„Hätten uns mehr verdient“: Austria trauert besserem Ergebnis in Braga nach
Nach der Niederlage im ECL-Playoff-Hinspiel bei Sporting Braga saß der Ärger bei der Wiener Austria tief.
Das späte 0:2 aus einem Konter entsprach nicht dem Spielverlauf der zweiten 45 Minuten und wäre zu verhindern gewesen. Dabei hatte Torhüter Samuel Sahin-Radlinger mit einem gehaltenen Elfer gegen Pau Victor davor noch Schlimmeres verhindert. Manfred Fischer verzeichnete außerdem einen Lattenschuss.
„Das Momentum in ein paar Situationen war überhaupt nicht bei uns“, beklagte der Kapitän der Favoritner. „Mit einem 0:1 wären wir anders heimgefahren. So ist das zweite Tor sehr bitter.“ Sahin-Radlinger legte nach: „Mit unserer Leistung hätten wir uns ein bisschen was verdient.“
Braga spielerisch besser – Austria glücklos
Braga präsentierte sich als spielerisch starkes Team und warf nach der Führung augenscheinlich nicht alles in die Waagschale. Der Austria gelang jedoch trotz großer Bemühungen kein Wirkungstreffer. Bei der letzten Aktion zischte ein Schuss von Sanel Saljic am Kreuzeck vorbei.
„Wir haben gespürt, wir können mehr mitnehmen, zumindest aber das 0:1“, meinte Trainer Stephan Helm. Er blieb für das Rückspiel dennoch hoffnungsvoll und versprach einen „leidenschaftlichen“ Auftritt seiner Elf: „Wir werden nächste Woche alles reinwerfen, und wenn dieses Tor gelingt, möchte ich sehen, wie sich das weiterentwickelt.“
Zeit zur Vorbereitung bleibt. Laut Helm stehe nun einmal zwei Tage komplette Regeneration nach den vergangenen vier englischen Wochen am Programm. Auf das Rückspiel am Donnerstag (20.30 Uhr) könne man sich dann einige Tage vorbereiten. „Sag niemals nie“, betonte Fischer gewohnt kämpferisch.
„Bei uns zu Hause wird es ein anderes Spiel als hier.“ Bragas Trainer Carlos Vicens wollte von einer Vorentscheidung ebenfalls nichts wissen. „Wir wissen, dass uns ein extrem harter Kampf bevorsteht“, sagte der Spanier. „Wir haben bereits gesehen, wozu sie fähig sind.“
