SALZBURG,AUSTRIA,18.AUG.18 - SOCCER - tipico Bundesliga, Red Bull Salzburg vs TSV Hartberg. Image shows Amadou Haidara and head coach Marco Rose (RBS). Photo: GEPA pictures/ Christian Walgram

Hausmannskost: „Bullen“ zwischen Belgrad-Spielen in Altach gefordert

via Sky Sport Austria

Serienmeister Red Bull Salzburg will die Generalprobe für das am Mittwoch folgende Entscheidungsspiel gegen Roter Stern Belgrad um den Einzug in die Champions League nicht auf die leichte Schulter nehmen. Der Tabellenführer gastiert am Samstag (17.00 Uhr) in Altach. Trotz erneuter Personalrotation soll beim Schlusslicht im fünften Ligaspiel der fünfte Sieg eingefahren werden.

Salzburg-Trainer Marco Rose warnte aber vor den Altachern, die bisher unter Wert geschlagen worden seien. „Sie haben gegen Rapid in Wien und gegen Sturm in Graz gepunktet und zweimal unglücklich verloren“, erinnerte der Deutsche an die bisherige Ausbeute der Vorarlberger. „Das heißt, wir müssen alles geben und alles abrufen, um dort zu punkten.“

Junuzovic fällt aus

Im Hinblick auf das Rückspiel gegen Roter Stern (Hinspiel 0:0) dürfte er zumindest die halbe Startformation schonen. Zlatko Junuzovic fehlt wegen seiner Oberschenkelverletzung in Altach und auch gegen Belgrad.

Für den einen oder anderen Akteur gehe es noch darum, sich für Mittwoch zu zeigen, sagte Rose. „Die Jungs sind gut drauf. Wir wollen im Rhythmus bleiben“, erklärte der Coach. „Meine Jungs haben Bock auf die Spiele. Wir stehen gerade am Anfang der Saison, da darf es nicht viel Müdigkeit geben.“ Er sei in ständigem Austausch mit der medizinischen Abteilung. „Bei den jungen Spielern entscheidet der Trainer, bei den erfahrenen Spielern wird das mit ihnen abgeklärt.“

Fällt das 1000. „Bullen“-Tor?

Salzburg hat die vergangenen sieben Duelle mit Altach gewonnen und gegen die Vorarlberger zehnmal in Folge nicht verloren. Dazu stehen die Bullen vor einem Jubiläum: Seit der Verein unter dem Namen Red Bull firmiert (2005/06) haben die Salzburger 999 Liga-Tore erzielt. Nummer 1.000 wird in Altach anvisiert.

Der Spagat zwischen internationalem und nationalem Geschäft soll weiterhin gelingen. „Wir haben klare Ziele, und wir haben natürlich Ansprüche an uns selber“, erklärte Rose. „Diese Ansprüche haben wir uns auch erarbeitet. Man darf aber nicht Anspruch und Erwartung verwechseln, denn man kann nicht erwarten, dass wir jedes Spiel gewinnen.“

Die bisherigen vier Ligapartien hat sein Team allesamt mit zwei Toren Differenz für sich entschieden. Vor dem Tabellenletzten zeigte Rose dennoch Respekt. „Altach ist gut drauf, ist sehr gut organisiert. Sie spielen viel mit einer Fünferkette, setzen aber trotzdem fußballerisch Akzente.“ Dann wäre da noch „Oldie“ Hannes Aigner, der mit vier Treffern ex aequo mit dem Salzburger Dabbur und dem Wolfsberger Schmerböck die Schützenliste anführt. Rose: „Der weiß, wo das Tor steht.“

Altach sucht die Mischung

Altach will nicht nur mit seinem Routinier, sondern mit einer Mischung aus Eigeninitiative und konsequenter Abwehrarbeit zumindest einen Punkt in Vorarlberg behalten. „Es gibt immer wieder verschiedene Konzepte gegen Salzburg: Mutig nach vorne spielen oder mit einer breiten, großen Wand. Die richtige Mischung braucht es“, meinte Trainer Werner Grabherr.

Die Situation des Gegners, dessen Hauptfokus bereits auf Belgrad liegen dürfte, ist für die Altacher unerheblich. „Wir werden uns mit aller Hingabe auf dieses Duell vorbereiten“, versicherte Grabherr. Zumal die Vorarlberger nach Heimniederlagen gegen Mattersburg (2:3) und Aufsteiger Innsbruck (1:2) noch auf ihren ersten Saisonsieg warten. „Natürlich lechzen auch wir nach einem Heimsieg“, sagte ihr Coach. Ein solcher ist in den vergangenen fünf Anläufen in der Liga nicht gelungen.

„Können gegen Topteams bestehen“

Mit den beiden 1:1 bei Rapid und Sturm hätte man aber gezeigt, „dass wir gegen Topteams bestehen können“, meinte Grabherr. „Wir scheuen uns nicht, auch gegen Red Bull Salzburg einmal den Ball zu nehmen und etwas zu versuchen.“ Verbesserungspotenzial ortete der Altach-Betreuer noch im eigenen Positionsspiel. „Da fehlt uns etwas die Genauigkeit, die Sicherheit, auch der Mut in der letzten Zone. Das hat sich aber jede Runde gebessert, da machen wir gute Schritte.“

Gegen Salzburg müssen sie ohne den gesperrten Samuel Oum Gouet gemacht werden. Neben Philipp Netzer (Achillessehnenprobleme) dürfte das Spiel auch für Adrian Grbic (Knieblessur) zu früh kommen. Die Mittelfeldspieler Valentino Müller und Boris Prokopic sollen nach ihren Verletzungen dagegen erstmals wieder im Kader stehen.