„Ist ein ernsthafter Kandidat“: Adamu auf dem Weg zum Einserstürmer?
Nach einem schwierigen ersten Jahr mit vielen Rückschlägen in Freiburg läuft es bei ÖFB-Angreifer Junior Adamu seit Saisonbeginn richtig gut. Folgerichtig berief Teamchef Ralf Rangnick den 23-Jährigen zum zweiten Mal in Folge in den ÖFB-Kader ein.
Während für Adamu im September-Lehrgang beim Nations-League-Auftakt gegen Slowenien nur ein achtminütiger Kurzeinsatz heraussprang, könnte der Ex-Salzburger in den kommenden Spielen gegen Kasachstan und Norwegen deutlich mehr Spielzeit beim ÖFB-Team erhalten.
„Er hatte letztes Jahr keine einfache Zeit in Freiburg und kam dort fast gar nicht zum Zug. Jetzt gab es dort einen Trainerwechsel und er ist seit der Vorbereitung eigentlich gesetzt“, zeigte sich Teamchef Rangnick über die positive Entwicklung bei Adamu erfreut.
In der Tat zählt Freiburgs neuer Trainer Julian Schuster voll auf die Dienste von Adamu, wie auch die Zahlen belegen. Der Angreifer stand bislang in allen sieben möglichen Pflichtspielen in der Freiburger Startelf und absolvierte 93 Prozent der möglichen Einsatzminuten. Das Vertrauen des Trainers zahlt Adamu mit Leistung zurück: In sieben Einsätzen gelangen ihm vier Treffer und ein Assist.
„Er hat jetzt ein ganz anderes Level an Selbstbewusstsein, als es noch vor ein paar Monaten der Fall war. Deswegen haben wir ihn erneut nominiert“, sagte Rangnick.
Adamu für Rangnick „ein Vorzeigespieler gegen den Ball“
Neben seiner wiederentdeckten Torgefahr passt Adamu zudem sehr gut zum von Rangnick bevorzugten intensiven Gegenpressing-Fußball mit hoher Intensität.
„Im Spiel gegen den Ball ist er sicher einer unserer Vorzeigespieler, der ein guter erster Ansprinter ist und der ein gutes Gefühl dafür hat, wann er auslösen muss. Auch mit dem Ball hat er an Selbstvertrauen zugelegt. Insofern ist er jetzt sicherlich wieder ein ernsthafter Kandidat und er ist vor allem auch im Spielrhythmus“, deutete Rangnick einen mögliche Startelf-Einsatz Adamus an.
Arnautovic und Gregoritsch mit wenig Spielpraxis
Anstelle von Adamu kommen für das Sturmzentrum zwei weitere Optionen in Frage. Routinier Marko Arnautovic könnte erste Wahl sein, kommt bei Inter aber nur noch selten zum Zug und besitzt wenig Spielpraxis.
Zumindest konnte der 36-Jährige vergangene Woche in der Champions League beim 4:0 gegen Roter Stern Belgrad wieder einen Torerfolg bejubeln.
VIDEO: Arnautovic trifft zum 2:0 gegen Roter Stern Belgrad
Am vergangenen Wochenende schmorte Arnautovic bei Inters 3:2-Sieg gegen Torino jedoch 90 Minuten auf der Bank.
Noch kein Thema für die Startelf dürfte Adamus Freiburg-Teamkollege Michael Gregoritsch sein, der erst vor kurzem von einem Muskelfaserriss genesen ist. Bei ihm reiche die Kraft für 90 Minuten noch nicht, wie er vor wenigen Tagen selbst erklärte.
(Red.)/Bild: Imago
