„Haben uns das anders vorgestellt“: ÖFB-Team nach Remis selbstkritisch

Enttäuschung statt Euphorie nach dem Testspiel gegen Moldau: Beim 1:1 bleibt das ÖFB-Team über weite Strecken die erhoffte Glanzmomente schuldig.

Kapitän David Alaba und Goalie Daniel Bachmann zeigten sich nach Schlusspfiff daher selbstkritisch. „Wir alle haben uns das anders vorgestellt. Natürlich sind wir nicht zufrieden mit dem 1:1, aber trotzdem müssen wir jetzt weitermachen“, erklärt der österreichische Teamkapitän nach dem Unentschieden.

Match-Ratings zu Österreich vs. Moldau: Bewerte das ÖFB-Team!

Reaktionen zum EM-Qualifikationsspiel Österreich – Moldau (1:1):

Ralf Rangnick (ÖFB-Teamchef): „Das Gegentor war bezeichnend für unsere Leistung in der ersten Hälfte. Das war ein Tormannfehler, aber auch ein richtig schlechter, noch dazu halbhoch gespielter Rückpass. Wir waren im Aufbauspiel technisch unsauber, wir haben viel zu viel quer und dazu unpräzise quer gespielt. Vor allem unsere Viererkette war im Aufbau in der ersten Hälfte richtig schwach. Wir mussten dann diese Wechsel machen, und natürlich waren wir nachher besser. Wir hatten technisch stärkere Spieler im Aufbauspiel. Natürlich ärgert einen so ein Spiel, wir haben viel Zeit in der Vorbereitung auf das Spiel investiert. Aber ich habe mich auch über Andorra (1:0-Sieg im November 2022, Anm.) geärgert, vier Tage später haben wir dann gegen Italien ein Riesenspiel gemacht. Man darf so ein Spiel nicht überbewerten. Richtig aufgedrängt und empfohlen hat sich in der ersten Hälfte allerdings keiner. Das (Schweden) wird ein völlig anderes Spiel, das kann man nicht miteinander vergleichen.“

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David Alaba (ÖFB-Kapitän): „Wir alle haben uns das anders vorgestellt. Natürlich sind wir nicht zufrieden mit dem 1:1, aber trotzdem müssen wir jetzt weitermachen. Ich versuche immer, der Mannschaft zu helfen. Ich weiß auch selbst, dass ich ein Spieler bin, der der Mannschaft helfen kann und in solchen Spielen noch einmal einen anderen Input reinbringen kann. Auch die anderen Spielern konnten noch etwas reinbringen. Wir wissen im Nachhinein, dass die erste Halbzeit nicht so gelaufen ist, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir haben die Intensität nicht auf den Platz gebracht.“

Zur kommenden Partie gegen Schweden: „Ich erwarte ein anderes Spiel, eine andere Einstellung und Intensität. Heute war es ein Freundschaftsspiel, in dem viel rotiert worden ist.“

Österreich enttäuscht gegen Moldau nach frühem Gegentreffer

Daniel Bachmann (ÖFB-Tormann): „Fehler passieren im Leben, vor allem im Fußball. Sonst würde es keine Tore geben. Der Zeitpunkt ist halt auch bitter, der Rückpass war nicht so leicht zu verarbeiten. Ich werde deshalb aber keinen Schlaf verlieren. Es ist nie leicht, gegen Teams zu spielen, die zu Elft hinten stehen. Wir haben den Großteil des Ballbesitzes gehabt, waren aber nicht kaltschnäuzig und zielstrebig genug. Es war in der zweiten Halbzeit auf jeden Fall besser. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, heute hat es einfach nicht gereicht.“

„Falsche Entscheidung getroffen“: Bachmann nimmt Gegentor auf sich

Michael Gregoritsch (ÖFB-Torschütze): „Wir haben es verpasst, mehr klare Torchancen herauszuspielen. Es ist bitter, das ist nicht das Ergebnis, das wir uns vorgestellt haben. Zumindest habe ich den Ausgleich gemacht. Auch in der ersten Hälfte sind genug gute Spieler am Feld gestanden. Wir haben es trotzdem nicht geschafft, präsent zu werden vor dem Tor. In der 3. Minute in Rückstand zu geraten, gegen eine Mannschaft, die sowieso hinten drinnen steht, da ist es noch mühsamer. Das darf uns einfach nicht passieren.“

Serghei Clescenco (Teamchef Republik Moldau): „Das, was wir geplant haben, haben wir erreicht. Für uns ist das ein positives Ergebnis. Wir haben sicher auch Glück gehabt, aber unser Kampfgeist war auf höchstem Niveau, das hat uns den Erfolg gebracht.“

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(APA via Servus TV/Red.)

Beitragsbild: GEPA.