Iran-Torhüter mit Verdacht auf Gehirnerschütterung im Krankenhaus

Der iranische Fußball-Nationaltorhüter Alireza Beiranvand ist mit Verdacht auf eine „schwere Gehirnerschütterung“ sowie einen „Nasenbeinbruch“ ins Krankenhaus eingeliefert worden. Dies teilte Trainer Carlos Queiroz auf der Pressekonferenz nach dem 2:6 (0:3) gegen England mit.

Beiranvand war in der achten Minute bei einer Flanke mit Verteidiger Majid Hosseini zusammengekracht und nach mehr als zehnminütiger Behandlung aus dem Stadion getragen worden.

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Für ihn kam Hossein Hosseini in der 20. Minute in die Partie und kassierte anschließend sechs Gegentore.

Queiroz bittet um Fokus auf Fußball: Irans Spieler „können nichts dafür“

Irans Fußball-Nationaltrainer Carlos Queiroz hat nach dem misslungenen WM-Auftakt die ständige Thematisierung der schwierigen Lage in der Heimat angeprangert. „Lasst die Spieler das Spiel spielen, bitte“, appellierte der 69-Jährige an die Journalisten: „Sie wollen einfach für ihr Land Fußball spielen, wie es alle anderen Spieler auch können. Es ist nicht korrekt, sie Dinge zu fragen, für die sie nichts können. Sie sind hier, um den Leuten in der Heimat Stolz und Freude zu geben.“

Für Sport auf höchstem Niveau habe sein Team derzeit „nicht das beste Umfeld“, führte er aus: „Dinge, die geändert werden sollten, sind nicht unter unserer Kontrolle. Wir können uns nur auf die fußballerische Leistung konzentrieren. Andere Themen liegen nicht in unserer Hand.“ Seine Spieler hatten vor dem Auftaktspiel gegen England (2:6) die Proteste im eigenen Land unterstützt, indem sie bei der Nationalhymne demonstrativ schwiegen.

„Die Fans, die nicht bereit sind, das Team zu unterstützen, sollen zu Hause bleiben. Wir brauchen sie nicht“

Auf den Rängen hatten einige iranische Frauen Tränen in den Augen, in einen lauten Aufschrei mischten sich aber auch Pfiffe. „Die Fans, die nicht bereit sind, das Team zu unterstützen, sollen zu Hause bleiben. Wir brauchen sie nicht“, sagte Queiroz. Seine Spieler könnten sich auf der „höchsten Bühne nicht nur auf Fußball konzentrieren. Es gibt Leute, die unser Team stören wollen mit Themen, die außerhalb des Fußballs liegen“, so der Portugiese.

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Seine Spieler würden nur ihrem „Traum“ nachgehen, „Legenden aus ihrem Land zu folgen“, erzählte Queiroz. Deshalb sei er „sehr stolz“, wie seine Elf trotz aller Umstände gegen England „gefightet“ habe und sich mit zwei Ehrentoren „belohnt“ habe.

(SID) / Bild: Imago