Ganzer Verein betroffen: Schuldenberg bei Austria Klagenfurt wächst
Bei Austria Klagenfurt herrscht weiterhin Unruhe. Sportlich ist der Start in die neue Zweitliga-Saison mit drei Siegen aus fünf Spielen zwar solide, doch abseits des Rasens reißen die Negativschlagzeilen nicht ab.
Wie die „Krone“ berichtet, ist nicht nur die GmbH betroffen, sondern auch der Verein – also Amateure, Nachwuchs und Frauenteams – verschuldet. Präsident Robert Micheu bestätigte der Zeitung demnach einen sechsstelligen Schuldenbetrag. Die Verbindlichkeiten sollen laut Bericht auf Gesellschafter Zeljko Karajica zurückgehen. Gerüchte über einen möglichen Rücktritt wies Micheu entschieden zurück: „Es geht nicht um mich, sondern um die Akademie, die Kids und die Mädels.“
Zudem soll ein Anwaltsschreiben an Karajica vorliegen, in dem ausstehende Gehälter von insgesamt acht ehemaligen Spielern eingefordert werden. Sollte es zu keiner Einigung kommen, könnte sich auch die Bundesliga mit der Causa befassen.
Pacult: „Spieler haben untereinander Geld geborgt“
Schon im Juli hatte sich auch Sky-Experte Peter Pacult im Podcast „DAB | Der Audiobeweis“ zu den Problemen in Klagenfurt geäußert. Der frühere Klagenfurt-Trainer nannte den finanziellen Faktor als Hauptursache für den plötzlichen Absturz des Vereins: „Da hat auch das Finanzielle mitgespielt. Ich habe mich da nicht wehren können, was da Jänner, Februar, März passiert ist. Spielergehälter und so weiter, das war ein riesiges Problem. Wir haben Spieler gehabt, die sich dann untereinander das Geld für die Miete geborgt haben. Das belastet schon. Da gehst du dann nicht frei in ein Spiel hinein. Spielerverträge sind ausgelaufen, und es wurde nichts geredet. Aber es war ja auch nichts zum Reden da. Das waren schon Probleme.“
Pacult über Klagenfurt: „Leider nicht so entwickelt, wie bei anderen Vereinen“
(Red.) Foto: GEPA
