienstag danach soll im Rückspiel gegen Celtic nichts anbrennen. Die Schotten ziehen Selbstvertrauen daraus, dass sie die Partie nach dem Ausgleich offen hielten und auch gefährlich wurden. „Das nehmen wir mit für die nächste Woche“, sagte Coach Brendan Rodgers. Aufholen muss auch Frankreichs Topclub AS Monaco. Denn Mika Biereth und Co. machten ihrem Trainer Adi Hütter am Tag nach dessen 55. Geburtstag mit einem 0:1 gegen Benfica Lissabon kein Geschenk. „Wir wissen alle, dass es in Lissabon nicht so einfach ist. Trotz allem muss man bis zum Schluss daran glauben“, forderte der Vorarlberger.

Doppelter Ärger bei Hütter und Monaco

Seine Enttäuschung war nicht nur über das Ergebnis groß, sondern auch über die Entstehung. Vor allem eine „klar spielentscheidende“ Szene stieß Hütter sauer auf. Er hätte gerne eine zweite Gelbe Karte für Alvaro Carreras nach einem Foul an Breel Embolo gesehen, stattdessen gab es allerdings die Ampelkarte für Al Musrati (52.) wegen der Forderung einer Gelben Karte.

Keinen glücklichen Abend erlebte mit Stefan Posch ein weiterer Österreicher, der bei seinem ersten Antreten mit seinem neuen Club Atalanta Bergamo in der „Königsklasse“ nicht fehlerfrei agierte, dabei vor allem am frühen Führungstor von Club Brügge eine Mitschuld hatte. Bitter für die Italiener war, dass auch noch der entscheidende Elfmeter, der zum 2:1-Sieg für die Belgier führte, äußerst umstritten war. Freuen durfte sich hingegen Gernot Trauner, obwohl er aufgrund einer Verletzung beim 1:0-Sieg von Feyenoord Rotterdam gegen AC Milan nicht mitwirken konnte.

Interimscoach Pascal Bosschaart durfte sich aufgrund eines Fehlers von Tormann Mike Maignan beim einzigen Treffer von Igor Paixao über einen Einstand nach Maß freuen. „Ich träume nicht sehr oft, aber das ist natürlich ein Szenario, das ich mir erhofft hatte“, sagte der 44-Jährige, der erst zwei Tage zuvor Brian Priske ersetzt hatte. „Es ist eine gute Ausgangslage, sicher dürfen wir uns aber nicht sein“, sagte der ehemalige U21-Trainer von Feyenoord.

Werbung

(APA) / Bild: GEPA