Japan schreibt mehrfach Geschichte
Japan als Geheimfavorit?
Die Japaner sind nicht nur auf dem Weg ins Sechzehntelfinale, sie mausern sich auch immer mehr zu einem Geheimtipp für (noch) größeren Taten. Schon beim 2:2 gegen die Niederlande hatte das Team von Hajime Moriyasu überzeugt, zum Gruppenfinale gegen Schweden am Freitag (1.00 Uhr/MESZ) in Dallas reisen die Blauen Samurai mit viel Selbstvertrauen.
Die verunsicherten Tunesier jedenfalls waren keine Gegner auf Augenhöhe für die technisch versierte Mannschaft. Kamada stellte früh die Weichen und löste Shinji Kagawa als schnellsten japanischen WM-Torschützen ab. Der frühere Dortmunder hatte 2018 gegen Kolumbien nach sechs Minuten getroffen.
Zum Spieler des Spiels avancierte allerdings Stürmer Ayase Ueda, der zwei Tore erzielte (31., 84.), den Treffer von Junya Ito (69.) auflegte und damit ebenfalls bisher Einzigartiges im japanischen Fußball vollbrachte: Einen WM-Doppelpack hatte noch kein anderer „Samurai“ erzielt, geschweige denn drei Scorerpunkte in einer einzigen Partie.
Viermal standen die Japaner bislang im Achtelfinale einer WM (2002, 2010, 2018 und 2022), darüber hinaus ging es nie. Die Qualität für weitere historische Leistungen, das bewiesen die beiden ersten Gruppenspiele, besitzt die Mannschaft von Trainer Hajime Mariyasu durchaus.
