Italien wahrt WM-Chance mit Heimsieg – auch Kosovo & Foda im Quali-Endspiel
Der vierfache Weltmeister Italien wahrt seine WM-Chance: Dank eines hart erkämpften 2:0-Heimsieges gegen Nordirland erzwingt die zuletzt zweimal bei WM-Endrunden abwesende Fußballnation das Endspiel um die Qualifikation.
Die Squadra Azzurra setzte sich im Playoff-Halbfinale in Bergamo mit Mühe gegen Nordirland durch und kann sich am Dienstag erstmals seit 2014 für die WM qualifizieren. Das Team von Trainer Gennaro Gattuso muss im Kampf um eine Teilnahme am XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada nun auswärts in Wales oder bei ÖFB-Quali-Gruppengegner Bosnien-Herzegowina ran.
Sieg gegen Rumänien: Türkei darf weiter auf erste WM seit 24 Jahren hoffen
Die stolze Fußballnation hatte die Endrunden 2018 in Russland und 2022 in Katar verpasst, seit dem vierten WM-Triumph 2006 in Deutschland haben die Italiener kein K.o.-Spiel mehr bestritten. Die Italiener starteten in Bergamo stark, fanden aber zunächst kein taugliches Mittel, den kompakten Abwehrblock der Nordiren zu knacken. Zumindest am Donnerstag wendeten die Südeuropäer das nächste Qualifikations-Debakel durch die Treffer von Sandro Tonali (56.) und Moise Kean (80.) ab. Nordirland hingegen muss weiter auf die erste WM-Teilnahme seit 1986 warten
Gattuso hatte den immensen Druck auf die Italiener nicht geleugnet und vom „wichtigsten Spiel“ seiner Karriere gesprochen. Gegen die kompakten Nordiren tat sich sein Team aber extrem schwer, ehe Tonali mit einem wuchtigen Abschluss aus dem Rückraum den Bann brach.
Foda & Kosovo nur ein Spiel von WM-Teilnahme entfernt
Historisch ist bereits jetzt der Erfolg des Kosovo, der unter Teamchef Franco Foda weiter von der WM träumen darf: In der Slowakei siegte die Elf des möglichen WM-Neulings mit 4:3. Nach einem 1:2-Pausenrückstand drehten Fisnik Asllani (47.), Florent Muslija (60.) und Kreshnik Hajrizi (72.) die Partie. Der Kosovo trifft nun auf die Türkei.
„Können gegen gute Nationen gewinnen“ – Foda über Quali-Chancen
Im Finale ihres Pfades stehen sich zudem Dänemark (4:0 gegen Nordmazedonien) und entweder Irland oder Tschechien gegenüber. Dänemark gab sich gegen Nordmazedonien keine Blöße und gewann dank einer starken zweiten Halbzeit. Mikkel Damsgaard (49.) brachte die Dänen kurz nach der Pause in Führung, mit einem Doppelpack sorgte Gustav Isaksen (58., 59.) nach knapp einer Stunde für die endgültige Entscheidung.
Schweden wie Italien weiter – Ukraine out
Den vierten UEFA-Platz in Nordamerika spielen sich Schweden (3:1 gegen die Ukraine) und Polen (2:1 gegen Albanien) aus. Starangreifer Robert Lewandowski vom FC Barcelona setzte sich mit seinem Team gegen Albanien durch und traf dabei zum zwischenzeitlichen 1:1 (63.). Piotr Zielinski (73.) drehte die Partie zugunsten der Polen. Die Skandinavier, die sich über die Nations League für die Playoffs qualifiziert haben, bezwangen indes in Valencia dank eines Dreierpacks von Arsenal-Angreifer Viktor Gyökeres (6., 51., 73./Foulelfmeter) die Ukraine mit 3:1 (1:0).
(Red./SID/APA).
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