Files from the International Olympic Committee (IOC) are delivered at the Court of Arbitration for Sport (CAS) in Geneva on January 22,  2018.
Dozens of Russian athletes banned by the International Olympic Committee for life over doping will seek to overturn their punishment from January 22, 2018 at the world's top sports court. The week-long hearing at the Court of Arbitration for Sport (CAS) will include appeals from 39 Russians who competed at the 2014 Winter Games in Sochi, which were tarnished by a vast, Moscow-backed doping scheme, according to multiple independent investigations.  / AFP PHOTO / Harold Cunningham        (Photo credit should read HAROLD CUNNINGHAM/AFP/Getty Images)

IOC “sehr besorgt” über fehlerhafte Dopingbehälter

via Sky Sport Austria

(SID) – Die Sicherheitslücke bei den neuesten Dopingkontrollbehältern macht das Internationale Olympische Komitee (IOC) kurz vor den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) “sehr besorgt”. Diese Haltung zu der am Montag von der ARD enthüllten Problematik mit den von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zugelassenen Gefäßen teilte das IOC am Dienstagmorgen mit.

“Wir haben die WADA aufgefordert sicherzustellen, dass die Anti-Doping-Tests in Pyeongchang in einer glaubwürdigen und verlässlichen Weise durchgeführt werden können”, ließ das IOC weiter wissen: “Die WADA hat uns informiert, dass sie in Kontakt zum Flaschenhersteller Berlinger steht. Wir haben volles Vertrauen in die WADA, dass sie eine Lösung für dieses Thema finden wird.”

Am Montag waren schwere Mängel bei der Lagerung von Dopingproben bekannt geworden. Die erst im vergangenen September eingeführten Testflaschen können nach Recherchen der ARD-Dopingredaktion von unberechtigten Personen geöffnet und wieder verschlossen werden, ohne dass dabei Spuren hinterlassen werden.

Die WADA teilte mit, dass sich die als Reaktion auf den russischen Staatsdopingskandal entwickelten Sicherheitsflaschen der Schweizer Firma Berlinger, in denen die Proben aufbewahrt werden, nach der Einfrierung noch von Hand öffnen lassen. Auch das Kölner Kontrolllabor bestätigte auf SID-Anfrage die Existenz des Problems.

Beitragsbild: Getty Images