Jesse Marsch: „Heute haben wir eine super Mentalität auf den Platz gebracht, ich bin sehr stolz“

via Sky Sport Austria
  • Christoph Freund über das bevorstehende Champions League Playoff Duell in Tel Aviv im Corona-Lockdown: „Es nicht ganz nachvollziehbar, wir nehmen es so an und konzentrieren uns auf das Sportliche“
  • Alex Pastoor: „Das haben wir heute verdient“
  • Stephan Reiter: „Von einem auf den anderen Tag wurde auf 3.000 Zuseher reduziert. Für uns ist es nicht nachvollziehbar, dass man die Zuschauer in einer Absolutmenge festlegt“
  • Hans Krankl: „Salzburg ist großer Favorit gegen Maccabi“
  • Alfred Tatar: „Es war ein perfekter Test für das Spiel in Tel Aviv“

 

Der FC Red Bull Salzburg schlägt den CASHPOINT SCR Altach mit 4:1. Die Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

 

FC Red Bull Salzburg – CASHPOINT SCR Altach, 4:1 (2:1)

Schiedsrichter: Manuel Schüttengruber

 

Jesse Marsch (Trainer Red Bull Salzburg):

…nach dem Spiel: „Diese Gruppe hat immer eine unglaubliche Stimmung und Freude miteinander, in der Kabine und auf dem Platz jeden Tag viel Spaß. Heute haben wir eine super Mentalität auf den Platz gebracht, gekämpft und füreinander gelaufen. Das ist eine echte Mannschaft. Diese Leistung haben wir heute für die kommenden Wochen gebraucht. Ich bin sehr stolz Trainer dieser Truppe zu sein. Für mich war es der perfekte Test für Dienstag. Taktisch haben wir es in der zweiten Halbzeit sehr gut umgesetzt, Selbstvertrauen und Wille haben wir heute gezeigt. Maccabi ist eine gute Mannschaft, ungeschlagen letzte Saison, sie sind sehr schlau, spielen mit viel Erfahrung, ein Vorteil für sie. Wir fliegen nach Tel Aviv und kommen mit unserer besten Leistung. Wir müssen schlau sein und mit unserer Art und Weise Fußball spielen.“

 

Christoph Freund (Sportdirektor Red Bull Salzburg):

…vor dem Spiel über das Antreten im Champions League Playoff Duell in Tel Aviv, Israel befindet sich im Corona-Lockdown: „Wir verstehen es nicht, wir müssen es so annehmen. Wir waren viel im Austausch mit der UEFA (…) es nicht ganz nachvollziehbar, jetzt ist es so und wir wollen unbedingt ein gutes Resultat erzielen. Wir nehmen es so an und konzentrieren uns auf das Sportliche. Im Endeffekt wurde so entschieden, dass es möglich ist dort zu spielen und dann vertrauen wir darauf, dass dort die Sicherheit gewährleistet sein wird. Es wird eigenartig sein, aber wir müssen es ausblenden und sind dort, um Fußball zu spielen. Wir haben mit den Spielern gesprochen, ich bin überzeugt, dass alles gut gehen wird. Wir haben zweimal nicht so gute Erfahrungen mit Gegnern aus Israel gemacht, das ist aber schon lange vorbei. Wir beschäftigen uns nicht mit der Vergangenheit. Mit unserer Power und unserem Speed bin ich überzeugt, dass wir besser sein können. Es ist grundsätzlich nicht positiv, wenn Fans nicht zugelassen sind. Deshalb spielen wir Fußball, es ist das Salz in der Suppe.“

…über die Zuschauerbeschränkung von 3.000 Zusehern: „Ich bin schon eher unzufrieden, wir können es nicht ganz nachvollziehen, wir haben ein Stadion für 30.000 Zuseher, warum man die 3.000 mit einer Zahl festmacht ist mir nicht ganz nachvollziehbar. Es ist schon ein großer Unterschied, ob ein Stadion 6.000 Zuseher fasst oder 30.000. Wir haben ein super Konzept vorgelegt. Wir spielen im Freien, der Abstand wäre garantiert gewesen. Ich finde es sehr, sehr schade, dass so kurzfristig auf 3.000 Zuseher reduziert wurde.“

 

Stephan Reiter (Geschäftsführer Red Bull Salzburg):

…über das bevorstehende Champions League Playoff Duell in Tel Aviv: „Es ist schon ein Stück weit eine politische Skurrilität, dass ein Land im Lockdown ist und eine Ausnahmegenehmigung für den Fußball ausstellt und wir müssen in einem Land, das sich de facto im Lockdown befindet, ein Champions League Qualifikationsspiel spielen und die Einreisebeschränkung für Österreicher erst am 22. gilt, im Gegensatz zu allen anderen Einreisenden in Israel. Das ist eine gewisse Skurrilität, aber wir freuen uns auf das Spiel und werden alles reinhauen, was wir haben.“

…über die Zuschauerbeschränkung von 3.000 Zusehern: „Von einem auf den anderen Tag wurde auf 3.000 Zuseher reduziert. (…) Diese Planbarkeit ist für uns das große Thema und die Kurzfristigkeit. Für uns ist es nicht nachvollziehbar, dass man die Zuschauer in einer Absolutmenge festlegt. Das ist in Europa de facto einzigartig. Dass man in keinster Weise Rücksicht nimmt in Prozentzahlen einer Kapazität eines Veranstaltungsortes. Das hat skurrile Auswüchse, wenn Grödig vor 1.500 Zuseher spielen darf und wir vor 3.000 Zusehern spielen in einer 30.000er-Arena. Das ist schon sehr schwer nachvollziehbar für uns.“

 

Albert Vallci (Red Bull Salzburg):

…nach dem Spiel: „Es war sehr intensiv, Altach ist eine Ballbesitz-Mannschaft, durch die frühe rote Karte haben sie uns viel laufen lassen. Wenn wir den Ball gewonnen haben, wollten wir schnell nach vorne spielen, schlussendlich haben wir verdient gewonnen. Unsere Reaktion war sehr gut, auch mit einem Mann weniger, wir haben eine gute Mentalität gezeigt.“

…über das bevorstehende Champions League Playoff Duell in Tel Aviv: „Von der Situation dort, das liegt nicht an uns, wir wollen uns auf das Spiel konzentrieren. Damit uns sowas wie heute nicht passiert. Es wird kein einfaches Spiel, wir sind gut vorbereitet.“

 

Alex Pastoor (Trainer CASHPOINT SCR Altach):

…nach dem Spiel. „Das haben wir heute verdient, wir haben viele Möglichkeiten gehabt, um unser Spiel zu spielen und sie viel zu oft nicht genützt. In der ersten Halbzeit war es spielerisch unglaublich schlecht. Wenn die Abstände defensiv zu groß sind, dann ist man überfordert. Wenn wir heute unsere Aufgaben erfüllt hätten, (mit einem Mann mehr), dann hätte es eine große Chance auf den Sieg gegeben.“

 

Hans Krankl (Sky Experte):

…über Salzburg: „Salzburg wird nicht oft schlagbar sein in dieser Saison, ein außergewöhnlicher Kader. Ich glaube, dass Salzburg großer Favorit gegen Maccabi ist. Diese Mannschaft wird die Qualifikation schaffen.“

 

Alfred Tatar (Sky Experte):

…über das Spiel: „Ich denke, dass es ein perfekter Test für das Spiel in Tel Aviv war. Salzburg hat im Fitnessbereich heute gezeigt, dass man voll da ist, die vier Tore, mit einem Mann weniger, sprechen für sich. In der Defensive hat man wieder das obligate Tor erhalten, auch da hat man gesehen, dass man in diesem Bereich noch konzentrierter arbeiten muss. Für meinen Geschmack war das zeitweise in Ordnung, was Altach geboten hat.“