Heimfestung Graz: Wo Sturm und der GAK Ligaspitze sind

Heimfestung Graz: Wo Sturm und GAK Ligaspitze sind

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Auch wenn der SK Sturm und der GAK mit der Tabellenführung in der ADMIRAL Bundesliga aktuell wenig zu tun haben, können beide Grazer Klubs in einer Kategorie dennoch von der Ligaspitze grüßen. Denn die Stadtrivalen haben sich in den vergangenen Wochen und Monaten zu absoluten Heimmächten im Stadion Graz-Liebenau gemausert.

Wenn der GAK am Samstag Ligaprimus Red Bull Salzburg empfängt, kann die Scheiblehner-Elf dies mit der Überzeugung von saisonübergreifend zehn Bundesliga-Heimspielen in Serie ohne Niederlage tun. Eine derartige Serie gelang den Grazern zuletzt zwischen Dezember 2004 und Februar 2006 – damals waren es sogar 20 ungeschlagene Spiele am Stück.

Die letzte Heimniederlage für die „Rotjacken“ liegt bereits fast zehn Monate zurück, als man sich dem LASK im Dezember 2025 knapp mit 1:2 geschlagen geben musste. Und die Heimstärke setzte sich bislang auch in der neuen Saison nahtlos fort: Aus den bisher drei Heimauftritten holte der momentane Tabellenachte einen Sieg (gegen Austria Lustenau) und zwei Remis (gegen WAC und Austria Wien).

Großen Respekt vor der Heimstärke der Grazer hat auch Salzburg-Trainer Danny Röhl. „Der GAK ist seit dem Trainerwechsel, also seit drei Spielen, ungeschlagen. Generell sind die Grazer sehr heimstark und haben in den letzten zehn Heimmatches nicht mehr verloren. Deshalb wird das für uns eine sehr spannende Aufgabe, die wir aber unbedingt lösen wollen“, so der Deutsche.

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GAK-Fans sorgten beim Heimspiel gegen Austria Wien für Stimmung. © GEPA

Gute Erinnerungen an letztes Heim-Duell mit Salzburg

Mut für das anstehende Duell mit den in dieser Saison noch ungeschlagenen Salzburgern dürfte dem GAK auch ein Blick auf den Februar dieses Jahres machen.

Beim bislang letzten Duell mit Red Bull Salzburg vor heimischer Kulisse holte der GAK ein respektables 1:1 – Leon Klassen brachte die Hausherren nach 16 Minuten in Führung, Karim Konate konnte noch vor der Pause für die Salzburger ausgleichen (40.).

HIGHLIGHTS | GAK – Red Bull Salzburg 1:1

Trummer wieder dabei – Rückschlag für Guerti

Beim GAK rechtzeitig fit geworden für das erste Heimspiel nach der Länderspielpause ist Tim Trummer. Der hoch gehandelte Leihspieler von Red Bull Salzburg hat seine schwere Oberschenkelverletzung vom Saisonbeginn auskuriert und könnte ausgerechnet gegen Stammverein Salzburg sein Bundesliga-Debüt für die Grazer geben.

Verzichten muss der GAK hingegen weiterhin auf Offensivspieler Ismael Guerti. Der Sommerneuzugang, der nach Startschwierigkeiten immer besser in Schwung kam, hat beim Comeback-Versuch nach seiner Oberschenkelverletzung einige Rückschläge im Training erlitten und wird weiter ausfallen.

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Sturm-Heimserie aktuell unerreicht

Ein noch längere Serie ohne Heimniederlagen in der ADMIRAL Bundesliga kann derzeit nur GAK-Stadtrivale Sturm Graz vorweisen. Die Mannschaft von Trainer Fabio Ingolitsch ist saisonübergreifend seit inzwischen zwölf Bundesliga-Heimpartien unbesiegt.

Zuletzt stellten die „Blackies“ vor der Länderspielpause dem LASK ein Bein und besiegten den amtierenden Doublesieger durch Tore von Mamageishvili und Diakite mit 2:1. Ähnlich wie beim GAK datiert die letzte Bundesliga-Heimniederlage des SK Sturm aus dem Dezember 2025, als man sich der WSG Tirol mit 1:3 geschlagen geben musste.

Die beeindruckende Heimserie ausbauen kann der SK Sturm am übernächsten Wochenende, wenn das Grazer Derby gegen den GAK ansteht. Zuvor ist der Vizemeister im Samstagabend-Topspiel der 8. Runde noch auswärts bei der Wiener Austria gefordert.

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Die Anhänger des SK Sturm sorgen während des Spiels gegen den LASK (Endstand 2:1) für eine farbenfrohe Choreo. © GEPA

Große Auswärtsschwäche bei Sturm

Große Sorgen dürfte dem aktuellen Tabellenvierten jedoch die akute Auswärtsschwäche bereiten. So konstant Sturm seit geraumer Zeit vor heimischer Kulisse punktet, so schwach sind die Auswärtsauftritte in der laufenden Saison.

Die Grazer holten aus den ersten vier Bundesliga-Auswärtsspielen nur vier Punkte – so wenige wie zuletzt 2014/15, als es ebenfalls nur vier Zähler waren. Hinzu kommt die derzeitige Ladehemmung bei der Ingolitsch-Elf: Der SK Sturm erzielte in den ersten sieben Spielen dieser Saison lediglich acht Tore – weniger waren es zuletzt in der Saison 2004/05 (fünf Treffer). Beim 0:3 gegen Red Bull Salzburg blieb Sturm zudem erstmals in dieser Liga-Saison torlos.

Offensiv-Lazarett bei Sturm

Bei der Jagd nach Toren kann Ausnahmespieler Otar Kiteishvili weiter nicht eingreifen. Nach überstandener Wadenverletzung verletzte sich der Georgier beim Nationalteam erneut und wird den Grazer damit weiter fehlen.

Landsmann Gizo Mamageishvili reiste ebenfalls angeschlagen vom georgischen Team nach Graz retour und wird einige Wochen ausfallen. Mit Filip Rozga (erneute Muskelverletzung) fehlt Sturm bereits ein anderer kreativer Offensivspieler. Angreifer Seedy Jatta fällt nach einer Schulter-OP noch länger aus, Leihstürmer Nelson Weiper laboriert an hartnäckigen Schambeinproblemen.

Etwas Mut für die anstehende Aufgabe darf Sturm aber der Blick auf das jüngste Auswärtsspiel in Wien-Favoriten machen. Im März 2026 gewann Sturm Graz das Meistergruppen-Duell bei Austria Wien mit 5:2 und erzielte dabei erstmals fünf Tore in einem Bundesliga-Auswärtsspiel gegen die Veilchen.

HIGHLIGHTS | FK Austria Wien – SK Sturm Graz 2:5

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