Mit Josef Pröll steht erstmals seit Friedrich Stickler wieder ein "Quereinsteiger" vor der Wahl zum Chef des Österreichi

Jetzt abstimmen: Ist „Quereinsteiger“ Pröll der richtige Mann für den ÖFB?

Mit Josef Pröll steht erstmals seit Friedrich Stickler wieder ein „Quereinsteiger“ vor der Wahl zum Chef des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB).

Der 56-jährige frühere Vizekanzler und Finanzminister ist Generaldirektor der zur Raiffeisen-Gruppe gehörenden Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG (LLI). Stickler war Vorstandsdirektor der Österreichischen Lotterien, als er 2002 die Nachfolge von Beppo Mauhart antrat.

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Pröll aus der Politik bekannt

Mit dem Namen Pröll verbindet man hierzulande vor allem Politik und ÖVP. „Sepp“ ist der Neffe von Niederösterreichs Landeshauptmann a.D. Erwin Pröll und Vater von Neo-Staatssekretär Alexander Pröll. Er selbst fungierte von Februar 2003 bis Dezember 2008 im Kabinett Wolfgang Schüssel II und unter Alfred Gusenbauer (SPÖ) als Landwirtschafts- und Umweltminister, danach bis April 2011 als Vizekanzler und Finanzminister in der Regierung von Werner Faymann (SPÖ). Zudem war er ÖVP-Bundesparteiobmann.

Der 13. April 2011 brachte früh das politische Karriereende der schwarzen Hoffnung. Josef Pröll zog sich mit nur 42 Jahren zurück. Ein Lungeninfarkt hatte den dreifachen Familienvater darauf hingewiesen, dass es stressärmere Ämter als die Politik gibt. Mit 1. Juli 2011 wechselte er als Vorstandschef zur LLI, deren Generaldirektor er mit Jahresbeginn 2014 wurde.

Pröll sammelte Erfahrung als Funktionär bei Austria Wien

Als Fußball-Funktionär war der designierte ÖFB-Präsident bei der Wiener Austria tätig. Von November 2018 bis Mai 2021 fungierte er als Zweiter Vizepräsident der Violetten vom Verteilerkreis in Favoriten. Bereits ab Februar 2012 war er Aufsichtsratsmitglied der FK Austria Wien AG. Seit April 2012 ist „Sepp“ Pröll auch niederösterreichischer Landesjägermeister. Er trat damals die Nachfolge von Christian Konrad in dieser Funktion an.

Überraschungscoup beim ÖFB: Wie Josef Pröll Präsident wurde

(APA)

Bild: Imago