Hartbergs Jürgen Heil unsicher bei Führungstor: „Beim ersten Tor war ich mir sicher, dass ich im Abseits bin“

via Sky Sport Austria
  • Altachs verletzter Philipp Netzer ist glücklich über seine Berufswahl: „Zum Glück bin ich kein Arzt, es hat sich nichts mit dem Knochen herausgestellt“
  • Damir Canadi vermisst Typen in seiner Mannschaft: „Da fehlt das nötige Selbstvertrauen und ein Spieler, der auch mal die Verantwortung an sich reißt“
  • Hartberg-Trainer Kurt Russ möchte in den Top-Sechs überwintern: „Das ist unser Ziel“

CASHPOINT SCR Altach gegen TSV Egger Glas Hartberg endet mit 0:2. Die wichtigsten Stimmen zur Partie des 13. Spieltages der ADMIRAL Bundesliga bei Sky Sport Austria.

CASHPOINT SCR Altach – TSV Egger Glas Hartberg 0:2 (0:1)
Schiedsrichter: Stefan Ebner

Damir Canadi (Trainer CASHPOINT SCR Altach):
…nach dem Spiel: „Wir waren sehr stümperhaft in unseren Aktionen. Wir müssen diese Tore machen und das müssen wir uns ankreiden lassen. Wir waren nicht konsequent genug im Abschluss. Da müssen wir besser werden.“

…über die rote Karte gegen Nosa Edokpolor: „Es ist keine Absicht und das kann man mit Gelb ahnden. Es ist in Ordnung, das ist Fußball. Der Schiedsrichter hat so entschieden.“

…über die Gegentreffer: „Es sind taktische Fehler passiert und das sind die Veränderungen, die wir vornehmen mussten. Das sollen jetzt keine Ausreden sein. Wir müssen die Ausfälle besser kompensieren. So weit sind wir noch nicht. Wenn zwei wichtige Spieler in der Innenverteidigung ausfallen, dann haben wir im Moment die Qualität noch nicht, das Ganze so stabil rüberzubringen, wie wir das erwarten.“

…über das Auf und Ab seiner Mannschaft: „Das Können ist ja da, das hat etwas mit unserem Charakter zu tun. Die Jungs sind eher ruhige und brave Spieler. Da fehlt das nötige Selbstvertrauen und ein Spieler, der auch mal die Verantwortung an sich reißt und pusht. Speziell nach dem 0:2 werden wir dann leise und dann ergeben wir uns.“

Philipp Netzer (CASHPOINT SCR Altach):
…über seine Verletzung: „Ich habe schon befürchtet, dass am Knöchel was sein könnte. Zum Glück bin ich kein Arzt, es hat sich nichts mit dem Knochen herausgestellt. Es ist eine Prellung, ein leichtes Knochenmarködem. In zwei, drei Wochen könnte es wieder gut sein.“

…über die Gründe des Aufwärtstrends der Altacher: „Man darf nicht vergessen, dass wir im Sommer einen Umbruch hatten und unsere Form finden mussten. Wir haben eine gute Mischung und die Balance zwischen Defensive und Offensive passt. Die Spielanlage tut uns gut, vielleicht ist sie nicht immer attraktiv. Attraktiv sind auch vier Punkte gegen zwei starke Gegner.“

Kurt Russ (Trainer TSV Egger Glas Hartberg):
…über die Hartberger in den Top-Sechs: „Das ist unser Ziel. Wenn du in den Top-Sechs bist und so überwintern kannst, tust du dir im nächsten Jahr viel leichter. Du kannst viel mehr junge Spieler einbauen und verlierst den Stress ein bisschen. Trotzdem ist es so, dass du nach einer Niederlage wieder unten drinnen bist. Deswegen genießen wir es jetzt und schauen nach vorne und sehen, was passieren wird.“

…vor dem Spiel über die Ausfälle von Donis Avdijaj und Mario Sonnleitner: „Wir wissen, dass wir zwei wichtige Spieler verloren haben. Ich glaube, dass die anderen Spieler auch sehr gut drauf sind und das sollte kein Problem werden.“

Jürgen Heil (TSV Egger Glas Hartberg):
…nach dem Spiel: „Beim ersten Tor war ich mir sicher, dass ich im Abseits bin. Ich habe keine Ahnung, wie ich das nicht gewesen bin. Ich muss noch ein bisserl schauen, wann ich im Abseits stehe und wann nicht.“

Noel Niemann (TSV Egger Glas Hartberg):
…nach dem Spiel: „Eine rote Karte ist für den Gegner unheimlich schwer, vor allem wenn man hinten liegt. Da läuft man noch mehr hinterher und kommt nicht richtig zum Zug. Kompliment an unsere Jungs hinten, die haben super geduldig gespielt und waren nicht nervös. Es war nicht einfach für den Gegner. “

Thomas Rotter (TSV Egger Glas Hartberg):
…auf die Frage, ob das „zu-Null“ nie in Gefahr war: „Doch. Sie haben schon Chancen gehabt, wo wir besser verteidigen müssen. Im Großen und Ganzen hätten wir noch mehr Tore schießen können und deswegen sind wir der verdiente Sieger.“

Alfred Tatar (Sky Experte):
…nach dem Spiel: „Hartberg ist bekannt dafür, dass sie sehr guten Konterfußball spielen können und dann ist die Messe gesungen. Hartberg hätte noch höher gewinnen können. Es war einmal kurz auf Messers Schneide, aber da war der Tormann da.“

…auf die Frage, ob Hartberg ein Top-Sechs-Kandidat sei: „Hartberg ist ein Top-Sechs-Kandidat – noch mit zehn anderen.“

…über die Akademie der Hartberger: „Das ist vielversprechend. Ich bin sehr froh, dass in Hartberg so etwas im Entstehen ist. Man darf nicht vergessen, wo der Verein herkommt und was man in der kurzen Zeit aus dem Boden gestampft hat. Erich Korherr (Anm.: Obmann TSV Egger Glas Hartberg) ist ein Hans Dampf in allen Gassen.“