„Ich als Österreicher…“: Freund äußert sich zu Wanner-Zukunft
Österreich oder Deutschland? Bayern-Sportdirektor Christoph Freund hat sich zur noch offenen Nationalteam-Zukunft von Toptalent Paul Wanner geäußert.
„Es ist natürlich seine Entscheidung. Ich als Österreicher hätte nichts dagegen, wenn er für Österreich spielt. Er ist ein richtig guter Spieler und hat natürlich auch einen Österreich-Bezug“, sagte Freund über Wanner, der als Sohn einer Österreicherin in Dornbirn zur Welt kam. „Aber das muss der Paul für sich selber entscheiden. Er kann danach nicht wieder hin und her wechseln. Es muss sein Gefühl und sein Herz sagen, für wen er dann spielt“, so Freund weiter.
Der starke Saisonstart von Wanner bei Leihklub 1. FC Heidenheim ist natürlich auch den Münchener Verantwortlichen nicht verborgen geblieben. „Grundsätzlich hat er eine sehr, sehr gute Entwicklung genommen. Wir sind öfter mit ihm im Austausch, er hatte jetzt einen super Saisonstart“, sagte Freund. In bislang vier Pflichtspielen für die Heidenheimer erzielte Wanner vier Treffer und bereitete zwei weitere Tore vor.
„Jetzt gilt es, die Leistungen immer wieder zu bestätigen. Wir verfolgen seinen Weg bei Heidenheim weiter sehr eng, weil wir hier in Zukunft sehr viel mit ihm vorhaben“, meinte Freund.
Wanner will sich bei Entscheidung Zeit lassen
Wanner will die Frage mit seiner Familie besprechen, „Papa, Mama, ich“, sagte er, sonst niemand. Die Mama sagt Österreich, der Papa Deutschland? „Ja, vielleicht“, sagte Wanner und lachte. Er gab zu bedenken, dass es bei dieser Entscheidung nicht so sei „wie im Verein, man kann nicht hin und eventuell wieder zurück wechseln, und ausleihen geht auch schlecht“.
Bevor er sich festlege, wolle er „eigentlich erst mal ein komplettes Jahr Bundesliga spielen, um zu sehen, wo es hingeht, aber vielleicht fällt die Entscheidung auch schneller. Ich habe noch kein endgültiges Gefühl für den richtigen Zeitpunkt.“
Wanner lief für die deutsche U17, U18 und U20 auf, der U21 hat er gerade abgesagt, weil sein Körper „einfach mal kurz Pause gebraucht“ habe. Der DFB buhlt wie der ÖFB um ihn, Bundestrainer Julian Nagelsmann sagte zuletzt: „Er ist ein Spieler mit sehr viel Potenzial, den wir beim DFB fest in unseren Planungen haben.“ Bayern-Sportvorstand Max Eberl ergänzte nun: „Wir haben die Fantasie, aus Paul mal einen Bayern-München-Spieler zu machen.“
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