„Fußball muss als Buhmann herhalten“: Glasner erneuert Kritik an Coronapolitik
Klare Worte von Bundesliga-Coach Oliver Glasner angesichts der Coronapolitik in Österreich und Deutschland: Der Eintracht-Trainer hinterfragt im exklusiven Sky Interview die aktuellen Maßnahmen. Dabei hebt er die Vorreiterrolle des Fußballs hervor, die jedoch von der Politik seiner Meinung nach nicht gesehen wird.
„Der Fußball war die erste Branche, die gefragt hat, wie können wir unseren Spielbetrieb aufrecht erhalten und unserem Geschäftsmodell nachgehen. Bei anderen Bereichen, wie den Schulen, vermisse ich das bis heute, da wird nur reagiert.“ Außerdem kritisiert der Trainer „völlig absurde Regeln“ sowie die Wahrnehmung, dass „der Fußball aufgrund seiner enormen Medienwirksamkeit als Buhmann herhalten muss.“
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Nicht nur deshalb hofft Glasner auf ein absehbares Ende der Pandemie: „Ich hoffe, dass wir in zwei, drei Monaten über diese Themen nicht mehr sprechen müssen. Man müsste mal mutiger sein als Politiker anstatt holprig aus der Pandemie rauszugleiten.“
Glasner über Hinteregger-Posting: Aktuelle Phase „nagt an ihm“
Außerdem thematisiert der Ex-LASK-Betreuer im Exklusiv-Interview die Leistung der Adler, eine Entschuldigung von Martin Hinteregger sowie das Konstanzproblem vieler Teams.
Ein emotionales Posting seines Verteidigers hatte nach dem 0:2-Rückschlag gegen Bielefeld für Aufsehen gesorgt. „Er macht sich viele Gedanken und eine Phase durch, wo er immer wieder Fehler macht. Natürlich nicht absichtlich, aber das nagt an ihm. Es ist ungewöhnlich, sich öffentlich zu entschuldigen, aber es zeigt die Identifikation von ihm mit der Eintracht.“
Gemeinsam mit seinem Team hofft der SGE-Coach auf die Trendwende in den nächsten Spielen – nicht zuletzt, da die Punkteausbeute für Glasner mit erst einem Zähler nicht zufriedenstellend ist: „Es war punktemäßig ein schlechter Start. Ich denke, dass die Leistungen besser waren als die Punkteausbeute.“
(Red./sport.sky.de)