„Kann niemals unsere Heimat werden“ – GAK kontert Jauks Stadionplan
Die Stadionfrage in Graz spitzt sich weiter zu. Der jüngste Vorschlag von Sturm-Präsident Christian Jauk stößt beim Stadtrivalen GAK auf deutliche Ablehnung.
Jauk hatte kürzlich seinen Plan präsentiert: Der SK Sturm Graz wolle sich mit rund 30 Millionen Euro am Neubau beteiligen und dem GAK eine kostenlose Nutzung ermöglichen – im Gegenzug solle Sturm die Vermarktungsrechte erhalten.
Beim GAK sorgt das für Kopfschütteln. „Ich bin sehr über seine Aussagen verwundert! Vor allem, weil wir bisher immer von einer gemeinsamen Lösung gesprochen haben“, erklärt GAK-Obmann René Ziesler gegenüber der „Krone“. „Ich bedauere es sehr, dass Sturm und er nun den gemeinsamen Weg verlassen haben.“
GAK-Obmann Ziesler: ,,Würden unserem Klub jegliche Wachstumsmöglichkeiten nehmen“
Zwar müsste der GAK laut Vorschlag keine Miete zahlen, doch Ziesler sieht darin wenig Vorteil: „Die Erwähnung, den GAK dann in Zukunft ohne Mietkosten gratis im Stadion spielen zu lassen, klingt nur auf den ersten Blick attraktiv.“ Ausschlaggebend ist für ihn der Verlust der Vermarktungsrechte: „Damit würden wir unserem Klub jegliche Wachstumsmöglichkeiten nehmen.“
Ein solches Modell kommt für die Grazer Athletiker daher nicht infrage. „In einem vom Stadtrivalen vermarkteten Stadion Untermieter zu sein – das ist für uns absolut unvorstellbar. In dieser Form kann das Stadion niemals die Heimat des GAK werden. Das steht für uns ganz klar fest“, stellt Ziesler klar.
Auch die Fans der Rotjacken äußern in den sozialen Medien deutliche Kritik. Der GAK will das Stadionthema nun selbst in die Hand nehmen und in Kürze aktiv das Gespräch mit der Stadtpolitik suchen.
Beitragsbild: GEPA
