Ilzer Hoffenheim

Hoffenheim & Ilzer beenden Negativlauf – Leipzig vergibt 3:0-Führung

Mit dem ersten Auswärtssieg aus der Krise: Die TSG Hoffenheim hat ausgerechnet dank Andrej Kramaric ihren freien Fall in der deutschen Bundesliga vorerst gestoppt.

Die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer gewann am Samstag das Kellerduell bei Holstein Kiel verdient mit 3:1 (2:0), Kramaric machte mit seinem Treffer zum 2:0 kurz vor der Pause quasi schon alles klar (45.+1). Zudem traf noch Adam Hlozek mit einem Doppelpack (26. und 56.), Kiel machte zu wenig aus seinen Möglichkeiten, der Anschluss durch Joker Andu Kelati (84.) kam zu spät.

Nach dritter Liga-Niederlage in Folge: Dortmunds Sahin angezählt

Nach zuletzt drei Bundesliga-Pleiten in Serie und neun Pflichtspielen ohne Sieg gelang Hoffenheim, bei denen Alexander Prass durchspielte, wieder einmal ein Dreier – und der unter Druck geratene Ilzer kann zunächst etwas aufatmen. Hoffenheim verbesserte sich in der Tabelle auf Rang 15 und vergrößerte den Vorsprung auf Kiel auf sechs Punkte. Die Störche konnten nicht an die Leistung vom spektakulären Sieg gegen Borussia Dortmund vier Tage zuvor (4:2) anknüpfen, das Team von Trainer Marcel Rapp bleibt Vorletzter.

Ilzer: „Absolut richtungsweisendes Spiel“ für Hoffenheim

„Es ist ein absolut richtungsweisendes Spiel. Jeder Einzelne muss auf dem Platz seine Leistung bringen. Und wir müssen zeigen, dass wir mit der aktuellen Situation klarkommen“, hatte Ilzer vor der Partie gesagt – und sein Team begann dann auch durchaus engagiert und suchte auf dem holprigen Rasen den Weg nach vorne. Kramaric, der nach dem 0:5-Debakel zuletzt gegen Bayern München mit seiner Generalkritik („einzige Scheiß-Saison“) für Wirbel gesorgt hatte, versuchte immer wieder das Spiel anzukurbeln.

Kramaric: „Nichts funktioniert, seitdem sich im Verein etwas geändert hat“

Leipzig verpasst Sieg trotz 3:0-Vorsprung & Baumgartner-Tor

Mit einem Hattrick in nur 13 Minuten hat Myron Boadu dem VfL Bochum einen spektakulären Punktgewinn im Abstiegskampf beschert. Der Niederländer rettete dem Tabellenletzten nach 0:3-Rückstand noch ein 3:3 (0:3) gegen RB Leipzig – und gab den Hoffnungen der Westfalen auf den Klassenerhalt weitere Nahrung.

Boadu, erstmals seit Anfang Oktober wieder in der Startelf, traf in der 48. und 57. Minute aus dem Spiel heraus, dann legte er per Foulelfmeter nach (61.). Drei Tore innerhalb von zwölf Minuten durch Willi Orban (10.), Antonio Nusa (13.) und Christoph Baumgartner (22.) hatten RB mit 3:0 in Führung gebracht. Allerdings hatten die Leipziger dabei auch Glück gehabt: Beim zweiten Treffer konnte eine mutmaßliche Abseitsstellung nicht vom VAR verifiziert werden, weil wegen technischer Probleme die kalibrierte Linie nicht gezogen werden konnte.

Aufgrund der Sperren von Lois Openda und Benjamin Sesko war Baumgartner als Solospitze im Einsatz und spielte so wie Nicolas Seiwald durch.

Bayern besiegen Wolfsburg knapp

Angeführt von Doppelpacker Leon Goretzka hat Bayern München sich mit dem nächsten Pflichtsieg auf die heiße Schlussphase in der Vorrunde der Champions League eingestimmt. Der deutsche Rekordmeister bezwang Bundesliga-„Lieblingsgegner“ VfL Wolfsburg dank seines obersten Verkaufskandidaten verdient mit 3:2 (2:1) und festigte die Tabellenführung.

Goretzkas Führung (20.) wurde vom Wolfsburger Mohamed Amoura (24.) mit dessen siebtem Saisontor ausgeglichen. Doch Michael Olise (39.) und erneut Goretzka (62.) nach einer Freistoßflanke des Franzosen stellten die Weichen auf Sieg. Es war der 26. im 28. Bundesliga-Heimspiel gegen die Wölfe bei zwei Unentschieden, daran änderte auch Amouras zweites Tor nichts mehr (88.).

Die Bayern behielten gegen Ralph Hasenhüttls zuletzt formstarke Wolfsburger damit die Oberhand. Konrad Laimer spielte bei den Siegern als Rechtsverteidiger durch, bei den Gästen wurde Patrick Wimmer in der 71. Minute ausgetauscht.

„Big Points“ für Stuttgart & St. Pauli

Der VfB Stuttgart setzt sich zunehmend in der Spitzengruppe der deutschen Fußball-Bundesliga fest. Der gnadenlos effiziente Vizemeister feierte beim souveränen 4:0 (3:0) im baden-württembergischen Derby gegen den SC Freiburg bereits den dritten Sieg im dritten Spiel seit dem Jahreswechsel und hat die erneute Qualifikation für die Champions League wieder fest im Blick.

Bei Freiburgs Abfuhr in Stuttgart kam Philipp Lienhart in der 20. Minute ins Spiel, Michael Gregoritsch wurde in der 77. Minute für Junior Adamu eingetauscht.

Im Keller-Duell beim 1. FC Heidenheim hat sich der gewohnt abwehrstarke FC St. Pauli drei „big points“ im Kampf gegen den Abstieg gesichert. Nach ihren zwei Niederlagen seit dem Jahresbeginn gewannen die minimalistischen Kiez-Kicker mit David Nemeth in der Dreierkette bei ihrem direkten Konkurrenten 2:0 (1:0). Für die Mannschaft mit dem schwächsten Offensive der Liga war es der fünfte Sieg in dieser Saison.

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(SID/Red./APA)

Beitragsbild: Imago.