Am Samstag fällt der Startschuss zur Klub-WM 2025. Salzburg-Boss Stephan Reiter hat sich über das neue Megaturnier der F

„Ich verstehe die Kritik“ – Klub-WM im Zwiespalt

Am Samstag fällt der Startschuss zum neuesten Megaprojekt im internationalen Fußball. Europas Elite misst sich bei der Klub-WM in den USA mit den Topteams aus Nord- und Südamerika, Asien, Afrika und Ozeanien – mit Red Bull Salzburg ist auch ein österreichischer Vertreter dabei.

Für die „Bullen“ ist das Turnier mit 32 Mannschaften vermutlich ein einmaliges Erlebnis. Eine Milliarde US-Dollar hat die FIFA als Preisgeld veranschlagt, so viel wie noch nie. „Wir wollen die Klub-WM als Herausforderung sehen, wollen nicht Statisten sein, sondern uns von unserer besten Seite präsentieren“, betonte Salzburgs Geschäftsführer Stephan Reiter.

Doch die Klub-WM stößt auch auf Kritik.

Spielergewerkschaften kritisieren Klub-WM – nationale Ligen & UEFA die großen Verlierer

So bemängelte die Spielergewerkschaft FIFPRO die hohen Belastungen für Spieler im Spitzenbereich, auf die nun ein weiterer Pflichttermin zukommt. Körperliche Erschöpfung, Verletzungen und psychische Probleme seien Risiken für die Athleten. Auf der anderen Seite profitieren die Spieler selbst finanziell von den Einnahmen.

Definitiv zu den Verlierern gehören nationale Ligen. Erstens sorgen die vielen internationalen Bewerbe, darunter auch die Klub-WM, für Terminstress bei der Spielplanerstellung. Zweitens droht die finanzielle Kluft zwischen Spitzenteams und dem Rest weiter zu wachsen. Aus österreichischer Sicht bekommt Salzburg alleine für die Teilnahme an der Klub-WM 12,8 Millionen US-Dollar Startgeld, weitere Erfolgsprämien könnten dazukommen. Erlöse aus dieser Sphäre sind für die anderen Bundesligisten nur schwer zu erwirtschaften.

Ein weiterer Verlierer der Klub-WM ist die UEFA, die sich in einem ständigen Machtkampf mit der FIFA befindet. Das Megaturnier in den USA gilt als große Annäherung der FIFA an die europäischen Spitzenklubs.

Finanzielles Spektakel: Neuer Klub-WM-Modus im Überblick

Salzburg-Boss Reiter kann Kritik nachvollziehen

Kritik am Turnier, die im Vorfeld auftauchte, kann Salzburg-Boss Reiter nachvollziehen. „Ich verstehe die Kritik“, meinte Reiter. „Gerade für die europäischen Top-Klubs, die im Turnier weit vorstoßen, stellen die vielen Spieltermine eine hohe Belastung dar. Aber auch für kleinere Klubs wird die Belastung aufgrund der kleineren Kader zunehmend größer. Zusätzlich nimmt auch noch die Zahl der Nationalteamabstellungen zu.“

Man sei aber quasi nur Passagier. „Das ist wie ein Kreislauf, der sich permanent erhitzt. Den werden wir als österreichischer Klub letztlich aber nicht aufhalten bzw. großartig beeinflussen können.“

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Ticketverkauf läuft schleppend

Im Hinblick auf die Ticketverkäufe droht der Klub-WM ein Fiasko. Das Eröffnungsspiel zwischen Al Ahly SC und Inter Miami mit Lionel Messi ist wenige Tage vor Turnierstart noch lange nicht ausverkauft.

Auf der offiziellen Ticket-Plattform der FIFA sind im 65.000 Plätze fassenden Hard Rock Stadium von Miami noch in fast jedem Block Tickets zu erwerben. Die Aussicht auf ehemalige Weltstars wie Messi, Luis Suarez, Sergio Busquets oder Jordi Alba scheint in den USA nicht die erhoffte Wirkung zu haben. Die FIFA gab zuletzt zu, dass für das Auftaktspiel noch „Zehntausende Tickets“ nicht verkauft sein. Von weniger als 20.000 verkauften Tickets war in diversen Berichten die Rede.

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(Red./APA)

Bild: GEPA